10.11. 32. SONNTAG IM JAHRESKREIS C

Eigene Messe (404-MB II 246) und Lesungen; Gloria; Credo

 

ERÖFFNUNGSVERS

Intret orátio mea in conspéctu tuo; inclína aurem tuam ad precem meam, Dómine.

Herr, lass mein Gebet zu dir dringen, wende dein Ohr meinem Flehen zu.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Omnípotens et miséricors Deus, univérsa nobis adversántia propitiátus exclúde, ut, mente et córpore páriter expedíti, quae tua sunt líberis méntibus exsequámur. Per Dóminum.

Allmächtiger und barmherziger Gott, wir sind dein Eigentum, du hast uns in deine Hand geschrieben. Halte von uns fern, was uns gefährdet, und nimm weg, was uns an Seele und Leib bedrückt, damit wir freien Herzens deinen Willen tun. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

ERSTE LESUNG 2 Makk 7, 1-2.7a.9-14

Lesung aus dem zweiten Buch der Makkabäer.

In jenen Tagen geschah es, dass man sieben Brüder mit ihrer Mutter festnahm. Der König wollte sie zwingen, entgegen dem göttlichen Gesetz Schweinefleisch anzurühren, und ließ sie darum mit Geißeln und Riemen peitschen.

Einer von ihnen ergriff für die andern das Wort und sagte: Was willst du uns fragen und was willst du von uns lernen? Eher sterben wir, als dass wir die Gesetze unserer Väter übertreten.

Als der Erste der Brüder auf diese Weise gestorben war, führten sie den Zweiten zur Folterung. Als er in den letzten Zügen lag, sagte er: Du Unmensch! Du nimmst uns dieses Leben; aber der König der Welt wird uns zu einem neuen, ewigen Leben auferstehen lassen, weil wir für seine Gesetze gestorben sind.

Nach ihm folterten sie den Dritten. Als sie seine Zunge forderten, streckte er sie sofort heraus und hielt mutig die Hände hin. Dabei sagte er gefasst: Vom Himmel habe ich sie bekommen und wegen seiner Gesetze achte ich nicht auf sie. Von ihm hoffe ich sie wiederzuerlangen. Sogar der König und seine Leute staunten über den Mut des jungen Mannes, dem die Schmerzen nichts bedeuteten.

Als er tot war, quälten und misshandelten sie den Vierten genauso. Dieser sagte, als er dem Ende nahe war: Gott hat uns die Hoffnung gegeben, dass er uns auferstehen lässt. Darauf warten wir gern, wenn wir von Menschenhand sterben. Für dich aber gibt es keine Auferstehung zum Leben.

 

Wort des lebendigen Gottes.

 

ANTWORTPSALM Ps 17 (16), 1 u. 3.5-6.8 u. 15 (R: vgl. 15)

Satiábor, cum evigilávero, conspéctu tuo, Dómine.

R Dein Angesicht werde ich schauen, wenn ich erwache.- R

Höre, HERR, die gerechte Sache, achte auf mein Flehen, vernimm mein Bittgebet von Lippen ohne Falsch!

Ich habe mich besonnen, dass mein Mund sich nicht vergeht. Bei allem, was Menschen tun, hielt ich mich an das Wort deiner Lippen. Ich habe mich gehütet vor den Pfaden der Gewalt. - (R)

Fest blieben meine Schritte auf deinen Bahnen, meine Füße haben nicht gewankt.

Ich habe zu dir gerufen, denn du, Gott, gibst mir Antwort. Wende dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede! - (R)

Behüte mich wie den Augapfel, den Stern des Auges, birg mich im Schatten deiner Flügel.

Ich, in Gerechtigkeit werde ich dein Angesicht schauen, mich satt sehen an deiner Gestalt, wenn ich erwache. - R

Satiábor, cum evigilávero, conspéctu tuo, Dómine.

R Dein Angesicht werde ich schauen, wenn ich erwache.- R

 

ZWEITE LESUNG 2 Thess 2, 16 - 3, 5

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Thessalónich.

Schwestern und Brüder!

Jesus Christus selbst aber, unser Herr, und Gott, unser Vater, der uns liebt und uns in seiner Gnade ewigen Trost und sichere Hoffnung schenkt, ermutige eure Herzen und gebe euch Kraft zu jedem guten Werk und Wort.

Im Übrigen, Brüder und Schwestern, betet für uns, damit das Wort des Herrn sich ausbreitet und verherrlicht wird, ebenso wie bei euch! Betet auch darum, dass wir vor den bösen und schlechten Menschen gerettet werden; denn nicht alle nehmen den Glauben an.

Aber der Herr ist treu; er wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen bewahren. Wir vertrauen im Herrn auf euch, dass ihr jetzt und auch in Zukunft tut, was wir anordnen. Der Herr richte eure Herzen auf die Liebe Gottes aus und auf die Geduld Christi.

 

Wort des lebendigen Gottes.

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: Offb 1, 5a.6b

Allelúia. Iesus Christus est primogénitus mortuórum; ipsi glória et impérium in sæcula sæculórum. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Jesus Christus ist der Erstgeborene der Toten. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 20, 27-38

oder: Kurzfassung Lk 20, 27.34-38

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit

kamen einige von den Sadduzäern, die bestreiten, dass es eine Auferstehung gibt, kamen einige zu Jesus und fragten ihn:

<Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterlässt, ohne Kinder zu haben, dann soll sein Bruder die Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen verschaffen.

Nun lebten einmal sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, starb aber kinderlos. Da nahm sie der zweite, danach der dritte und ebenso die anderen bis zum siebten; sie alle hinterließen keine Kinder, als sie starben. Schließlich starb auch die Frau.

Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt.

Da sagte Jesus zu ihnen:> Die Kinder dieser Welt heiraten und lassen sich heiraten. Die aber, die gewürdigt werden, an jener Welt und an der Auferstehung von den Toten teilzuhaben, heiraten nicht, noch lassen sie sich heiraten. Denn sie können auch nicht mehr sterben, weil sie den Engeln gleich und als Kinder der Auferstehung zu Kindern Gottes geworden sind.

Dass aber die Toten auferstehen, hat schon Mose in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet, in der er den Herrn den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt. Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn leben sie alle.

 

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

 

Glaubensbekenntnis: Groß Latein / Groß Deutsch / Apostolisch Deutsch

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Sacrifíciis praeséntibus, Dómine, quaesumus, inténde placátus, ut, quod passiónis Fílii tui mystério gérimus, pio consequámur afféctu. Per Christum.

Gott, unser Vater, nimm unsere Opfergaben gnädig an und gib, dass wir mit gläubigem Herzen das Leidensgeheimnis deines Sohnes feiern, der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

PRÄFATION FÜR DIE SONNTAGE IM JAHRESKREIS VIII

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: Quia fílios, quos longe peccáti crimen abstúlerat, per sánguinem Fílii tui Spiritúsque virtúte, in unum ad te dénuo congregáre voluísti: ut plebs, de unitáte Trinitátis adunáta, in tuæ laudem sapiéntiæ multifórmis Christi corpus templúmque Spíritus noscerétur Ecclésia. Et ídeo, choris angélicis sociáti, te laudámus in gáudio confiténtes: Sanctus…

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und dein Erbarmen zu rühmen. Die Sünde hatte die Menschen von dir getrennt, du aber hast sie zu dir zurückgeführt durch das Blut deines Sohnes und die Kraft deines Geistes. Wie du eins bist mit dem Sohn und dem Heiligen Geist, so ist deine Kirche geeint nach dem Bild des dreieinigen Gottes. Sie ist dein heiliges Volk, der Leib Christi und der Tempel des Heiligen Geistes zum Lob deiner Weisheit und Liebe. Darum preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig...

 

Oder: Präfation für die Sonntage im Jahreskreis

 

HochgebetErstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Ps 23 (22), 1-2

Dóminus regit me, et nihil mihi déerit; in loco páscuæ ibi me collocávit, super aquam refectiónis educávit me.

Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.

Oder: Vgl. Lk 24, 35

Cognovérunt discípuli Dóminum Iesum in fractióne panis.

Die Jünger erkannten den Herrn Jesus, als er das Brot brach.

 

SCHLUSSGEBET

Grátias tibi, Dómine, reférimus sacro múnere vegetáti, tuam cleméntiam implorántes, ut, per infusiónem Spíritus tui, in quibus caeléstis virtus introívit, sinceritátis grátia persevéret. Per Christum.

Wir danken dir, gütiger Gott, für die heilige Gabe, in der wir die Kraft von oben empfangen. Erhalte in uns deinen Geist und lass uns dir stets aufrichtig dienen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.