23.2. HL. POLYKARP

Commune für Märtyrer 7 (848-MB II 906); Lesungen vom Samstag der 6. Woche im Jahreskreis (I)

Oder: Messe vom Tag

 

ERÖFFNUNGSVERS

Hic est vere martyr, qui pro Christi nómine sánguinem suum fudit, qui minas iúdicum non tímuit, sed ad cæléstia regna pervénit.

Dieser Märtyrer hat für Christus sein Blut vergossen. Er hat sich nicht gefürchtet vor den Drohungen der Richter. Dann durfte er eingehen in die Herrlichkeit des Herrn.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Deus univérsæ creatúræ, qui beátum Polycárpum epíscopum in númerum mártyrum dignátus es aggregáre, eius nobis intercessióne concéde, ut, cum illo partem cálicis Christi capiéntes, per Spíritum Sanctumin vitam resurgámus ætérnam. Per Dóminum.

Gott, du Herr der ganzen Schöpfung, du hast den heiligen Bischof Polykarp zum standhaften Bekenntnis des Glaubens gestärkt und in die Schar deiner Märtyrer aufgenommen. Gib auch uns deine Kraft, wenn wir am Kelch des Leidens Christi teilhaben, damit wir auferstehen zum ewigen Leben. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Samstag der 6. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG Hebr 11, 1-7

Lesung aus dem Hebräerbrief

Brüder! Glaube aber ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht. Aufgrund dieses Glaubens haben die Alten ein ruhmvolles Zeugnis erhalten. Aufgrund des Glaubens erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort erschaffen worden und dass so aus Unsichtbarem das Sichtbare entstanden ist. Aufgrund des Glaubens brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain; durch diesen Glauben erhielt er das Zeugnis, dass er gerecht war, da Gott es bei seinen Opfergaben bezeugte, und durch den Glauben redet Abel noch, obwohl er tot ist. Aufgrund des Glaubens wurde Henoch entrückt und musste nicht sterben; er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; vor der Entrückung erhielt er das Zeugnis, dass er Gott gefiel. Ohne Glauben aber ist es unmöglich, (Gott) zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird. Aufgrund des Glaubens wurde Noach das offenbart, was noch nicht sichtbar war, und er baute in frommem Gehorsam eine Arche zur Rettung seiner Familie; durch seinen Glauben sprach er der Welt das Urteil und wurde Erbe der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt.

 

ANTWORTPSALM Ps 145 (144), 2-3.4-5.10-11 (R: vgl. 2b)

Benedícam nómini tuo, Dómine, in ætérnum.

R Herr, deinen Namen will ich loben immer und ewig. – R

Ich will dich preisen Tag für Tag und deinen Namen loben immer und ewig. Groß ist der Herr und hoch zu loben, seine Größe ist unerforschlich. - (R)

Ein Geschlecht verkünde dem andern den Ruhm deiner Werke und erzähle von deinen gewaltigen Taten. Sie sollen vom herrlichen Glanz deiner Hoheit reden; ich will deine Wunder besingen. - (R)

Danken sollen dir, Herr, all deine Werke und deine Frommen dich preisen. Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden, sollen sprechen von deiner Macht. - R

Benedícam nómini tuo, Dómine, in ætérnum.

R Herr, deinen Namen will ich loben immer und ewig. – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Mt 3, 16.17; Mk 9, 7

Allelúia. Cæli apérti sunt et vox Patris intónuit: «Hic est Fílius meus caríssimus; audíte illum.» Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Der Himmel tat sich auf, und eine Stimme sprach: Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mk 9, 2-13

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeitz nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose, und sie redeten mit Jesus. Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen. Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören. Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemand mehr bei sich außer Jesus. Während sie den Berg hinabstiegen, verbot er ihnen, irgendjemand zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei. Dieses Wort beschäftigte sie, und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehen. Da fragten sie ihn: Warum sagen die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen? Er antwortete: Ja, Elija kommt zuerst und stellt alles wieder her. Aber warum heißt es dann vom Menschensohn in der Schrift, er werde viel leiden müssen und verachtet werden? Ich sage euch: Elija ist schon gekommen, doch sie haben mit ihm gemacht, was sie wollten, wie es in der Schrift steht.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Clementíssime Deus, múnera hæc tua benedictióne perfúnde et nos in fide confírma, quam beátus Polycárpus effúso sánguine asséruit. Per Christum.

Gütiger Gott, erfülle diese Gaben mit deinem Segen und mache uns treu im Glauben, den der heilige Bischof Polykarp mit seinem Blut bezeugt hat. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Oder:

Hóstias tibi, Dómine, pro commemoratióne beáti mártyris tui Polycárpi offérimus, quem a Christi córporis unitáte nulla tentátio separávit. Per Christum.

Herr, unser Gott, wir bringen diese Gaben dar am Gedenktag des heiligen Bischofs Polykarp, den weder Verfolgung noch Tod von der Einheit deiner Kirche trennen konnten. Erhalte auch uns in dieser Treue. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VON DEN MÄRTYRERN

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: Quóniam beáti mártyris Polycárpus pro confessióne nóminis tui, ad imitatiónem Christi, sanguis effúsus tua mirabília maniféstat, quibus pérficis in fragilitáte virtútem, et vires infírmas ad testimónium róboras, per Christum Dóminum nostrum. Et ídeo, cum cælórum Virtútibus, in terris te iúgiter celebrámus, maiestáti tuæ sine fine clamántes: Sanctus…

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und in den Heiligen deine Größe zu rühmen. Im Martyrium des heiligen Bischofs Polykarp offenbarst du das Wunder deiner Gnade, denn in der menschlichen Schwachheit bringst du deine göttliche Kraft zur Vollendung. Er ist Christus nachgefolgt auf dem Weg des Leidens und hat sein Blut vergossen als Zeuge des Glaubens. Darum preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig...

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Vgl. Joh 15, 5

Ego sum vitis vera et vos pálmites, dicit Dóminus; qui manet in me et ego in eo, hic fert fructum multum.

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Rebzweige. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.

Vel: Io 8, 12

Qui séquitur me, non ámbulat in ténebris, sed habébit lumen vitæ, dicit Dóminus.

 

SCHLUSSGEBET

Sacris, Dómine, recreáti mystériis, quæsumus, ut, miram beáti Polycárpi constántiam æmulántes, patiéntiæ præmium cónsequi mereámur ætérnum. Per Christum.

Herr, unser Gott, du hast uns mit den heiligen Gaben gestärkt. Gib, dass wir standhaft bleiben wie der heilige Bischof Polykarp, und mach uns bereit, Trägheit und Feigheit abzulegen, damit wir am Lohn deiner Märtyrer Anteil erlangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

23. Februar Hl. Polykarp Bischof, Märtyrer

 

Eigene Lesungen

LESUNG Offb 2, 8-11

Lesung aus der Offenbarung des Johannes

An den Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: So spricht Er, der Erste und der Letzte, der tot war und wieder lebendig wurde: Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut; und doch bist du reich. Und ich weiß, dass du von solchen geschmäht wirst, die sich als Juden ausgeben; sie sind es aber nicht, sondern sind eine Synagoge des Satans. Fürchte dich nicht vor dem, was du noch erleiden musst. Der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, um euch auf die Probe zu stellen, und ihr werdet in Bedrängnis sein, zehn Tage lang. Sei treu bis in den Tod; dann werde ich dir den Kranz des Lebens geben. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer siegt, dem kann der zweite Tod nichts anhaben.

 

ANTWORTPSALM Ps 31 (30), 3b-4.6 u. 8.16-17 (R: vgl. 6a)

Im manus tuas, Dómine, comméndo spíritum meum.

R Herr, in deine Hände lege ich meinen Geist. - (R)

Sei mir ein schützender Fels, ein feste Burg, die mich rettet. Denn du bist mein Fels und meine Burg; um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten. - (R)

In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott. Ich will jubeln und über deine Huld mich freuen; denn du hast mein Elend angesehn, du bist mit meiner Not vertraut. - (R)

In deiner Hand liegt mein Geschick; entreiß mich der Hand meiner Feinde und Verfolger! Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht, hilf mir in deiner Güte! - (R)

Im manus tuas, Dómine, comméndo spíritum meum.

R Herr, in deine Hände lege ich meinen Geist. - (R)

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM

Allelúia. Te Deum laudámus, te Dóminum confitémur; te mártyrum candidátus laudat exércitus. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Dich, Gott, loben wir, dich, Herr, preisen wir. Dich preist der Märtyrer leuchtendes Heer. Halleluja.

 

EVANGELIUM Joh 15, 18-21

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt. Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten. Das alles werden sie euch um meines Namens willen antun; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.