22.3. FREITAG DER 2. FASTENWOCHE

Messe (177-MB II 102) und Lesungen vom Tag

 

ERÖFFNUNGSVERS Cf. Ps 30, 2. 5

In te, Dómine, sperávi, non confúndar in ætérnum; edúces me de láqueo quem abscondérunt mihi, quóniam tu es protéctor meus.

Herr, ich suche Zuflucht bei dir. Lass mich doch niemals scheitern. Du wirst mich befreien aus dem Netz, das sie mir heimlich legten; denn du bist meine Zuflucht.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Da, quæsumus, omnípotens Deus, ut, sacro nos purificánte pæniténtiæ stúdio, sincéris méntibus ad sancta ventúra fácias perveníre. Per Dóminum.

Allmächtiger Gott, reinige uns in diesen Tagen, in denen wir für unsere Sünden Buße tun, damit wir mit lauterem Herzen das Osterfest erwarten. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

LESUNG Gen 37, 3-4.12-13a.17b-28

Lesung aus dem Buch Génesis.

Israel liebte Josef unter allen seinen Söhnen am meisten, weil er ihm noch in hohem Alter geboren worden war. Er ließ ihm einen Ärmelrock machen. Als seine Brüder sahen, dass ihr Vater ihn mehr liebte als alle seine Brüder, hassten sie ihn und konnten mit ihm kein gutes Wort mehr reden.

Als seine Brüder fortgezogen waren, um das Vieh ihres Vaters bei Sichem zu weiden, sagte Israel zu Josef: Deine Brüder weiden bei Sichem das Vieh. Geh, ich will dich zu ihnen schicken.

Da ging Josef seinen Brüdern nach und fand sie in Dotan. Sie sahen ihn von weitem. Bevor er jedoch nahe an sie herangekommen war, fassten sie den Plan, ihn umzubringen. Sie sagten zueinander: Dort kommt ja dieser Träumer. Jetzt aber auf, erschlagen wir ihn, und werfen wir ihn in eine der Zisternen. Sagen wir, ein wildes Tier habe ihn gefressen. Dann werden wir ja sehen, was aus seinen Träumen wird. Ruben hörte das und wollte ihn aus ihrer Hand retten. Er sagte: Begehen wir doch keinen Mord. Und Ruben sagte zu ihnen: Vergießt kein Blut! Werft ihn in die Zisterne da in der Steppe, aber legt nicht Hand an ihn! Er wollte ihn nämlich aus ihrer Hand retten und zu seinem Vater zurückbringen. Als Josef bei seinen Brüdern angekommen war, zogen sie ihm sein Gewand aus, den Ärmelrock, den er anhatte, packten ihn und warfen ihn in die Zisterne. Die Zisterne war leer; es war kein Wasser darin. Als sie dann beim Essen saßen und aufblickten, sahen sie, dass gerade eine Karawane von Ismaelitern aus Gilead kam. Ihre Kamele waren mit Tragakant, Mastix und Ladanum beladen. Sie waren unterwegs nach Ägypten. Da schlug Juda seinen Brüdern vor: Was haben wir davon, wenn wir unseren Bruder erschlagen und sein Blut zudecken? Kommt, verkaufen wir ihn den Ismaelitern. Wir wollen aber nicht Hand an ihn legen, denn er ist doch unser Bruder und unser Verwandter. Seine Brüder waren einverstanden. Midianitische Kaufleute kamen vorbei. Da zogen sie Josef aus der Zisterne heraus und verkauften ihn für zwanzig Silberstücke an die Ismaeliter. Diese brachten Josef nach Ägypten.

 

ANTWORTPSALM

Mementóte mirabílium quæ fecit Dóminus.

R Gedenkt der Wunder, die der Herr getan! – R

Er rief den Hunger ins Land, entzog ihnen allen Vorrat an Brot. Doch hatte er ihnen einen Mann vorausgesandt: Josef wurde als Sklave verkauft. - (R)

Man spannte seine Füße in Fesseln und zwängte seinen Hals in Eisen bis zu der Zeit, als sein Wort sich erfüllte und der Spruch des Herrn ihm Recht gab. - (R)

Da sandte der König einen Boten und ließ ihn frei, der Herrscher der Völker ließ ihn heraus. Er bestellte ihn zum Herrn über sein Haus, zum Gebieter über seinen ganzen Besitz. - R

Mementóte mirabílium quæ fecit Dóminus.

R Gedenkt der Wunder, die der Herr getan! – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Joh 3, 16a.15

Sic enim diléxit Deus mundum, ut Fílium suum unigénitum daret; omnis qui credit in eum habet vitam ætérnam.

Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir! – R So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat. Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!

 

EVANGELIUM Mt 21, 33-43.45-46

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes: Hört noch ein anderes Gleichnis: Es war ein Gutsbesitzer, der legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land. Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seinen Anteil an den Früchten holen zu lassen. Die Winzer aber packten seine Knechte; den einen prügelten sie, den andern brachten sie um, einen dritten steinigten sie. Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erste Mal; mit ihnen machten sie es genauso. Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen; denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben. Als die Winzer den Sohn sahen, sagten sie zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn töten, damit wir seinen Besitz erben. Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um. Wenn nun der Besitzer des Weinbergs kommt: Was wird er mit solchen Winzern tun? Sie sagten zu ihm: Er wird diesen bösen Menschen ein böses Ende bereiten und den Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist. Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder? Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die erwarteten Früchte bringt. Als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, merkten sie, dass er von ihnen sprach. Sie hätten ihn gern verhaften lassen; aber sie fürchteten sich vor den Leuten, weil alle ihn für einen Propheten hielten.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Miserátio tua, Deus, ad hæc peragénda mystéria, fámulos tuos, quæsumus, et prævéniat competénter, et devóta conversatióne perdúcat. Per Christum.

Herr, unser Gott, komm uns mit deiner Gnade zuvor und hilf uns, nach deinem Willen zu leben, damit wir dieses heilige Opfer würdig feiern. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION FÜR DIE FASTENZEIT IV

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: Qui corporáli ieiúnio vítia cómprimis, mentem élevas, virtútem largíris et præmia: per Christum Dóminum nostrum. Per quem maiestátem tuam laudant Angeli, adórant Dominatiónes, tremunt Potestátes. Cæli cælorúmque Virtútes, ac beáta Séraphim, sócia exsultatióne concélebrant. Cum quibus et nostras voces ut admítti iúbeas, deprecámur, súpplici confessióne dicéntes: Sanctus…

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken. Durch das Fasten des Leibes hältst du die Sünde nieder, erhebst du den Geist, gibst du uns die Kraft und den Sieg durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn preisen wir dein Erbarmen und singen mit den Chören der Engel das Lob deiner Herrlichkeit: Heilig...

 

Oder: Präfation für die Fastenzeit

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS 1 Io 4, 10

Diléxit nos Deus, et misit Fílium suum propitiatiónem pro peccátis nostris.

Gott hat uns geliebt und seinen Sohn gesandt als Sühne für unsere Sünden.

 

SCHLUSSGEBET

Accépto, Dómine, pígnore salútis ætérnæ, fac nos, quæsumus, sic téndere congruénter, ut ad eam perveníre possímus. Per Christum.

Herr, unser Gott, die heilige Speise, die wir empfangen haben, ist uns ein Unterpfand des ewigen Heils. Gib, dass wir mit ganzer Bereitschaft nach diesem Heil streben, damit wir es einst in seiner Fülle empfangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Oratio super populum (ad libitum adhibenda)

Implorántes, Dómine, misericórdiam tuam, fidéles tuos propítius intuére, ut, qui de tua pietáte confídunt, tuæ caritátis dona ubíque diffúndere váleant. Per Christum.