25.11. HL. KATHARINA VON ALEXANDRIEN

Messe für Märtyrer: für Jungfrauen (855-MB II 913); Lesungen vom Montag der 34. Woche im Jahreskreis (I)

Oder: Messe vom Tag

Oder: Andere Messen

 

ERÖFFNUNGSVERS

Ecce iam séquitur Agnum pro nobis crucifíxum strénua virgo, pudóris hóstia, víctima castitátis.

Vel:

Beáta virgo, quæ ábnegans semetípsamet tollens crucem suam, Dóminum æmuláta est, vírginum sponsummartyrúmque príncipem.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Omnípotens sempitérne Deus, qui pópulo tuo beátam Catharínam vírginem et invíctam mártyrem præstitísti, concéde, ut, eius intercessióne, fide et constántia roborémur, et pro Ecclésiæ unitáte óperam tribuámus impénse. Per Dóminum.

Herr, unser Gott, du offenbarst uns in der Bedrängnis die Macht deines Erbarmens. Von dir empfing die heilige Katharina die Gnade, das Martyrium zu bestehen. Von dir komme auch uns die Kraft, in aller Not auf deine Hilfe zu vertrauen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Montag der 34. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG Dan 1, 1-6.8-20

Lesung aus dem Buch Daniel

Im dritten Jahr der Herrschaft des Königs Jojakim von Juda zog Nebukadnezzar, der König von Babel, gegen Jerusalem und belagerte es. Und der Herr gab König Jojakim von Juda sowie einen Teil der Geräte aus dem Haus Gottes in Nebukadnezzars Gewalt. Er verschleppte sie in das Land Schinar, in den Tempel seines Gottes, die Geräte aber brachte er in das Schatzhaus seines Gottes. Dann befahl der König seinem Oberkämmerer Aschpenas, einige junge Israeliten an den Hof zu bringen, Söhne von königlicher Abkunft oder wenigstens aus vornehmer Familie; sie sollten frei von jedem Fehler sein, schön an Gestalt, in aller Weisheit unterrichtet und reich an Kenntnissen; sie sollten einsichtig und verständig sein und geeignet, im Palast des Königs Dienst zu tun; Aschpenas sollte sie auch in Schrift und Sprache der Chaldäer unterrichten. Als tägliche Kost wies ihnen der König Speisen und Wein von der königlichen Tafel zu. Sie sollten drei Jahre lang ausgebildet werden und dann in den Dienst des Königs treten. Unter diesen jungen Männern waren aus dem Stamm Juda Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja.

Daniel war entschlossen, sich nicht mit den Speisen und dem Wein der königlichen Tafel unrein zu machen, und er bat den Oberkämmerer darum, sich nicht unrein machen zu müssen. Gott ließ ihn beim Oberkämmerer Wohlwollen und Nachsicht finden. Der Oberkämmerer sagte aber zu Daniel: Ich fürchte mich vor meinem Herrn, dem König, der euch die Speisen und Getränke zugewiesen hat; er könnte finden, dass ihr schlechter ausseht als die anderen jungen Leute eures Alters; dann wäre durch eure Schuld mein Kopf beim König verwirkt. Da sagte Daniel zu dem Mann, den der Oberkämmerer als Aufseher für ihn selbst sowie für Hananja, Mischaël und Asarja eingesetzt hatte: Versuch es doch einmal zehn Tage lang mit deinen Knechten! Lass uns nur pflanzliche Nahrung zu essen und Wasser zu trinken geben! Dann vergleiche unser Aussehen mit dem der jungen Leute, die von den Speisen des Königs essen. Je nachdem, was du dann siehst, verfahr weiter mit deinen Knechten! Der Aufseher nahm ihren Vorschlag an und machte mit ihnen eine zehntägige Probe. Am Ende der zehn Tage sahen sie besser und wohlgenährter aus als all die jungen Leute, die von den Speisen des Königs aßen. Da ließ der Aufseher ihre Speisen und auch den Wein, den sie trinken sollten, beiseite und gab ihnen Pflanzenkost. Und Gott verlieh diesen vier jungen Leuten Wissen und Verständnis in jeder Art Schrifttum und Weisheit; Daniel verstand sich auch auf Visionen und Träume aller Art. Als ihre Zeit zu Ende war und man sie vor den König bringen musste, wie er es bestimmt hatte, stellte sie der Oberkämmerer dem Nebukadnezzar vor. Der König unterhielt sich mit ihnen und fand Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja allen anderen überlegen. Sie traten also in den Dienst des Königs. Sooft der König in Fragen, die Weisheit und Einsicht erfordern, ihren Rat einholte, fand er sie allen Zeichendeutern und Wahrsagern in seinem ganzen Reich zehnmal überlegen.

 

ANTWORTPSALM Dan 3, 52a.52c.53.54.55.56 (R: 56b)

Et laudábilis et superexaltátus in sæcula.

R gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.

Gepriesen bist du, Herr, du Gott unserer Väter,

R gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.

Gepriesen ist dein heiliger, herrlicher Name,

R gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.

Gepriesen bist du im Tempel deiner heiligen Herrlichkeit,

R gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.

Gepriesen bist du, der in die Tiefen schaut und auf Kerubim thront,

R gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.

Gepriesen bist du auf dem Thron deiner Herrschaft,

R gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.

Gepriesen bist du am Gewölbe des Himmels,

R gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.

Et laudábilis et superexaltátus in sæcula.

R gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Mt 24, 42a.44

Allelúia. Vigiláte et estóte paráti, quia qua nescítis hora Fílius hóminis ventúrus est. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Seid wachsam und haltet euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet. Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 21, 1-4

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit sah Jesus, wie die Reichen ihre Gaben in den Opferkasten legten. Dabei sah er auch eine arme Witwe, die zwei kleine Münzen hineinwarf. Da sagte er: Wahrhaftig, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr hineingeworfen als alle anderen. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss geopfert; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat ihren ganzen Lebensunterhalt hergegeben.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Múnera, quæsumus, Dómine, quæ in celebritáte beátæ Catharínæ deférimus, ita grátiæ tuæ efficiántur accépta, sicut eius tibi plácitum éxstitit passiónis certámen. Per Christum.

Allmächtiger Gott, du hast das Lebensopfer der heiligen Katharina angenommen. Nimm auch unsere Gaben an und mache uns zu einem Opfer, das dir wohlgefällt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VON DEN MÄRTYRERN

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: Quóniam beáti mártyris Catharínæ pro confessióne nóminis tui, ad imitatiónem Christi, sanguis effúsus tua mirabília maniféstat, quibus pérficis in fragilitáte virtútem, et vires infírmas ad testimónium róboras, per Christum Dóminum nostrum. Et ídeo, cum cælórum Virtútibus, in terris te iúgiter celebrámus, maiestáti tuæ sine fine clamántes: Sanctus…

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und in den Heiligen deine Größe zu rühmen. Im Martyrium der heiligen Katharina offenbarst du das Wunder deiner Gnade, denn in der menschlichen Schwachheit bringst du deine göttliche Kraft zur Vollendung. Sie ist Christus nachgefolgt auf dem Weg des Leidens und hat ihr Blut vergossen als Zeuge des Glaubens. Darum preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig...

 

Oder: Präfation von den Märtyrern

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Ap 7, 17

Agnus, qui in médio throni est, dedúcet eos ad vitæ fontes aquárum.

 

SCHLUSSGEBET

Deus, qui beátam Catharínam pro gémina virginitátis et martyrii victória inter Sanctos coronásti, da, quæsumus, per huius virtútem sacraménti, ut, omne malum fórtiter superántes, cæléstem glóriam consequámur. Per Christum.

Barmherziger Gott, die heilige Katharina hat durch ihr jungfräuliches Leben und ihr Martyrium einen zweifachen Sieg errungen. Hilf uns durch die Kraft des heiligen Sakramentes, dass auch wir alles Böse überwinden und die ewige Herrlichkeit empfangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Eigene Lesungen

LESUNG Röm 5, 1-5

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer

Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. Durch ihn haben wir auch den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. Mehr noch, wir rühmen uns ebenso unserer Bedrängnis; denn wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld, Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung. Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

 

ANTWORTPSALM Ps 31 (30), 3b-4.6 u. 8.16-17 (R: vgl. 6a)

In manus tuas, Dómine, comméndo spíritum meum.

R Herr, in deine Hände lege ich meinen Geist. – R

Sei mir ein schützender Fels, eine feste Burg, die mich rettet. Denn du bist mein Fels und meine Burg; um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten. - (R)

In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott. Ich will jubeln und über deine Huld mich freuen; denn du hast mein Elend angesehn, du bist mit meiner Not vertraut. - (R)

In deiner Hand liegt mein Geschick; entreiß mich der Hand meiner Feinde und Verfolger! Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht, hilf mir in deiner Güte! - R

In manus tuas, Dómine, comméndo spíritum meum.

R Herr, in deine Hände lege ich meinen Geist. – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. 1 Petr 4, 14

Allelúia. Si exprobrámini in nómine Christi, beáti éritis, quóniam Spíritus Dei super vos requiéscit. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Wenn man euch um des Namens Christi willen beschimpft, seid ihr selig zu preisen; denn der Geist Gottes ruht auf euch. Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 9, 23-26

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

Zu allen sagte er: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt? Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Menschensohn schämen, wenn er in seiner Hoheit kommt und in der Hoheit des Vaters und der heiligen Engel.