Bruno wurde 1030/1035 in Köln geboren, studierte in Reims und wurde später auch Leiter der dortigen Domschule. Hier verfasste er Schriftkommentare, die teilweise heute noch erhalten sind. 1081 wurde er zum Erzbischof von Reims gewählt, musste aber dem Kandidaten des Königs weichen. Er zog sich hierauf in das Felsengebiet von Cartusia (nahe von Grenoble) zurück, wo er 1084 die erste Kartause gründete. Gestorben am 6. Oktober 1101 in einer anderen von ihm gegründeten Kartause, S. Stefano, wurde er auch dort begraben.

 

 

Shott: Bruno, der Stifter des Kartäuserordens, stammte aus Köln. Geboren um 1030, wurde er Kanonikus an St. Kunibert in Köln, 1057 Leiter der Domschule in Reims, wo der spätere Papst Urban II. sein Schüler war, Mit Erlaubnis des Bischofs von Grenoble gründete er 1084 mit sechs gleich gesinnten Freunden eine Eremitensiedlung in der Einsamkeit von Cartusia (Chartreuse). Das war die erste „Kartause“ (La Grande Chartreuse) und der Anfang des Kartäuserordens, des einzigen Ordens der katholischen Kirche, der nie reformiert zu werden brauchte. Sechs Jahre später rief ihn Papst Urban II. als seinen Berater nach Rom. 1091 gründete Bruno die Kartause La Torre in Kalabrien. Dort starb er am 6. Oktober 1101.