11.10. FREITAG DER 27. WOCHE IM JAHRESKREIS

Eigene Messe und Lesungen

 

ERÖFFNUNGSVERS Cf. Est 4, 17

In voluntáte tua, Dómine, univérsa sunt pósita, et non est qui possit resístere voluntáti tuæ. Tu enim fecísti ómnia, cælum et terram, et univérsa quæ cæli ámbitu continéntur; Dóminus universórum tu es.

Deiner Macht ist das All unterworfen, Herr, und niemand kann sich dir widersetzen; denn du hast Himmel und Erde gemacht und alles, was wir unter dem Himmel bestaunen. Du bist der Herr über alles.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Omnípotens sempitérne Deus, qui abundántia pietátis tuæet mérita súpplicum excédis et vota, effúnde super nos misericórdiam tuam, ut dimíttas quæ consciéntia métuit, et adícias quod orátio non præsúmit. Per Dóminum.

Allmächtiger Gott du gibst uns in deiner Güte mehr, als wir verdienen, und Größeres, als wir erbitten. Nimm weg, was unser Gewissen belastet, und schenke uns jenen Frieden, den nur deine Barmherzigkeit geben kann. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesungen vom Freitag der 27. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG Joel 1, 13-15; 2, 1-2

Lesung aus dem Buch Joel

Legt Trauer an, und klagt, ihr Priester! Jammert, ihr Diener des Altars! Kommt, verbringt die Nacht im Trauergewand, ihr Diener meines Gottes! Denn Speiseopfer und Trankopfer bleiben dem Haus eures Gottes versagt. Ordnet ein heiliges Fasten an, ruft einen Gottesdienst aus! Versammelt die Ältesten und alle Bewohner des Landes beim Haus des Herrn, eures Gottes, und schreit zum Herrn: Weh, was für ein Tag! Denn der Tag des Herrn ist nahe; er kommt mit der Allgewalt des Allmächtigen.

Auf dem Zion stoßt in das Horn, schlagt Lärm auf meinem heiligen Berg! Alle Bewohner des Landes sollen zittern; denn es kommt der Tag des Herrn, ja, er ist nahe, der Tag des Dunkels und der Finsternis, der Tag der Wolken und Wetter. Wie das Morgenrot, das sich über die Berge hinbreitet, kommt ein Volk, groß und gewaltig, wie es vor ihm noch nie eines gab und nach ihm keines mehr geben wird bis zu den fernsten Geschlechtern.

 

ANTWORTPSALM Ps 9, 2-3.6 u. 16.8-9 (R: vgl. 9a)

Dóminus iudicábit orbem terræ in iustítia.

R Der Herr richtet den Erdkreis gerecht. - R

Ich will dir danken, Herr, aus ganzem Herzen, verkünden will ich all deine Wunder. Ich will jauchzen und an dir mich freuen, für dich, du Höchster, will ich singen und spielen. - (R)

Du hast die Völker bedroht, die Frevler vernichtet, ihren Namen gelöscht für immer und ewig. Völker versanken in der Grube, die sie selber gegraben; im Netz, das sie heimlich gelegt, hat ihr Fuß sich verfangen. - (R)

Der Herr thront für ewig; er stellt seinen Thron auf zum Gericht. Er richtet den Erdkreis gerecht, er spricht den Völkern das Urteil, das sie verdienen. - R

Dóminus iudicábit orbem terræ in iustítia.

R Der Herr richtet den Erdkreis gerecht. - R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Joh 12, 31b.32

Allelúia. Nunc princeps huius mundi eiciétur foras, dicit Dóminus; et ego, si exaltátus fúero a terra, ómnia traham ad meípsum. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. (So spricht der Herr:) Jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen, und wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen. Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 11, 14-26

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit trieb Jesus einen Dämon aus, der stumm war. Als der Dämon den Stummen verlassen hatte, konnte der Mann reden. Alle Leute staunten. Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, treibt er die Dämonen aus. Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Doch er wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden, und ein Haus ums andere stürzt ein. Wenn also der Satan mit sich selbst im Streit liegt, wie kann sein Reich dann Bestand haben? Ihr sagt doch, dass ich die Dämonen mit Hilfe von Beelzebul austreibe. Wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil. Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen. Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher; wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere all seine Waffen weg, auf die er sich verlassen hat, und verteilt die Beute. Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. Ein unreiner Geist, der einen Menschen verlassen hat, wandert durch die Wüste und sucht einen Ort, wo er bleiben kann. Wenn er keinen findet, sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe. Und wenn er es bei seiner Rückkehr sauber und geschmückt antrifft, dann geht er und holt sieben andere Geister, die noch schlimmer sind als er selbst. Sie ziehen dort ein und lassen sich nieder. So wird es mit diesem Menschen am Ende schlimmer werden als vorher.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Súscipe, quæsumus, Dómine, sacrifícia tuis institúta præcéptis, et sacris mystériis, quæ débitæ servitútis celebrámus offício, sanctificatiónem tuæ nobis redemptiónis dignánter adímple. Per Christum.

Allmächtiger Gott, nimm die Gaben an, die wir nach deinem Willen darbringen. Vollende in uns das Werk der Erlösung und der Heiligung durch die Geheimnisse, die wir zu deiner Verherrlichung feiern. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Präfation für Wochentage

 

HochgebetErstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Lam 3, 25

Bonus est Dóminus sperántibus in eum, ánimæ quærénti illum.

Gut ist der Herr zu dem, der auf ihn hofft, zur Seele, die ihn sucht.

 

SCHLUSSGEBET

Concéde nobis, omnípotens Deus, ut de percéptis sacraméntis inebriémur atque pascámur, quátenus in id quod súmimus transeámus. Per Christum.

Gott und Vater, du reichst uns das Brot des Lebens und den Kelch der Freude. Gestalte uns nach dem Bild deines Sohnes, der im Sakrament unsere Speise geworden ist. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.