27.8. HL. MONIKA

Commune Texte für Heilige Frauen 12 (895-MB II 953); Lesungen vom Dienstag der 21. Woche im Jahreskreis (I)

 

ERÖFFNUNGSVERS Vgl. Spr 14, 1-2

Ecce múlier sápiens, quæ ædificávit domum suam, et timens Dóminum ambulávit recto itínere.

Seht die Frau. die mit Weisheit ihr Haus erbaut; sie fürchtet den Herrn und wandelt auf geradem Weg.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Deus, mæréntium consolátor, qui beátæ Mónicæ pias lácrimas in conversióne fílii sui Augustíni misericórditer suscepísti, da nobis, utriúsque intervéntu, peccáta nostra deploráre et grátiæ tuæ indulgéntiam inveníre. Per Dóminum.

Allmächtiger Gott, du hast auf die Tränen der heiligen Monika geschaut; du hast ihr Flehen erhört und ihrem Sohn Augustinus die Gnade der Bekehrung geschenkt. Gib uns auf die Fürsprache dieser heiligen Mutter und ihres Sohnes die Gnade, dass wir unsere Sünden bereuen und bei dir Verzeihung finden. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Dienstag der 21. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG 1 Thess 2, 1-8

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher

Ihr wisst selbst, Brüder, dass wir nicht vergebens zu euch gekommen sind. Wir hatten vorher in Philippi viel zu leiden und wurden misshandelt, wie ihr wisst; dennoch haben wir im Vertrauen auf unseren Gott das Evangelium Gottes trotz harter Kämpfe freimütig und furchtlos bei euch verkündet. Denn wir predigen nicht, um euch irrezuführen, in schmutziger Weise auszunutzen oder zu betrügen, sondern wir tun es, weil Gott uns geprüft und uns das Evangelium anvertraut hat, nicht also um den Menschen, sondern um Gott zu gefallen, der unsere Herzen prüft. Nie haben wir mit unseren Worten zu schmeicheln versucht, das wisst ihr, und nie haben wir aus versteckter Habgier gehandelt, dafür ist Gott Zeuge. Wir haben auch keine Ehre bei den Menschen gesucht, weder bei euch noch bei anderen, obwohl wir als Apostel Christi unser Ansehen hätten geltend machen können. Im Gegenteil, wir sind euch freundlich begegnet: Wie eine Mutter für ihre Kinder sorgt, so waren wir euch zugetan und wollten euch nicht nur am Evangelium Gottes teilhaben lassen, sondern auch an unserem eigenen Leben; denn ihr wart uns sehr lieb geworden.

 

ANTWORTPSALM Ps 139 (138), 1-3.4-5.6-7 (R: 1a)

Dómine, scrutátus es et cognovísti me.

R Herr, du hast mich erforscht, und du kennst mich. – R

Herr, du hast mich erforscht, und du kennst mich. Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir. Von fern erkennst du meine Gedanken. Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt; du bist vertraut mit all meinen Wegen. - (R)

Noch liegt mir das Wort nicht auf der Zunge - du, Herr, kennst es bereits. Du umschließt mich von allen Seiten und legst deine Hand auf mich. - (R)

Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen, zu hoch, ich kann es nicht begreifen. Wohin könnte ich fliehen vor deinem Geist, wohin mich vor deinem Angesicht flüchten? - R

Dómine, scrutátus es et cognovísti me.

R Herr, du hast mich erforscht, und du kennst mich. – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Hebr 4, 12

Allelúia. Vivus est sermo Dei, et éfficax, et discrétor cogitatiónum et intentiónum cordis. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Lebendig ist das Wort Gottes und kraftvoll. Es richtet über die Regungen und Gedanken der Herzen. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mt 23, 23-26

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz außer acht: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue. Man muss das eine tun, ohne das andere zu lassen. Blinde Führer seid ihr: Ihr siebt Mücken aus und verschluckt Kamele. Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr haltet Becher und Schüsseln außen sauber, innen aber sind sie voll von dem, was ihr in eurer Maßlosigkeit zusammengeraubt habt. Du blinder Pharisäer! Mach den Becher zuerst innen sauber, dann ist er auch außen rein.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Hóstias, Dómine, tuæ plebis inténde, et, quas in honóre beátæ Mónicæ devóta mente célebrat, profícere sibi séntiat ad salútem. Per Christum.

Allmächtiger Gott, sieh gnädig auf die Gaben, die dein Volk zu Ehren der heiligen Monika darbringt, und schenke uns in diesem Opfer Segen und Heil. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VON DEN HEILIGEN I

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: Qui in Sanctórum concílio celebráris, et eórum coronándo mérita tua dona corónas. Qui nobis eórum conversatióne largíris exémplum, et communióne consórtium, et intercessióne subsídium; ut, tantis téstibus confirmáti, ad propósitum certámen currámus invícti et immarcescíbilem cum eis corónam glóriæ consequámur, per Christum Dóminum nostrum. Et ídeo cum Angelis et Archángelis, cumque multíplici congregatióne Sanctórum, hymnum laudis tibi cánimus, sine fine dicéntes: Sanctus…

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger ewiger Gott, immer und überall zu danken. Die Schar der Heiligen verkündet deine Größe, denn in der Krönung ihrer Verdienste krönst du das Werk deiner Gnade. Du schenkst uns in ihrem Leben ein Vorbild, auf ihre Fürsprache gewährst du uns Hilfe und gibst uns in ihrer Gemeinschaft das verheißene Erbe. Ihr Zeugnis verleiht uns die Kraft, im Kampf gegen das Böse zu siegen und mit ihnen die Krone der Herrlichkeit zu empfangen durch unseren Herrn Jesus Christus. Darum preisen wir dich mit allen Engeln und Heiligen und singen vereint mit ihnen das Lob deiner Herrlichkeit: Heilig...

 

Oder: Präfation von den Heiligen II

 

HochgebetErstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Mt 12, 50

Quicúmque fécerit voluntátem Patris mei, qui in cælis est, ipse meus frater et soror et mater est, dicit Dóminus.

So spricht der Herr: Wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

 

SCHLUSSGEBET

Repléti sumus, Dómine, munéribus tuis, quæ in celebritáte beátæ Mónicæ percépimus; tríbue, quæsumus, ut eórum et mundémur efféctu, et muniámur auxílio. Per Christum.

Barmherziger Gott, am Festtag der heiligen Monika haben wir deine Gabe empfangen. Tilge unsere Schuld durch die Kraft dieser Speise und stärke uns durch deine Hilfe, darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

27. August Hl. Monika

 

Eigene Lesungen

 

LESUNG Sir 26, 1-4.13-16 (1-4.16-21)

Lesung aus dem Buch Jesus Sirach

Eine gute Frau - wohl ihrem Mann! Die Zahl seiner Jahre verdoppelt sich. Eine tüchtige Frau pflegt ihren Mann; so vollendet er seine Jahre in Frieden. Eine gute Frau ist ein guter Besitz; er wird dem zuteil, der Gott fürchtet; ob reich, ob arm, sein Herz ist guter Dinge, sein Gesicht jederzeit heiter.

Die Anmut der Frau entzückt ihren Mann, ihre Klugheit erfrischt seine Glieder. Eine Gottesgabe ist eine schweigsame Frau, unbezahlbar ist eine Frau mit guter Erziehung. Anmut über Anmut ist eine schamhafte Frau; kein Preis wiegt eine auf, die sich selbst beherrscht. Wie die Sonne aufstrahlt in den höchsten Höhen, so die Schönheit einer guten Frau als Schmuck ihres Hauses.

 

ANTWORTPSALM Ps 131 (130), 1.2-3

Custódi ánimam meam in pace apud te, Dómine.

R Herr, bewahre meine Seele in deinem Frieden! - R (GL 755, 1)

Herr, mein Herz ist nicht stolz, nicht hochmütig blicken meine Augen. Ich gehe nicht um mit Dingen, die mir zu wunderbar und zu hoch sind. - (R)

Ich ließ meine Seele ruhig werden und still; wie ein kleines Kind bei der Mutter ist meine Seele still in mir. Israel, harre auf den Herrn von nun an bis in Ewigkeit! - R

Custódi ánimam meam in pace apud te, Dómine.

R Herr, bewahre meine Seele in deinem Frieden! – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Joh 8, 12

Allelúia. Ego sum lux mundi, dicit Dóminus; qui séquitur me, habébit lucem vitæ. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. (So spricht der Herr:) Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, hat das Licht des Lebens. Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 7, 11-17

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

Einige Zeit später ging er in eine Stadt namens Naïn; seine Jünger und eine große Menschenmenge folgten ihm. Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. Es war der einzige Sohn seiner Mutter, einer Witwe. Und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie. Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht! Dann ging er zu der Bahre hin und fasste sie an. Die Träger blieben stehen, und er sagte: Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf! Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen, und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück. Alle wurden von Furcht ergriffen; sie priesen Gott und sagten: Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen. Und die Kunde davon verbreitete sich überall in Judäa und im ganzen Gebiet ringsum.