23.11. HL. KLEMENS I.

Commune Päpste (858-MB II 915); Lesungen vom Samstag der 33. Woche im Jahreskreis (I)

Oder: Messe vom Hl. Kolumban

Oder: Messe vom Tag

Oder: Messe vom Maria am Samstag

 

ERÖFFNUNGSVERS

Elégit eum Dóminus síbi in sacerdótem magnum, et apériens thesáurum suum abundáre eum fecit ómnibus bonis.

Der Herr bestellte ihn zum Hohenpriester. Er erschloss ihm seinen Reichtum und überhäufte ihn mit Gnaden.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Omnípotens sempitérne Deus, qui in ómnium sanctórum tuórum es virtúte mirábilis, da nobis in beáti Cleméntis ánnua commemoratióne lætári, qui, Fílii tui sacérdos et martyr, quod mystério gessit, testimónio comprobávit, et, quod prædicávit ore, confirmávit exémplo. Per Dóminum.

Allmächtiger, ewiger Gott, der heilige Papst Klemens hat als Priester und Märtyrer deines Sohnes das Wort, das er verkündete, durch sein Tun bekräftigt und die Geheimnisse Christi, die er feierte, mit seinem Blut bezeugt. An seinem Gedenktag rufen wir zu dir: Erfülle uns mit Freude über seinen Sieg und lass uns erfahren, dass deine Macht im Leben der Heiligen sichtbar wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Samstag der 33. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG 1 Makk 6, 1-13

Lesung aus dem ersten Buch der Makkabäer

In jenen Tagen durchzog König Antiochus die östlichen Provinzen. Er hörte von einer Stadt in Persien namens Elymaïs, die berühmt war wegen ihres Reichtums an Silber und Gold. Auch gibt es in ihr einen sehr reichen Tempel; der mazedonische König Alexander, der Sohn des Philippus, der als erster Grieche König geworden war, hatte dort goldene Schilde, Rüstungen und Waffen hinterlassen. Antiochus marschierte also hin und versuchte, die Stadt zu erobern und zu plündern. Doch er blieb ohne Erfolg; denn die Einwohner der Stadt hatten von seinem Plan erfahren und leisteten ihm bewaffneten Widerstand. Er musste fluchtartig abziehen und machte sich sehr niedergeschlagen auf den Rückweg nach Babylon. Noch in Persien erreichte ihn ein Bote mit der Nachricht, dass die Heere, die in Judäa einmarschiert waren, geschlagen worden waren. Auch Lysias, der an der Spitze einer starken Streitmacht in den Kampf gezogen war, habe gegen die Juden eine schwere Niederlage erlitten. Deren Bewaffnung und Kampfkraft habe sich durch die große Beute, die sie bei den geschlagenen Armeen machten, verstärkt. Den Gräuel, den er auf dem Altar in Jerusalem hatte aufstellen lassen, hätten sie wieder entfernt und den Tempelbezirk wie früher mit hohen Mauern umgeben, ebenso seine Stadt Bet-Zur. Als der König das hörte, war er bestürzt und sehr beunruhigt. Er musste sich niederlegen, da ihn eine Schwäche befiel; so niedergeschlagen war er, weil seine Pläne gescheitert waren. So ging es mehrere Tage. Er bekam immer neue Anfälle tiefer Schwermut und rechnete schon damit, dass er sterben müsse. Er rief seine Freunde zusammen und sagte zu ihnen: Der Schlaf flieht meine Augen, und ich bin vor Sorgen zusammengebrochen. Ich habe mich gefragt: Wie bin ich nur in diese große Not und Bedrängnis geraten, in der ich mich jetzt befinde? Ich war während meiner Regierung doch immer leutselig und beliebt. Jetzt fallen mir die bösen Dinge ein, die ich in Jerusalem getan habe. Ich habe dort alle Geräte aus Silber und Gold mitgenommen, ja, ich habe ohne Grund den Auftrag gegeben, die Bewohner Judäas auszurotten. Deswegen ist dieses Unglück über mich gekommen, das weiß ich jetzt. Und nun sterbe ich ganz verzweifelt in einem fremden Land.

 

ANTWORTPSALM Ps 9 (9A), 2-3.4 u. 6.16 u. 19 (R: 15b)

Exsultábo in salutári tuo, Dómine.

R Ich frohlocke, weil du mir hilfst. - R

Ich will dir danken, Herr, aus ganzem Herzen, verkünden will ich all deine Wunder. Ich will jauchzen und an dir mich freuen, für dich, du Höchster, will ich singen und spielen. - (R)

Zurückgewichen sind meine Feinde, gestürzt und vergangen vor deinem Angesicht. Du hast die Völker bedroht, die Frevler vernichtet, ihren Namen gelöscht für immer und ewig. - (R)

Völker versanken in der Grube, die sie selber gegraben; im Netz, das sie heimlich gelegt, hat ihr Fuß sich verfangen. Doch der Arme ist nicht auf ewig vergessen, des Elenden Hoffnung ist nicht für immer verloren. - R

Exsultábo in salutári tuo, Dómine.

R Ich frohlocke, weil du mir hilfst. - R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. 2 Tim 1, 10

Allelúia. Salvátor noster Iesus Christus destrúxit mortem, et illuminávit vitam per Evangélium. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Unser Retter Jesus Christus hat dem Tod die Macht genommen und uns das Licht des Lebens gebracht durch das Evangelium. Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 20, 27-40

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit kamen einige von den Sadduzäern, die die Auferstehung leugnen, zu Jesus und fragten ihn: Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterlässt, ohne Kinder zu haben, dann soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen verschaffen. Nun lebten einmal sieben Brüder. Der Erste nahm sich eine Frau, starb aber kinderlos. Da nahm sie der Zweite, danach der Dritte, und ebenso die anderen bis zum Siebten; sie alle hinterließen keine Kinder, als sie starben. Schließlich starb auch die Frau. Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt. Da sagte Jesus zu ihnen: Nur in dieser Welt heiraten die Menschen. Die aber, die Gott für würdig hält, an jener Welt und an der Auferstehung von den Toten teilzuhaben, werden dann nicht mehr heiraten. Sie können auch nicht mehr sterben, weil sie den Engeln gleich und durch die Auferstehung zu Söhnen Gottes geworden sind. Dass aber die Toten auferstehen, hat schon Mose in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet, in der er den Herrn den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt. Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn sind alle lebendig. Da sagten einige Schriftgelehrte: Meister, du hast gut geantwortet. Und man wagte nicht mehr, ihn etwas zu fragen.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Súscipe, quæsumus, Dómine, hoc sacrifícium pópuli tui, ut, quod tibi in honóre beáti Cleméntis offértur ad glóriam, nobis tríbuas ad salútem perpétuam. Per Christum.

Herr, unser Gott, am Gedenktag des heiligen Klemens bringen wir das Opfer des Lobes dar. Voll Vertrauen rufen wir zu dir: Wende alles Böse von uns ab und rette uns vor dem ewigen Verderben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VON DEN HIRTEN DER KIRCHE

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: per Christum Dóminum nostrum. Quia sic tríbuis Ecclésiam tuam sancti Cleméntis festivitáte gaudére, ut eam exémplo piæ conversatiónis corróbores, verbo prædicatiónis erúdias, gratáque tibi supplicatióne tueáris. Et ídeo, cum Angelórum atque Sanctórum turba, hymnum laudis tibi cánimus, sine fine dicéntes:

In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Vater im Himmel, zu danken und am Fest des heiligen Papst Klemens deine Größe zu rühmen. Sein Leben aus dem Glauben ist uns ein Vorbild, die Botschaft seiner Predigt belehrt uns, seine Fürbitte erwirkt uns Schutz und Hilfe durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit.

 

Oder: Präfation von den Heiligen

 

HochgebetErstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Joh 10, 11

Pastor bonus ánimam suam pósuit pro óvibus suis.

Der gute Hirt gibt sein Leben für die Schafe.

 

SCHLUSSGEBET

Sacraménta quæ súmpsimus, Dómine Deus noster, in nobis fóveant caritátis ardórem, quo beátus Cleméntis veheménter accénsus pro Ecclésia tua se iúgiter impendébat. Per Christum.

Herr, unser Gott, das Sakrament, das wir empfangen haben, entzünde in uns jene Liebe, die den heiligen Klemens drängte, unermüdlich für deine Kirche zu arbeiten. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Eigene Lesungen

LESUNG 1 Petr 5, 1-4

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Petrus

Brüder! Eure Ältesten ermahne ich, da ich ein Ältester bin wie sie und ein Zeuge der Leiden Christi und auch an der Herrlichkeit teilhaben soll, die sich offenbaren wird: Sorgt als Hirten für die euch anvertraute Herde Gottes, nicht aus Zwang, sondern freiwillig, wie Gott es will; auch nicht aus Gewinnsucht, sondern aus Neigung; seid nicht Beherrscher eurer Gemeinden, sondern Vorbilder für die Herde! Wenn dann der oberste Hirt erscheint, werdet ihr den nie verwelkenden Kranz der Herrlichkeit empfangen.

 

ANTWORTPSALM Ps 89 (88), 2-3.20a u. 4-5.21-22.25 u. 27 (R: 2a)

Misericórdias tuas, Dómine, in aetérnum cantábo.

R Von den Taten deiner Huld, o Herr, will ich ewig singen. – R

Von den Taten deiner Huld Herr, will ich ewig singen, bis zum fernsten Geschlecht laut deine Treue verkünden. Denn ich bekenne: Deine Huld besteht für immer und ewig; deine Treue steht fest im Himmel. - (R)

Einst hast du in einer Vision zu deinen Frommen gesprochen: „Ich habe einen Bund geschlossen mit meinem Erwählten und David, meinem Knecht, geschworen: Deinem Haus gebe ich auf ewig Bestand, und von Geschlecht zu Geschlecht richte ich deinen Thron auf. - (R)

Ich habe David, meinen Knecht, gefunden und ihn mit meinem heiligen Öl gesalbt. Beständig wird meine Hand ihn halten und mein Arm ihn stärken. - (R)

Meine Treue und meine Huld begleiten ihn und in meinem Namen erhebt er sein Haupt. Er wird zu mir rufen: Mein Vater bist du, mein Gott, der Fels meines Heiles.“ - R

Misericórdias tuas, Dómine, in aetérnum cantábo.

R Von den Taten deiner Huld, o Herr, will ich ewig singen. – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: Mk 1, 17b

Allelúia. Veníte post me, dicit Dóminus, et fáciam vos fíeri piscatóres hóminum. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. (So spricht der Herr:) Folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mt 16, 13-19

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit, als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn? Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.