13.9. HL. JOHANNES CHRYSOSTOMUS

Eigene Messe (753-MB II 770); Lesungen vom Freitag der 23. Woche im Jahreskreis (I)

In Feldkirch: Hl. Notburga

 

ERÖFFNUNGSVERS Cf. Dan 12, 3

Qui docti fúerint, fulgébunt quasi splendor firmaménti, et qui ad iustítiam erúdiunt multos, quasi stellæ in perpétuas æternitátes.

Die Weisenwerden strahlen, wie der Himmel strahlt; und die Männer, die viele zum rechten Tun geführt haben, werden immer und ewig wie die Sterne leuchten.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Deus, in te sperántium fortitúdo, qui beátum Ioánnem Chrysóstomum epíscopum mira eloquéntia et tribulatiónis experiménto claréscere voluísti, da nobis, quæsumus, ut, eius doctrínis erudíti, invíctæ patiéntiæ roborémur exémplo. Per Dóminum.

Gott, du Stärke aller, die auf dich vertrauen. Du hast dem heiligen Johannes Chrysostomus die Gabe der Rede geschenkt und ihm in den Bedrängnissen seines Lebens geholfen. Belehre uns durch sein Wort und ermutige uns durch sein Vorbild. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Freitag der 23. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG 1 Tim 1, 1-2.12-14

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an Timotheus

Paulus, Apostel Christi Jesu durch den Auftrag Gottes, unseres Retters, und Christi Jesu, unserer Hoffnung, an Timotheus, seinen echten Sohn durch den Glauben. Gnade, Erbarmen und Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserem Herrn.

Ich danke dem, der mir Kraft gegeben hat: Christus Jesus, unserem Herrn. Er hat mich für treu gehalten und in seinen Dienst genommen, obwohl ich ihn früher lästerte, verfolgte und verhöhnte. Aber ich habe Erbarmen gefunden, denn ich wusste in meinem Unglauben nicht, was ich tat. So übergroß war die Gnade unseres Herrn, die mir in Christus Jesus den Glauben und die Liebe schenkte.

 

ANTWORTPSALM Ps 16 (15), 1-2 u. 5.7-8.9 u. 11 (R: vgl. 5a)

Tu es, Dómine, pars hereditátis meæ.

R Du, Herr, bist mein Anteil und Erbe. - R (GL 528, 3)

Behüte mich, Gott, denn ich vertraue dir. Ich sage zum Herrn: „Du bist mein Herr; mein ganzes Glück bist du allein.“ Du, Herr, gibst mir das Erbe und reichst mir den Becher; du hältst mein Los in deinen Händen. - (R)

Ich preise den Herrn, der mich beraten hat. Auch mahnt mich mein Herz in der Nacht. Ich habe den Herrn beständig vor Augen. Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht. - (R)

Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele; auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.  Du zeigst mir den Pfad zum Leben. Vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle, zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit. – R

Tu es, Dómine, pars hereditátis meæ.

R Du, Herr, bist mein Anteil und Erbe. - R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Joh 17, 17

Allelúia. Sermo tuus, Dómine, véritas est; sanctífica nos in veritáte. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Dein Wort, o Herr, ist Wahrheit; heilige uns in der Wahrheit! Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 6, 39-42

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

Er gebrauchte auch einen Vergleich und sagte: Kann ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in eine Grube fallen? Der Jünger steht nicht über seinem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein. Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen!, während du den Balken in deinem eigenen Auge nicht siehst? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Sacrifícium tibi pláceat, Deus, in commemoratióne beáti Ioánnis Chrysóstomo milibénter exhíbitum, quo monénte, nos étiam totos tibi réddimus collaudántes. Per Christum.

Herr, unser Gott, sieh auf die Gaben, die wir dir am Gedenktag des heiligen Johannes Chrysostomus weihen. Da wir getreu seiner Weisung uns selbst dir schenken, nimm mit dem Opfer des Lobes uns alle an. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VON DEN HIRTEN DER KIRCHE

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: per Christum Dóminum nostrum. Quia sic tríbuis Ecclésiam tuam sancti Ioánnis Chrysóstomo festivitáte gaudére, ut eam exémplo piæ conversatiónis corróbores, verbo prædicatiónis erúdias, gratáque tibi supplicatióne tueáris. Et ídeo, cum Angelórum atque Sanctórum turba, hymnum laudis tibi cánimus, sine fine dicéntes:

In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Vater im Himmel, zu danken und am Fest des heiligen Johannes Chrysostomus deine Größe zu rühmen. Sein Leben aus dem Glauben ist uns ein Vorbild, die Botschaft seiner Predigt belehrt uns, seine Fürbitte erwirkt uns Schutz und Hilfe durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit, Heilig

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Cf. 1 Cor 1, 23-24

Nos prædicámus Christum crucifíxum, Christum, Dei virtútem et Dei sapiéntiam.

Wir verkündigen Christus als Gekreuzigten; Christus. Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

 

SCHLUSSGEBET

Concéde, miséricors Deus, ut mystéria, quæ pro beáti Ioánnis Chrysóstomi commemoratióne súmpsimus, nos in tua caritáte confírment, et tuæ fidéles confessóres veritátis effíciant. Per Christum.

Barmherziger Gott, stärke durch die heiligen Gaben unsere Liebe zu dir, damit wir nach dem Beispiel des heiligen Chrysostomus getreu deine Botschaft bezeugen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

13. September Hl. Johannes Chrysostomus Bischof, Kirchenlehrer

 

Eigene Lesungen

 

LESUNG Eph 4, 1-7.11-13

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser

Ich, der ich um des Herrn willen im Gefängnis bin, ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging. Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe, und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält. Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist. Aber jeder von uns empfing die Gnade in dem Maß, wie Christus sie ihm geschenkt hat.

Und er gab den einen das Apostelamt, andere setzte er als Propheten ein, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes zu rüsten, für den Aufbau des Leibes Christi. So sollen wir alle zur Einheit im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, damit wir zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen.

 

ANTWORTPSALM  Ps 40 (39), 2 u. 4ab.7-8.9-10 (R: vgl. 8a.9a)

Ecce vénio, Dómine, facere voluntátem tuam.

R Mein Gott, ich komme; deinen Willen zu tun macht mir Freude. - R

Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien. Er legte mir ein neues Lied in den Mund, einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott. - (R)

An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen, Brand- und Sündopfer forderst du nicht. Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt; darum sage ich: Ja, ich komme. In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist. - (R)

Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude, deine Weisung trag‘ ich im Herzen. Gerechtigkeit verkünde ich in großer Gemeinde, meine Lippen verschließe ich nicht; Herr, du weißt es. - R

Ecce vénio, Dómine, facere voluntátem tuam.

R Mein Gott, ich komme; deinen Willen zu tun macht mir Freude. - R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM

Allelúia. Semen est verbum Dei, sator autem Christus; omnis qui ínvenit eum, manébit in aetérnum. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Der Samen ist das Wort Gottes, der Sämann ist Christus. Wer Christus findet, der bleibt in Ewigkeit. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mk 4, 1-10.13-20

oder: Kurzfassung Mk 4, 1-9

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

Ein andermal lehrte er wieder am Ufer des Sees, und sehr viele Menschen versammelten sich um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot auf dem See und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen und lehrte sie in Form von Gleichnissen. Bei dieser Belehrung sagte er zu ihnen: Hört! Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat, und sie brachte keine Frucht. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach. Und Jesus sprach: Wer Ohren hat zum Hören, der höre! <Als er mit seinen Begleitern und den Zwölf allein war, fragten sie ihn nach dem Sinn seiner Gleichnisse.

Und er sagte zu ihnen: Wenn ihr schon dieses Gleichnis nicht versteht, wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? Der Sämann sät das Wort. Auf den Weg fällt das Wort bei denen, die es zwar hören, aber sofort kommt der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät wurde. Ähnlich ist es bei den Menschen, bei denen das Wort auf felsigen Boden fällt: Sobald sie es hören, nehmen sie es freudig auf; aber sie haben keine Wurzeln, sondern sind unbeständig, und wenn sie dann um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt werden, kommen sie sofort zu Fall. Bei anderen fällt das Wort in die Dornen: sie hören es zwar, aber die Sorgen der Welt, der trügerische Reichtum und die Gier nach all den anderen Dingen machen sich breit und ersticken es, und es bringt keine Frucht. Auf guten Boden ist das Wort bei denen gesät, die es hören und aufnehmen und Frucht bringen, dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach.>