21.8. HL. PIUS X.

Commune für Päpste 1 (858-MB II 915) und eigene Texte (743-MB II 755); Lesungen vom Mittwoch der 20. Woche im Jahreskreis (I)

 

ERÖFFNUNGSVERS (Co)

Elégit eum Dóminus síbi in sacerdótem magnum, et apériens thesáurum suum abundáre eum fecit ómnibus bonis.

Der Herr bestellte ihn zum Hohenpriester. Er erschloss ihm seinen Reichtum und überhäufte ihn mit Gnaden.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET (P)

Deus, qui, ad tuéndam cathólicam fidem et univérsa in Christo instauránda, beátum Pium papam cælésti sapiéntia et apostólica fortitúdine replevísti, concéde propítius, ut, eius institúta et exémpla sectántes, præmia consequámur ætérna. Per Dóminum.

Herr, unser Gott, du hast dem heiligen Papst Pius dem Zehnten wahre Frömmigkeit und apostolischen Eifer geschenkt, um den Glauben der Kirche zu schützen und alles in Christus zu erneuern. Hilf uns, seiner Weisung und seinem Beispiel zu folgen und so den ewigen Lohn zu erlangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Mittwoch der 20. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG Ri 9, 6-15

Lesung aus dem Buch der Richter

In jenen Tagen versammelten sich alle Bürger von Sichem und Bet-Millo, zogen zu der Eiche, die bei Sichem steht, und machten Abimelech zum König. Als man das Jotam meldete, stellte er sich auf den Gipfel des Berges Garizim und rief ihnen mit erhobener Stimme zu: Hört auf mich, ihr Bürger von Sichem, damit Gott auf euch hört. Einst machten sich die Bäume auf, um sich einen König zu salben, und sie sagten zum Ölbaum: Sei du unser König! Der Ölbaum sagte zu ihnen: Soll ich mein Fett aufgeben, mit dem man Götter und Menschen ehrt, und hingehen, um über den anderen Bäumen zu schwanken? Da sagten die Bäume zum Feigenbaum: Komm, sei du unser König! Der Feigenbaum sagte zu ihnen: Soll ich meine Süßigkeit aufgeben und meine guten Früchte und hingehen, um über den anderen Bäumen zu schwanken? Da sagten die Bäume zum Weinstock: Komm, sei du unser König! Der Weinstock sagte zu ihnen: Soll ich meinen Most aufgeben, der Götter und Menschen erfreut, und hingehen, um über den anderen Bäumen zu schwanken? Da sagten alle Bäume zum Dornenstrauch: Komm, sei du unser König! Der Dornenstrauch sagte zu den Bäumen: Wollt ihr mich wirklich zu eurem König salben? Kommt, findet Schutz in meinem Schatten! Wenn aber nicht, dann soll vom Dornenstrauch Feuer ausgehen und die Zedern des Libanon fressen.

 

ANTWORTPSALM Ps 21 (20), 2-3.4-5.6-7 (R: 2a)

Dómine, in virtúte tua lætábitur rex.

R An deiner Macht, o Herr, freut sich der König. - R

An deiner Macht, Herr, freut sich der König; über deine Hilfe, wie jubelt er laut! Du hast ihm den Wunsch seines Herzens erfüllt, ihm nicht versagt, was seine Lippen begehrten. - (R)

Du kamst ihm entgegen mit Segen und Glück, du kröntest ihn mit einer goldenen Krone. Leben erbat er von dir, du gabst es ihm, viele Tage, für immer und ewig. - (R)

Groß ist sein Ruhm durch deine Hilfe du hast ihn bekleidet mit Hoheit und Pracht. Du machst ihn zum Segen für immer; wenn du ihn anblickst, schenkst du ihm große Freude. - R

Dómine, in virtúte tua lætábitur rex.

R An deiner Macht, o Herr, freut sich der König. - R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Hebr 4, 12

Allelúia. Vivus est sermo Dei, et éfficax, et discrétor cogitatiónum et intentiónum cordis. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Lebendig ist das Wort Gottes und kraftvoll. Es richtet über die Regungen und Gedanken der Herzen. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mt 20, 1-16a

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen sein Haus verließ, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg. Um die dritte Stunde ging er wieder auf den Markt und sah andere dastehen, die keine Arbeit hatten. Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist. Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder auf den Markt und machte es ebenso. Als er um die elfte Stunde noch einmal hinging, traf er wieder einige, die dort herumstanden. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum? Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter, und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den Letzten, bis hin zu den Ersten. Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar. Als dann die Ersten an der Reihe waren, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten nur einen Denar. Da begannen sie, über den Gutsherrn zu murren, und sagten: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt; wir aber haben den ganzen Tag über die Last der Arbeit und die Hitze ertragen. Da erwiderte er einem von ihnen: Mein Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart? Nimm dein Geld und geh! Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir. Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich (zu anderen) gütig bin? So werden die Letzten die Ersten sein.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET (P)

Oblatiónibus nostris, Dómine, benígne suscéptis, da, quæsumus, ut hæc divína mystéria, beáti Pii papæ mónita secúti, sincéris tractémus obséquiis, et fidéli mente sumámus. Per Christum.

Herr, nimm unsere Gaben an und lass uns nach den Weisungen des heiligen Papstes Pius die göttlichen Geheimnisse würdig feiern und mit gläubigem Herzen empfangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VON DEN HIRTEN DER KIRCHE

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: per Christum Dóminum nostrum. Quia sic tríbuis Ecclésiam tuam sancti Pii papæ festivitáte gaudére, ut eam exémplo piæ conversatiónis corróbores, verbo prædicatiónis erúdias, gratáque tibi supplicatióne tueáris. Et ídeo, cum Angelórum atque Sanctórum turba, hymnum laudis tibi cánimus, sine fine dicéntes:

In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Vater im Himmel, zu danken und am Fest des heiligen Papstes Pius deine Größe zu rühmen. Sein Leben aus dem Glauben ist uns ein Vorbild, die Botschaft seiner Predigt belehrt uns, seine Fürbitte erwirkt uns Schutz und Hilfe durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit.

 

Oder: Präfation für Heiligen

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Joh 10, 11 (Co)

Pastor bonus ánimam suam pósuit pro óvibus suis.

Der gute Hirt gibt sein Leben für die Schafe.

 

SCHLUSSGEBET (P)

Memóriam beáti Pii papæ celebrántes, quæsumus, Dómine Deus noster, ut, virtúte mensæ cæléstis, constántes efficiámur in fide, et in tua simus caritáte concórdes. Per Christum.

Herr, unser Gott, höre auf die Fürsprache des heiligen Papstes Pius, dessen Gedenktag wir feiern. Er hat deine Gläubigen eindringlich zum heiligen Mahl eingeladen; festige uns durch die Kraft dieser Speise im Glauben und einige uns in der Liebe. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Eigene Lesungen

LESUNG 1 Thess 2, 2b-8

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher

dennoch haben wir im Vertrauen auf unseren Gott das Evangelium Gottes trotz harter Kämpfe freimütig und furchtlos bei euch verkündet. Denn wir predigen nicht, um euch irrezuführen, in schmutziger Weise auszunutzen oder zu betrügen, sondern wir tun es, weil Gott uns geprüft und uns das Evangelium anvertraut hat, nicht also um den Menschen, sondern um Gott zu gefallen, der unsere Herzen prüft. Nie haben wir mit unseren Worten zu schmeicheln versucht, das wisst ihr, und nie haben wir aus versteckter Habgier gehandelt, dafür ist Gott Zeuge. Wir haben auch keine Ehre bei den Menschen gesucht, weder bei euch noch bei anderen, obwohl wir als Apostel Christi unser Ansehen hätten geltend machen können. Im Gegenteil, wir sind euch freundlich begegnet: Wie eine Mutter für ihre Kinder sorgt, so waren wir euch zugetan und wollten euch nicht nur am Evangelium Gottes teilhaben lassen, sondern auch an unserem eigenen Leben; denn ihr wart uns sehr lieb geworden.

 

ANTWORTPSALM Ps 89 (88), 2-3.20a u. 4-5.21-22.25 u. 27 (R: 2a)

Misericórdias tuas, Dómine, in ætérnum cantábo.

R Von den Taten deiner Huld, o Herr, will ich ewig singen. - R (GL 496)

Von den Taten deiner Huld Herr, will ich ewig singen, bis zum fernsten Geschlecht laut deine Treue verkünden. Denn ich bekenne: Deine Huld besteht für immer und ewig; deine Treue steht fest im Himmel. - (R)

Einst hast du in einer Vision zu deinen Frommen gesprochen: „Ich habe einen Bund geschlossen mit meinem Erwählten und David, meinem Knecht, geschworen: Deinem Haus gebe ich auf ewig Bestand, und von Geschlecht zu Geschlecht richte ich deinen Thron auf. - (R)

Ich habe David, meinen Knecht, gefunden und ihn mit meinem heiligen Öl gesalbt. Beständig wird meine Hand ihn halten und mein Arm ihn stärken. - (R)

Meine Treue und meine Huld begleiten ihn und in meinem Namen erhebt er sein Haupt. Er wird zu mir rufen: Mein Vater bist du, mein Gott, der Fels meines Heiles.“ - R

Misericórdias tuas, Dómine, in ætérnum cantábo.

R Von den Taten deiner Huld, o Herr, will ich ewig singen. - R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: Joh 10, 14

Allelúia. Ego sum pastor bonus, dicit Dóminus; et cognósco oves meas, et cognóscunt me meæ. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. (So spricht der Herr:) Ich bin der gute Hirt. Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich. Halleluja.

 

EVANGELIUM Joh 21, 1.15-17

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

Danach offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise. Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Lämmer! Zum zweiten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! Zum dritten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: Hast du mich lieb? Er gab ihm zu Antwort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich lieb habe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe!