9.11. WEIHETAG DER LATERANBASILIKA

Messe (792-MB II 882) und Lesungen vom Fest; Gloria; Präfation vom Fest

 

ERÖFFNUNGSVERS Cf. Ap 21, 2

Vidi civitátem sanctam, Ierúsalem novam, descendéntem de cælo a Deo, parátam sicut sponsam ornátam viro suo.

Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen. Sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Deus, qui de vivis et eléctis lapídibus ætérnum habitáculum tuæ præparas maiestáti, multíplica in Ecclésia tua spíritum grátiæ, quem dedísti, ut fidélis tibi pópulus in cæléstis ædificatiónem Ierúsalem semper accréscat. Per Dóminum.

Erhabener Gott, du erbaust dir aus lebendigen und erlesenen Steinen ein ewiges Haus. Mache die Kirche reich an Früchten des Geistes, den du ihr geschenkt hast, und lass alle Gläubigen in der Gnade wachsen, bis das Volk, das dir gehört, im himmlischen Jerusalem vollendet wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Oder:

Deus, qui pópulum tuum Ecclésiam vocáre dignátus es, da, ut plebs in nómine tuo congregáta te tímeat, te díligat, te sequáturet ad cæléstia promíssa, te ducénte, pervéniat. Per Dóminum.

Allmächtiger Gott, du hast gewollt, dass dein Volk Kirche hieße, denn wir sind das Haus, in dem deine Herrlichkeit wohnt. Gib, dass die Gläubigen, die sich in deinem Namen versammeln, dich ehren, dich lieben und dir gehorchen, damit sie unter deiner Führung das ewige Erbe erlangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

ERSTE LESUNG Ez 47, 1-2.8-9.12

Lesung aus dem Buch Ezechiel

Der Mann, der mich begleitete, führte mich zum Eingang des Tempels zurück, und ich sah, wie unter der Tempelschwelle Wasser hervorströmte und nach Osten floss; denn die vordere Seite des Tempels schaute nach Osten. Das Wasser floss unterhalb der rechten Seite des Tempels herab, südlich vom Altar. Dann führte er mich durch das Nordtor hinaus und ließ mich außen herum zum äußeren Osttor gehen. Und ich sah das Wasser an der Südseite hervorrieseln.

Er sagte zu mir: Dieses Wasser fließt in den östlichen Bezirk, es strömt in die Araba hinab und läuft in das Meer, in das Meer mit dem salzigen Wasser. So wird das salzige Wasser gesund. Wohin der Fluss gelangt, da werden alle Lebewesen, alles, was sich regt, leben können, und sehr viele Fische wird es geben. Weil dieses Wasser dort hinkommt, werden (die Fluten) gesund; wohin der Fluss kommt, dort bleibt alles am Leben.

An beiden Ufern des Flusses wachsen alle Arten von Obstbäumen. Ihr Laub wird nicht welken, und sie werden nie ohne Frucht sein. Jeden Monat tragen sie frische Früchte; denn das Wasser des Flusses kommt aus dem Heiligtum. Die Früchte werden als Speise und die Blätter als Heilmittel dienen.

 

ANTWORTPSALM

Flúminis rivi lætíficant civitátem Dei sancta tabernácula Altíssimi.

R Des Stromes Wasser erquicken die Gottesstadt, des Höchsten heilige Wohnung. - R

Gott ist uns Zuflucht und Stärke, ein bewährter Helfer in allen Nöten. Darum fürchten wir uns nicht, wenn die Erde auch wankt, wenn Berge stürzen in die Tiefe des Meeres. - (R)

Die Wasser eines Stromes erquicken die Gottesstadt, des Höchsten heilige Wohnung. Gott ist in ihrer Mitte, darum wird sie niemals wanken; Gott hilft ihr, wenn der Morgen anbricht. - (R)

Der Herr der Heerscharen ist mit uns, der Gott Jakobs ist unsre Burg. Kommt und schaut die Taten des Herrn, der Furchtbares vollbringt auf der Erde. - R

Flúminis rivi lætíficant civitátem Dei sancta tabernácula Altíssimi.

R Des Stromes Wasser erquicken die Gottesstadt, des Höchsten heilige Wohnung. - R

 

ZWEITE LESUNG 1 Kor 3, 9c-11.16-17

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Brüder! Ihr seid Gottes Bau. Der Gnade Gottes entsprechend, die mir geschenkt wurde, habe ich wie ein guter Baumeister den Grund gelegt; ein anderer baut darauf weiter. Aber jeder soll darauf achten, wie er weiterbaut. Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus.

Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wer den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben. Denn Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr.

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. 2 Chr 7, 16

Allelúia. Elégi et sanctificávi locum istum, dicit Dóminus, ut sit nomen meum ibi in sempitérnum. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. (So spricht Gott, der Herr:) Ich habe dieses Haus erwählt und geheiligt, damit mein Name hier sei auf ewig. Halleluja.

 

EVANGELIUM Joh 2, 13-22

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

Das Paschafest der Juden war nahe, und Jesus zog nach Jerusalem hinauf. Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen. Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Schafe und Rinder; das Geld der Wechsler schüttete er aus, und ihre Tische stieß er um. Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle! Seine Jünger erinnerten sich an das Wort der Schrift: Der Eifer für dein Haus verzehrt mich. Da stellten ihn die Juden zur Rede: Welches Zeichen lässt du uns sehen als Beweis, dass du dies tun darfst? Jesus antwortete ihnen: Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten. Da sagten die Juden: Sechsundvierzig Jahre wurde an diesem Tempel gebaut, und du willst ihn in drei Tagen wieder aufrichten? Er aber meinte den Tempel seines Leibes. Als er von den Toten auferstanden war, erinnerten sich seine Jünger, dass er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.

Des Stromes Wasser erquicken die Gottesstadt, des Höchsten heilige Wohnung.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Súscipe, quæsumus, Dómine, munus oblátum, et poscéntibus concéde, ut hic sacramentórum virtus et votórum obtineátur efféctus. Per Christum.

Herr und Gott, nimm unsere Gaben an, schenke uns durch deine Sakramente Kraft und Zuversicht und erhöre alle, die an heiliger Stätte zu dir beten. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VOM FEST

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: Qui domum oratiónis muníficus inhabitáre dignáris, ut, grátia tua perpétuis fovénte subsídiis, templum Spíritus Sancti ipse nos perfícias, acceptábilis vitæ splendóre corúscans. Sed et visibílibus ædifíciis ad umbrátam, Christi sponsam Ecclésiam perénni operatióne sanctíficas, ut, innumerábili prole mater exsúltans, in glóriam tuam collocétur in cælis. Et ídeo, cum Sanctis et Angelis univérsis, te collaudámus, sine fine dicéntes:

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Vater im Himmel, zu danken und deine Größe zu rühmen. In jedem Haus des Gebetes wohnst du als Spender der Gnade, als Geber alles Guten: Denn du erbaust uns zum Tempel des Heiligen Geistes, dessen Glanz im Leben der Gläubigen aufstrahlt. Im sichtbaren Bau erkennen wir das Bild deiner Kirche, die du zur Braut deines Sohnes erwählt hast. Du heiligst sie Tag für Tag, bis du sie, unsere Mutter, in die Herrlichkeit aufnimmst mit der unzählbaren Schar ihrer Kinder. Darum preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit allen Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig...

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Cf. 1 Petr 2, 5

Tamquam lápides vivi superædificámini, domus spiritális, sacerdótium sanctum.

Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen, zu einer heiligen Priesterschaft.

 

SCHLUSSGEBET

Deus, qui nobis supérnam Ierúsalem per temporále Ecclésiæ tuæ signum adumbráre voluísti, da, quæsumus, ut, huius participatióne sacraménti, nos tuæ grátiæ templum effícias, et habitatiónem glóriæ tuæ íngredi concédas. Per Christum.

Allmächtiger Gott, du hast uns in der Kirche auf Erden ein Abbild des himmlischen Jerusalem geschenkt. Mache uns durch diese heilige Kommunion zum Tempel deiner Gnade und lass uns dorthin gelangen, wo deine Herrlichkeit thront. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.