16.11. HL. ALBERT DER GROSSE

Messformular für Bischöfe (860-MB II 918); Lesungen vom Samstag der 32. Woche im Jahreskreis (I)

Oder: Hl. Margareta, Königin von Schottland

Oder: Messe vom Tag

Oder, in der Schweiz: Heiliger Otmar, Gründerabt von St. Gallen

Oder: Messe vom Maria am Samstag

Oder: Andere Messen

 

ERÖFFNUNGSVERS Ez 34, 11. 23-24

Visitábo oves meas, dicit Dóminus, et suscitábo pastórem qui pascat eas: ego autem Dóminus ero eis in Deum.

So spricht Gott der Herr: Ich selbst will meine Herde aufsuchen und für sie einen Hirten einsetzen, der sie auf die Weide führt. Ich selbst, der Herr, werde ihr Gott sein.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Deus, qui beátum Albértum epíscopumin humána sapiéntia cum divína fide componénda magnum effecísti, da nobis, quæsumus, ita eius magistérii inhærére doctrínis, ut per scientiárum progréssus ad profundiórem tui cognitiónem et amórem perveniámus. Per Dóminum.

Gott, du Quelle aller Weisheit du hast dem heiligen Bischof Albert die Gabe geschenkt, das Wissen seiner Zeit und den Glauben in Einklang zu bringen. Gib uns die Weite seines Geistes, damit der Fortschritt der Wissenschaft uns hilft, dich tiefer zu erkennen und dir näher zu kommen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Samstag der 32. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG Weish 18, 14-16; 19, 6-9

Lesung aus dem Buch der Weisheit

Als tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht bis zur Mitte gelangt war, da sprang dein allmächtiges Wort vom Himmel, vom königlichen Thron herab als harter Krieger mitten in das dem Verderben geweihte Land. Es trug das scharfe Schwert deines unerbittlichen Befehls, trat hin und erfüllte alles mit Tod; es berührte den Himmel und stand auf der Erde.

Das Wesen der ganzen Schöpfung wurde neugestaltet; sie gehorchte deinen Befehlen, damit deine Kinder unversehrt bewahrt blieben. Man sah die Wolke, die das Lager überschattete, trockenes Land tauchte auf, wo zuvor Wasser war; es zeigte sich ein Weg ohne Hindernisse durch das Rote Meer, eine grüne Ebene stieg aus der gewaltigen Flut. Von deiner Hand behütet, zogen sie vollzählig hindurch und sahen staunenswerte Wunder. Sie weideten wie Rosse, hüpften wie Lämmer und lobten dich, Herr, ihren Retter.

 

ANTWORTPSALM Ps 105 (104), 2-3.36-37.42-43 (R: vgl. 5a)

Mementóte mirabílium quæ fecit Dóminus.

R Der Herr baut Zion wieder auf. - R

Singt ihm und spielt ihm, sinnt nach über all seine Wunder! Rühmt euch seines heiligen Namens! Alle, die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen. - (R)

Er erschlug im Land jede Erstgeburt, die ganze Blüte der Jugend. Er führte sein Volk heraus mit Silber und Gold; in seinen Stämmen fand sich kein Schwächling. - (R)

Denn er dachte an sein heiliges Wort und an Abraham, seinen Knecht Er führte sein Volk heraus in Freude, seine Erwählten in Jubel. - R

Mementóte mirabílium quæ fecit Dóminus.

R Der Herr baut Zion wieder auf. - R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. 2 Thess 2, 14

Allelúia. Deus vocávit nos per Evangélium, in acquisitiónem glóriæ Dómini nostri Iesu Christi. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Durch das Evangelium hat Gott uns berufen zur Herrlichkeit Jesu Christi, unseres Herrn. Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 18, 1-8

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit sagte Jesus den Jüngern durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten: In einer Stadt lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm. In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und sagte: Verschaff mir Recht gegen meinen Feind! Lange wollte er nichts davon wissen. Dann aber sagte er sich: Ich fürchte zwar Gott nicht und nehme auch auf keinen Menschen Rücksicht; trotzdem will ich dieser Witwe zu ihrem Recht verhelfen, denn sie lässt mich nicht in Ruhe. Sonst kommt sie am Ende noch und schlägt mich ins Gesicht. Und der Herr fügte hinzu: Bedenkt, was der ungerechte Richter sagt. Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern? Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen. Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde (noch) Glauben vorfinden?

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Hóstias, quæsumus, Dómine, quas in festivitáte beáti Alberti sacris altáribus exhibémus, propítius réspice, ut, nobis indulgéntiam largiéndo, tuo nómini dent honórem. Per Christum.

Allmächtiger Gott, schau gnädig auf die Gaben, die wir am Gedenktag des heiligen Bischofs Albertus auf deinen Altar legen. Das heilige Opfer verherrliche deinen Namen und erwirke uns Vergebung der Sünden. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VON DEN HIRTEN DER KIRCHE

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: per Christum Dóminum nostrum. Quia sic tríbuis Ecclésiam tuam sancti Alberti festivitáte gaudére, ut eam exémplo piæ conversatiónis corróbores, verbo prædicatiónis erúdias, gratáque tibi supplicatióne tueáris. Et ídeo, cum Angelórum atque Sanctórum turba, hymnum laudis tibi cánimus, sine fine dicéntes:

In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Vater im Himmel, zu danken und am Fest des heiligen Bischofs Albertus deine Größe zu rühmen. Sein Leben aus dem Glauben ist uns ein Vorbild, die Botschaft seiner Predigt belehrt uns, seine Fürbitte erwirkt uns Schutz und Hilfe durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit, Heilig…

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Joh 15, 16

Non vos me elegístis, dicit Dóminus;sed ego elégi vos, et pósui vos ut eátis et fructum afferátis, et fructus vester máneat.

Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt, und ich habe euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt – so spricht der Herr.

 

SCHLUSSGEBET

Refécti sacris mystériis, Dómine, humíliter deprecámur, ut, beáti Alberto exémplo, studeámus confitéri quod crédidit, et ópere exercére quod dócuit. Per Christum.

Herr, unser Gott, du hast uns am Fest des heiligen Bischofs Albertus mit dem Leib und Blut Christi genährt. Hilf uns, nach seinem Beispiel den Glauben, den er gelehrt hat, zu bekennen und durch gute Werke zu bezeugen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Eigene Lesungen

LESUNG Sir 15, 1-6

Lesung aus dem Buch Jesus Sirach

Wer den Herrn fürchtet, handelt so, und wer am Gesetz festhält, erlangt die Weisheit. Sie geht ihm entgegen wie eine Mutter, wie eine junge Gattin nimmt sie ihn auf. Sie nährt ihn mit dem Brot der Klugheit und tränkt ihn mit dem Wasser der Einsicht. Er stützt sich auf sie und kommt nicht zu Fall, er vertraut auf sie und wird nicht enttäuscht. Sie erhöht ihn über seine Gefährten, sie öffnet ihm den Mund in der Versammlung. Sie lässt ihn Jubel und Freude finden, unvergänglichen Ruhm wird sie ihm verleihen.

 

ANTWORTPSALM Ps 119 (118), 9-10.11-12.13-14 (R: 12b)

Doce me, Dómine, iustificatiónes tuas.

R Herr, lehre mich deine Gesetze! – R

Wie geht ein junger Mann seinen Pfad ohne Tadel? Wenn er sich hält an dein Wort. Ich suche dich von ganzem Herzen. Lass mich nicht abirren von deinen Geboten! - (R)

Ich berge deinen Spruch im Herzen, damit ich gegen dich nicht sündige. Gepriesen seist du, Herr. Lehre mich deine Gesetze! - (R)

Mit meinen Lippen verkünde ich alle Urteile deines Mundes. Nach deinen Vorschriften zu leben freut mich mehr als großer Besitz. - R

Doce me, Dómine, iustificatiónes tuas.

R Herr, lehre mich deine Gesetze! – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Apg 16, 14b

Allelúia. Aperi, Dómine, cor nostrum, ut intendámus verbis Fílii tui. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Herr, öffne uns das Herz, dass wir auf die Worte deines Sohnes hören. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mt 13, 47-52

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

Weiter ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Netz, das man ins Meer warf, um Fische aller Art zu fangen. Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie setzten sich, lasen die guten Fische aus und legten sie in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg. So wird es auch am Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen von den Gerechten trennen und in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen. Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten: Ja. Da sagte er zu ihnen: Jeder Schriftgelehrte also, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, gleicht einem Hausherrn, der aus seinem reichen Vorrat Neues und Altes hervorholt.