15.10. HL. THERESIA VON JESUS

Eigene Messe (776-MB II 804); Lesungen vom Dienstag der 27. Woche im Jahreskreis (I)

 

ERÖFFNUNGSVERS

Quemádmodum desíderat cervus ad fontes aquárum, ita desíderat ánima mea ad te, Deus. Sitívit ánima mea ad Deum fortem vivum.

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, Gott, nach dir. Meine Seele dürstet nach Gott.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Deus, qui per Spíritum tuum beátam Terésiam suscitásti, ut requiréndæ perfectiónis sémitam Ecclésiæ manifestáret, da nobis et cæléstis eius doctrínæ pábulo semper nutríri, et veræ sanctitátis desidério accéndi. Per Dóminum.

Allmächtiger Gott, du hast die heilige Theresia von Jesus durch deinen Geist erweckt und sie der Kirche als Lehrmeisterin des Weges zur Vollkommenheit geschenkt. Gib, dass wir in ihren Schriften Nahrung für unser geistliches Leben finden. Durchdringe uns mit der Gewissheit, dass du allein genügst, und entzünde in uns das Verlangen nach Heiligkeit. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Dienstag der 28. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG Röm 1, 16-25

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer

Brüder! Ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt, zuerst den Juden, aber ebenso den Griechen. Denn im Evangelium wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart aus Glauben zum Glauben, wie es in der Schrift heißt: Der aus Glauben Gerechte wird leben. Der Zorn Gottes wird vom Himmel herab offenbart wider alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten. Denn was man von Gott erkennen kann, ist ihnen offenbar; Gott hat es ihnen offenbart. Seit Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit. Daher sind sie unentschuldbar. Denn sie haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt. Sie verfielen in ihrem Denken der Nichtigkeit, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Sie behaupteten, weise zu sein, und wurden zu Toren. Sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit Bildern, die einen vergänglichen Menschen und fliegende, vierfüßige und kriechende Tiere darstellen. Darum lieferte Gott sie durch die Begierden ihres Herzens der Unreinheit aus, so dass sie ihren Leib durch ihr eigenes Tun entehrten. Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers - gepriesen ist er in Ewigkeit. Amen.

 

ANTWORTPSALM Ps 19 (18A), 2-3.4-5b (R: 2a)

Cæli enárrant glóriam Dei.

R Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes. - R

Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes, vom Werk seiner Hände kündet das Firmament. Ein Tag sagt es dem andern, eine Nacht tut es der andern kund. - (R)

Ohne Worte und ohne Reden, unhörbar bleibt ihre Stimme. Doch ihre Botschaft geht in die ganze Welt hinaus, ihre Kunde bis zu den Enden der Erde. - R

Cæli enárrant glóriam Dei.

R Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes. - R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Hebr 4, 12

Allelúia. Vivus est Dei sermo et éfficax, et discrétor cogitatiónum et intentiónum cordis. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Lebendig ist das Wort Gottes und kraftvoll. Es richtet über die Regungen und Gedanken der Herzen. Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 11, 37-41

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit lud ein Pharisäer Jesus zum Essen ein. Jesus ging zu ihm und setzte sich zu Tisch. Als der Pharisäer sah, dass er sich vor dem Essen nicht die Hände wusch, war er verwundert. Da sagte der Herr zu ihm: O ihr Pharisäer! Ihr haltet zwar Becher und Teller außen sauber, innen aber seid ihr voll Raubgier und Bosheit. Ihr Unverständigen! Hat nicht der, der das Äußere schuf, auch das Innere geschaffen? Gebt lieber, was in den Schüsseln ist, den Armen, dann ist für euch alles rein.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Múnera nostra, Dómine, tuæ sint accépta maiestáti, cui beátæ Terésiæ tantópere plácuit devotiónis obséquium. Per Christum.

Herr, unser Gott, du hast die Hingabe und den Gehorsam der heiligen Theresia angenommen. Nimm unsere Gaben an und mache uns zu einem Opfer, das dir wohlgefällt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VON DEN HEILIGEN JUNGFRAUEN UND ORDENSLEUTEN

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: In Sanctis enim, qui Christo se dedicavérunt propter regnum cælórum, tuam decet providéntiam celebráre mirábilem, qua humánam substántiam et ad primæ oríginis révocas sanctitátem, et perdúcis ad experiénda dona, quæ in novo sæculo sunt habénda. Et ídeo, cum Sanctis et Angelis univérsis, te collaudámus, sine fine dicéntes: Sanctus…

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und in den Heiligen deine Gnade zu rühmen. Inmitten der Kirche berufst du Menschen, sich Christus zu weihen und mit ganzer Hingabe das Himmelreich zu suchen. In ihnen offenbarst du deinen Ratschluss, uns Menschen die ursprüngliche Heiligkeit neu zu schenken und uns schon jetzt mit Freude an den Gütern der kommenden Welt zu erfüllen durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn preisen dich Himmel und Erde, Engel und Menschen und singen wie aus einem Munde das Lob deiner Herrlichkeit: Heilig...

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Ps 88, 2

Misericórdias Dómini in ætérnum cantábo: in generatiónem et generatiónem annuntiábo veritátem tuam in ore meo.

Von den Taten deiner Huld, Herr, will ich ewig singen, bis zum fernsten Geschlecht laut deine Treue verkünden.

 

SCHLUSSGEBET

Súbdita tibi família, Dómine Deus noster, quam cælésti pane satiásti, fac ut, exémplo beátæ Terésiæ, misericórdias tuas in ætérnum cantáre lætétur. Per Christum.

Gütiger Gott, du hast deine Gemeinde mit dem Brot des Himmels gestärkt. Gib, dass wir in der Danksagung verharren und mit der heiligen Theresia die Werke deines Erbarmens in Ewigkeit preisen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Eigene Lesungen

 

LESUNG Röm 8, 22-27

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer

Brüder! Wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt. Aber auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne offenbar werden. Denn wir sind gerettet, doch in der Hoffnung. Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung. Wie kann man auf etwas hoffen, das man sieht? Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, dann harren wir aus in Geduld. So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können. Und Gott, der die Herzen erforscht, weiß, was die Absicht des Geistes ist: Er tritt so, wie Gott es will, für die Heiligen ein.

 

ANTWORTPSALM Ps 19 (18B), 8.9.10.11-12 (R: 10b oder vgl. Joh 6, 63b)

Iudícia Dómini vera, iusta ómnia simul.

R Die Urteile des Herrn sind wahr, gerecht sind sie alle. - R

Oder:

Verba tua, Dómine, spíritus et vita sunt.

R Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben. - R

Die Weisung des Herrn ist vollkommen und gut, sie erquickt den Menschen. Das Gesetz des Herrn ist verlässlich, den Unwissenden macht es weise. - (R)

Die Befehle des Herrn sind richtig, sie erfreuen das Herz; das Gebot des Herrn ist lauter, es erleuchtet die Augen. - (R)

Die Furcht des Herrn ist rein, sie besteht für immer. Die Urteile des Herrn sind wahr, gerecht sind sie alle. - (R)

Sie sind kostbarer als Gold, als Feingold in Menge. Sie sind süßer als Honig, als Honig aus Waben. Auch dein Knecht lässt sich von ihnen warnen; wer sie beachtet, hat reichen Lohn. - R

Iudícia Dómini vera, iusta ómnia simul.

R Die Urteile des Herrn sind wahr, gerecht sind sie alle. - R

Oder:

Verba tua, Dómine, spíritus et vita sunt.

R Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben. - R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: Joh 15, 9b.5b

Allelúia. Manéte in dilectióne mea, dicit Dóminus; qui manet in me et ego in eo, hic fert fructum multum. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. (So spricht der Herr:) Bleibt in meiner Liebe! Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht. Halleluja.

 

EVANGELIUM Joh 15, 1-8

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen, und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.