21.3. DONNERSTAG DER 2. FASTENWOCHE

Messe (176-MB II 101) und Lesungen vom Tag

 

ERÖFFNUNGSVERS Cf. Ps 138, 23-24

Proba me, Deus, et cognósce sémitas meas; vide si via iniquitátis in me est, et deduc me in via ætérna.

Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne mein Denken. Sieh her, ob ich auf einem Weg bin, der dich kränkt, und leite mich auf dem Weg, der zum ewigen Leben führt.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Deus, innocéntiæ restitútor et amátor, dírige ad te tuórum corda servórum, ut, Spíritus tui fervóre concépto, et in fide inveniántur stábiles, et in ópere efficáces. Per Dóminum.

Heiliger Gott, du liebst die Unschuld und schenkst sie dem Sünder zurück, der reumütig zu dir heimkehrt. Wende unser Herz zu dir und schenke uns neuen Eifer im Heiligen Geist, damit wir im Glauben standhaft bleiben und stets bereit sind, das Gute zu tun. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

LESUNG Jer 17, 5-10

Lesung aus dem Buch Jeremía

So spricht der Herr: Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut, auf schwaches Fleisch sich stützt, und dessen Herz sich abwendet vom Herrn. Er ist wie ein kahler Strauch in der Steppe, der nie einen Regen kommen sieht; er bleibt auf dürrem Wüstenboden, im salzigen Land, wo niemand wohnt. Gesegnet der Mann, der auf den Herrn sich verlässt und dessen Hoffnung der Herr ist. Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt: Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt; seine Blätter bleiben grün; auch in einem trockenen Jahr ist er ohne Sorge, unablässig bringt er seine Früchte. Arglistig ohnegleichen ist das Herz und unverbesserlich. Wer kann es ergründen? Ich, der Herr, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, um jedem zu vergelten, wie es sein Verhalten verdient, entsprechend der Frucht seiner Taten.

 

ANTWORTPSALM

Beátus vir qui pósuit Dóminum spem suam.

R Gesegnet, wer auf den Herrn sich verlässt. – R

Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt, nicht auf dem Weg der Sünde geht, nicht im Kreis der Spötter sitzt, sondern Freude hat an der Weisung des Herrn, über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht. - (R)

Er ist wie ein Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist, der zur rechten Zeit seine Frucht bringt und dessen Blätter nicht welken. Alles, was er tut wird ihm gut gelingen. - (R)

Nicht so die Frevler: Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht. Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten, der Weg der Frevler aber führt in den Abgrund. - R

Beátus vir qui pósuit Dóminum spem suam.

R Gesegnet, wer auf den Herrn sich verlässt. – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Lk 8, 15

Beáti qui in corde bono et óptimo verbum Dei rétinent, et fructum áfferunt in patiéntia.

Lob dir, Christus, König und Erlöser! – R Selig, die das Wort mit aufrichtigem Herzen hören und Frucht bringen in Geduld. Lob dir, Christus, König und Erlöser!

 

EVANGELIUM Lk 16, 19-31

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

In jener Zeit sprach Jesus: Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag für Tag herrlich und in Freuden lebte. Vor der Tür des Reichen aber lag ein armer Mann namens Lázarus, dessen Leib voller Geschwüre war. Er hätte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen herunterfiel. Stattdessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren. Als nun der Arme starb, wurde er von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben. In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von weitem Abraham, und Lázarus in seinem Schoß. Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir, und schick Lázarus zu mir; er soll wenigstens die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge kühlen, denn ich leide große Qual in diesem Feuer. Abraham erwiderte: Mein Kind, denk daran, dass du schon zu Lebzeiten deinen Anteil am Guten erhalten hast, Lázarus aber nur Schlechtes. Jetzt wird er dafür getröstet, du aber musst leiden. Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund, so dass niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte. Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines Vaters! Denn ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen. Abraham aber sagte: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie hören. Er erwiderte: Nein, Vater Abraham, nur wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren. Darauf sagte Abraham: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Præsénti sacrifício, quæsumus, Dómine, observántiam nostram sanctífica, ut, quod quadragesimális exercitátio profitétur extérius, intérius operétur efféctu. Per Christum.

Herr, unser Gott, im heiligen Opfer, das wir feiern, nimm auch unsere Mühen an, damit der äußere Verzicht, den wir in diesen vierzig Tagen auf uns nehmen, uns durch deine Gnade innerlich erneuere. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION FÜR DIE FASTENZEIT III

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: Qui nos per abstinéntiam tibi grátias reférre voluísti, ut ipsa et nos peccatóres ab insoléntia mitigáret, et, egéntium profíciens aliménto, imitatóres tuæ benignitátis effíceret. Et ídeo, cum innúmeris Angelis, una te magnificámus laudis voce dicéntes: Sanctus...

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und dich in dieser Zeit der Buße durch Entsagung zu ehren. Die Entsagung mindert in uns die Selbstsucht und öffnet unser Herz für die Armen. Denn deine Barmherzigkeit drängt uns, das Brot mit ihnen zu teilen in der Liebe deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus. Durch ihn preisen wir deine Größe und singen mit den Chören der Engel das Lob deiner Herrlichkeit: Heilig...

 

Oder: Präfation für die Fastenzeit

 

HochgebetErstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Ps 118, 1

Beáti immaculáti in via, qui ámbulant in lege Dómini.

Selig, deren Weg ohne Tadel ist, die leben nach der Weisung des Herrn.

 

SCHLUSSGEBET

Hæc in nobis sacrifícia, Deus, et actióne permáneant, et operatióne firméntur. Per Christum.

Herr, unser Gott, das heilige Opfer, das wir gefeiert haben, bleibe in uns wirksam und bestimme unser ganzes Leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Oratio super populum (ad libitum adhibenda)

Cleméntiam tuam implorámus, Dómine, in misericórdia tua confidéntes, ut, sicut nos ex te habémus esse quod sumus, sic per grátiam tuam et bene velle sumámuset bonum posse quod vólumus. Per Christum.