6.8. VERKLÄRUNG DES HERRN

Eigene Messformulare (726-MB II 737) und Lesungen

 

ERÖFFNUNGSVERS Cf. Mt 17, 5

In splendénti nube Spíritus Sanctus visus est, patérna vox audíta est: Hic est Fílius meus diléctus, in quo mihi bene complácui: ipsum audíte.

Aus einer leuchtenden Wolke kam die Stimme des Vaters: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe: auf ihn sollt ihr hören.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Deus, qui fídei sacraménta in Unigéniti tui gloriósa Transfiguratióne patrum testimónio roborásti, et adoptiónem filiórum perféctam mirabíliter præsignásti, concéde nobis fámulis tuis, ut, ipsíus dilécti Fílii tui vocem audiéntes, eiúsdem coherédes éffici mereámur. Qui tecum.

Allmächtiger Gott, bei der Verklärung deines eingeborenen Sohnes hast du durch das Zeugnis der Väter die Geheimnisse unseres Glaubens bekräftigt. Du hast uns gezeigt, was wir erhoffen dürfen, wenn unsere Annahme an Kindes statt sich einmal vollendet. Hilf uns, auf das Wort deines Sohnes zu hören, damit wir Anteil erhalten an seiner Herrlichkeit. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

ERSTE LESUNG Dan 7, 9-10.13-14

Lesung aus dem Buch Daniel

Ich, Daniel, sah in einer nächtlichen Vision: Throne wurden aufgestellt, und ein Hochbetagter nahm Platz. Sein Gewand war weiß wie Schnee, sein Haar wie reine Wolle. Feuerflammen waren sein Thron, und dessen Räder waren loderndes Feuer. Ein Strom von Feuer ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm, zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht nahm Platz, und es wurden Bücher aufgeschlagen.

Immer noch hatte ich die nächtlichen Visionen: Da kam mit den Wolken des Himmels einer wie ein Menschensohn. Er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn geführt. Ihm wurden Herrschaft, Würde und Königtum gegeben. Alle Völker, Nationen und Sprachen müssen ihm dienen. Seine Herrschaft ist eine ewige, unvergängliche Herrschaft. Sein Reich geht niemals unter.

 

ANTWORTPSALM

Dóminus regnávit, altíssimus super omnem terram.

R Der Herr ist König, er ist der Höchste über der ganzen Erde. - (R)

Der Herr ist König. Die Erde frohlocke. Freuen sollen sich die vielen Inseln. Rings um ihn her sind Wolken und Dunkel, Gerechtigkeit und Recht sind die Stützen seines Throns. - (R)

Berge schmelzen wie Wachs vor dem Herrn, vor dem Antlitz des Herrschers aller Welt. Seine Gerechtigkeit verkünden die Himmel, seine Herrlichkeit schauen alle Völker. - (R)

Zion hört es und freut sich, Judas Töchter jubeln, Herr, über deine Gerichte. Denn du, Herr, bist der Höchste über der ganzen Erde, hoch erhaben über alle Götter. - (R)

Dóminus regnávit, altíssimus super omnem terram.

R Der Herr ist König, er ist der Höchste über der ganzen Erde. - (R)

 

ZWEITE LESUNG 2 Petr 1, 16-19

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Petrus

Brüder! Wir sind nicht irgendwelchen klug ausgedachten Geschichten gefolgt, als wir euch die machtvolle Ankunft Jesu Christi, unseres Herrn, verkündeten, sondern wir waren Augenzeugen seiner Macht und Größe. Er hat von Gott, dem Vater, Ehre und Herrlichkeit empfangen; denn er hörte die Stimme der erhabenen Herrlichkeit, die zu ihm sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe. Diese Stimme, die vom Himmel kam, haben wir gehört, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren. Dadurch ist das Wort der Propheten für uns noch sicherer geworden, und ihr tut gut daran, es zu beachten; denn es ist ein Licht, das an einem finsteren Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in eurem Herzen.

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM

Allelúia. Hic est Fílius meus diléctus, in quo mihi bene complácui: ipsum audíte. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Aus der leuchtenden Wolke rief die Stimme des Vaters: Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören. Halleluja.

 

C EVANGELIUM Lk 9, 28b-36

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus beiseite und stieg mit ihnen auf einen Berg, um zu beten. Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes, und sein Gewand wurde leuchtend weiß. Und plötzlich redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elíja; sie erschienen in strahlendem Licht und sprachen von seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte. Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlafen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei Männer, die bei ihm standen. Als die beiden sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja. Er wusste aber nicht, was er sagte. Während er noch redete, kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie. Sie gerieten in die Wolke hinein und bekamen Angst. Da rief eine Stimme aus der Wolke: Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. Als aber die Stimme erklang, war Jesus wieder allein. Die Jünger schwiegen jedoch über das, was sie gesehen hatten, und erzählten in jenen Tagen niemand davon.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Obláta múnera, quæsumus, Dómine, gloriósa Unigéniti tui Transfiguratióne sanctífica, nosque a peccatórum máculis, splendóribus ipsíus illustratiónis, emúnda. Per Christum.

Gott, unser Vater, sende über uns und diese Gaben das Licht deiner Herrlichkeit, das in deinem Sohn aufgestrahlt ist. Es vertreibe das Dunkel der Sünde und mache uns zu Kindern des Lichtes. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: per Christum Dóminum nostrum. Qui coram eléctis téstibus suam glóriam revelávit, et commúnem illam cum céteris córporis formam máximo splendóre perfúdit, ut de córdibus discipulórum crucis scándalum tollerétur, et in totíus Ecclésiæ córpore declaráret impléndum quod eius mirabíliter præfúlsit in cápite. Et ídeo cum cælórum Virtútibus in terris te iúgiter celebrámus, maiestáti tuæ sine fine clamántes:

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken durch unseren Herrn Jesus Christus. Denn er enthüllte auf dem Berg der Verklärung seine verborgene Herrlichkeit, er ließ vor auserwählten Zeugen seinen sterblichen Leib im Lichtglanz erstrahlen und gab den Jüngern die Kraft, das Ärgernis des Kreuzes zu tragen. So schenkte er der ganzen Kirche die Hoffnung, vereint mit ihrem Haupt die ewige Verklärung zu empfangen. Darum preisen wir deine Größe und vereinen uns mit den Chören der Engel zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig...

 

HochgebetErstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Cf. 1 Io 3, 2

Cum Christus apparúerit, símiles ei érimus quóniam vidébimus sícuti est.

Wenn der Herr offenbar wird, werden wir ihm ähnlich sein, denn wir werden ihn sehen, wie er ist.

 

SCHLUSSGEBET

Cæléstia, quæsumus, Dómine, aliménta quæ súmpsimus in eius nos transfórment imáginem, cuius claritátem gloriósa Transfiguratióne manifestáre voluísti. Qui vivit et regnat in sæcula sæculórum.

Herr, unser Gott, in der Verklärung deines Sohnes wurde der Glanz seiner Gottheit offenbar. Lass uns durch den Empfang der himmlischen Speise seinem verherrlichten Leib gleichgestaltet werden. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.