5.2. HL. AGATHA

Commune Texte für Märtyrer 6: für einen Märtyrer außerhalb der Osterzeit (847-MB II 904); Lesungen vom Dienstag der 4. Woche im Jahreskreis (I)

Oder: Messe vom Tag

 

ERÖFFNUNGSVERS

Ista Sancta pro lege Dei sui certávit usque ad mortem, et a verbis impiórum non tímuit; fundátus enim erat supra firmam petram.

Für ihren Gott hat diese Heilige gekämpft bis zum Tod. Sie war ohne Furcht, denn sie stand auf sicherem Grund.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Indulgéntiam nobis, quæsumus, Dómine, beáta Agatha virgo et martyr implóret, quæ tibi grata semper éxstitit et virtúte martyrii et mérito castitátis. Per Dóminum.

Allmächtiger Gott, du hast die heilige Agatha zur Jungfräulichkeit um Christi willen berufen und ihr die Gnade des Martyriums geschenkt. Höre auf ihre Fürsprache und hilf uns, in aller Bedrängnis auszuharren und dir in Lauterkeit und Treue zu dienen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Dienstag der 4. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG Hebr 12, 1-4

Lesung aus dem Hebräerbrief

Brüder! Da uns eine solche Wolke von Zeugen umgibt, wollen auch wir alle Last und die Fesseln der Sünde abwerfen. Lasst uns mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der uns aufgetragen ist, und dabei auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens; er hat angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten, und sich zur Rechten von Gottes Thron gesetzt. Denkt an den, der von den Sündern solchen Widerstand gegen sich erduldet hat; dann werdet ihr nicht ermatten und den Mut nicht verlieren. Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut Widerstand geleistet,

 

ANTWORTPSALM Ps 22 (21), 26-27.28 u. 30ab. 30c-32 (R: 27b)

Laudábunt te, Dómine, qui te requírunt.

R Den Herrn sollen preisen, die ihn suchen. – R

Deine Treue preise ich in großer Gemeinde; ich erfülle meine Gelübde vor denen, die Gott fürchten. Die Armen sollen essen und sich sättigen; den Herrn sollen preisen, die ihn suchen. Aufleben soll euer Herz für immer. - (R)

Alle Enden der Erde sollen daran denken und werden umkehren zum Herrn: Vor ihm werfen sich alle Stämme der Völker nieder. Vor ihm allein sollen niederfallen die Mächtigen der Erde, vor ihm sich alle niederwerfen, die in der Erde ruhen. - (R)

Meine Seele, sie lebt für ihn; mein Stamm wird ihm dienen. Vom Herrn wird man dem künftigen Geschlecht erzählen, seine Heilstat verkündet man dem kommenden Volk; denn er hat das Werk getan. - R

Laudábunt te, Dómine, qui te requírunt.

R Den Herrn sollen preisen, die ihn suchen. – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Mt 8, 17

Allelúia. Christus infirmitátes nostras accépit, et ægrotatiónes nostras portávit. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Christus hat unsere Leiden auf sich genommen, unsere Krankheiten hat er getragen. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mk 5, 21-43

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeit fuhr Jesus im Boot wieder ans andere Ufer des Sees von Galiläa hinüber, und eine große Menschenmenge versammelte sich um ihn. Während er noch am See war, kam ein Synagogenvorsteher namens Jaïrus zu ihm. Als er Jesus sah, fiel er ihm zu Füßen und flehte ihn um Hilfe an; er sagte: Meine Tochter liegt im Sterben. Komm und leg ihr die Hände auf, damit sie wieder gesund wird und am Leben bleibt. Da ging Jesus mit ihm. Viele Menschen folgten ihm und drängten sich um ihn. Darunter war eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt. Sie war von vielen Ärzten behandelt worden und hatte dabei sehr zu leiden; ihr ganzes Vermögen hatte sie ausgegeben, aber es hatte ihr nichts genutzt, sondern ihr Zustand war immer schlimmer geworden. Sie hatte von Jesus gehört. Nun drängte sie sich in der Menge von hinten an ihn heran und berührte sein Gewand. Denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt. Sofort hörte die Blutung auf, und sie spürte deutlich, dass sie von ihrem Leiden geheilt war. Im selben Augenblick fühlte Jesus, dass eine Kraft von ihm ausströmte, und er wandte sich in dem Gedränge um und fragte: Wer hat mein Gewand berührt? Seine Jünger sagten zu ihm: Du siehst doch, wie sich die Leute um dich drängen, und da fragst du: Wer hat mich berührt? Er blickte umher, um zu sehen, wer es getan hatte. Da kam die Frau, zitternd vor Furcht, weil sie wusste, was mit ihr geschehen war; sie fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. Er aber sagte zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden! Du sollst von deinem Leiden geheilt sein. Während Jesus noch redete, kamen Leute, die zum Haus des Synagogenvorstehers gehörten, und sagten (zu Jaïrus): Deine Tochter ist gestorben. Warum bemühst du den Meister noch länger? Jesus, der diese Worte gehört hatte, sagte zu dem Synagogenvorsteher: Sei ohne Furcht; glaube nur! Und er ließ keinen mitkommen außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus. Sie gingen zum Haus des Synagogenvorstehers. Als Jesus den Lärm bemerkte und hörte, wie die Leute laut weinten und jammerten, trat er ein und sagte zu ihnen: Warum schreit und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, es schläft nur. Da lachten sie ihn aus. Er aber schickte alle hinaus und nahm außer seinen Begleitern nur die Eltern mit in den Raum, in dem das Kind lag. Er fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talita kum!, das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! Sofort stand das Mädchen auf und ging umher. Es war zwölf Jahre alt. Die Leute gerieten außer sich vor Entsetzen. Doch er schärfte ihnen ein, niemand dürfe etwas davon erfahren; dann sagte er, man solle dem Mädchen etwas zu essen geben.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Obláta múnera, quæsumus, Dómine, tua benedictióne sanctífica, quæ, te donánte, nos illa flamma tuæ dilectiónis accéndat, per quam beáta Agatha torménta sui córporis univérsa devícit. Per Christum.

Allmächtiger Gott, segne und heilige diese Gaben und schenke uns in diesem Opfer jene Liebe, durch die die heilige Agatha die Qualen des Martyriums durchgestanden und den Siegeskranz errungen hat. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VON DEN MÄRTYRERN I

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: Quóniam beátae mártyri Agatha pro confessióne nóminis tui, ad imitatiónem Christi, sanguis effúsus tua mirabília maniféstat, quibus pérficis in fragilitáte virtútem, et vires infírmas ad testimónium róboras, per Christum Dóminum nostrum. Et ídeo, cum cælórum Virtútibus, in terris te iúgiter celebrámus, maiestáti tuæ sine fine clamántes: Sanctus…

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und in den Heiligen deine Größe zu rühmen. Im Martyrium der heiligen Agatha offenbarst du das Wunder deiner Gnade, denn in der menschlichen Schwachheit bringst du deine göttliche Kraft zur Vollendung. Sie ist Christus nachgefolgt auf dem Weg des Leidens und hat ihr Blut vergossen als Zeuge des Glaubens. Darum preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig...

 

Oder Präfation von den Märtyrern II

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Mt 16, 24

Qui vult veníre post me, ábneget semetípsum, et tollat crucem suam, et sequátur me, dicit Dóminus.

Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich; so folge er mir nach.

 

SCHLUSSGEBET

Præstent nobis, quæsumus, Dómine, sacra mystéria quæ súmpsimus eam ánimi fortitúdinem, quæ beáta Agatha mártyrem tuum réddidit in tuo servítio fidélem et in passióne victórem. Per Christum.

Herr, unser Gott, stärke uns durch die empfangenen Gaben, wie du deine heilige Märtyrin Agatha gestärkt hast, damit in deinem Dienst auch unser Glaube wachse und sich im Leiden bewähre. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

5. Februar Hl. Agatha Jungfrau, Märtyrin

Eigene Lesungen

 

LESUNG 1 Kor 1, 26-31

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Seht doch auf eure Berufung, Brüder! Da sind nicht viele Weise im irdischen Sinn, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme, sondern das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen. Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten, damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott. Von ihm her seid ihr in Christus Jesus, den Gott für uns zur Weisheit gemacht hat, zur Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung. Wer sich also rühmen will, der rühme sich des Herrn; so heißt es schon in der Schrift.

 

ANTWORTPSALM Ps 31 (30), 3b-4.6 u. 8.16-17 (R: vgl. 6a)

Im manus tuas, Dómine, comméndo spíritum meum.

R Herr, in deine Hände lege ich meinen Geist. - (R)

Sei mir ein schützender Fels, eine feste Burg, die mich rettet. Denn du bist mein Fels und meine Burg; um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten. - (R)

In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott. Ich will jubeln und über deine Huld mich freuen; denn du hast mein Elend angesehn, du bist mit meiner Not vertraut. - (R)

In deiner Hand liegt mein Geschick; entreiß mich der Hand meiner Feinde und Verfolger! Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht, hilf mir in deiner Güte! - (R)

Im manus tuas, Dómine, comméndo spíritum meum.

R Herr, in deine Hände lege ich meinen Geist. - (R)

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. 1 Petr 4, 14

Allelúia. Si exprobrámini in nómine Christi, beáti, quóniam Spíritus Die super vos requiéscit. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Wenn man euch um des Namens Christi willen beschimpft, seid ihr selig zu preisen; denn der Geist Gottes ruht auf euch. Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 9, 23-26

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jenen Zeit sprach Jesus zu der Menge: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt? Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Menschensohn schämen, wenn er in seiner Hoheit kommt und in der Hoheit des Vaters und der heiligen Engel.