11.10. HL. JOHANNES XXIII., Papst

Commune Texte für Hirten der Kirche 1: Für Päpste oder Bischöfe (858-MB II 915); Lesungen vom Freitag der 27. Woche im Jahreskreis (I)

 

ERÖFFNUNGSVERS

Elégit eum Dóminus síbi in sacerdótem magnum, et apériens thesáurum suum abundáre eum fecit ómnibus bonis.

Der Herr bestellte ihn zum Hohenpriester. Er erschloss ihm seinen Reichtum und überhäufte ihn mit Gnaden.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Omnípotens sempitérne Deus, qui beátum Ioannem cuncto pópulo tuo præésse, ac verbo et exémplo prodésse voluísti, eódem intercedénte, pastóres Ecclésiæ tuæ cum grégibus sibi commíssis custódiet dírige in viam salútis ætérnæ. Per Dóminum.

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast den heiligen Papst Johannes dazu berufen, deine ganze Kirche zu leiten und ihr durch Wort und Beispiel zu dienen. Nimm die Hirten der Kirche und die Gemeinden, die ihnen anvertraut sind, unter deinen Schutz und führe sie auf den Weg des ewigen Heiles. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

(Pr) Allmächtiger, ewiger Gott, im seligen Papst Johannes hast du der ganzen Welt das leuchtende Beispiel eines guten Hirten gegeben. Höre auf seine Fürsprache und erfülle uns mit Freude und christlicher Liebe. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Freitag der 27. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG Joel 1, 13-15; 2, 1-2

Lesung aus dem Buch Joel

Legt Trauer an, und klagt, ihr Priester! Jammert, ihr Diener des Altars! Kommt, verbringt die Nacht im Trauergewand, ihr Diener meines Gottes! Denn Speiseopfer und Trankopfer bleiben dem Haus eures Gottes versagt. Ordnet ein heiliges Fasten an, ruft einen Gottesdienst aus! Versammelt die Ältesten und alle Bewohner des Landes beim Haus des Herrn, eures Gottes, und schreit zum Herrn: Weh, was für ein Tag! Denn der Tag des Herrn ist nahe; er kommt mit der Allgewalt des Allmächtigen.

Auf dem Zion stoßt in das Horn, schlagt Lärm auf meinem heiligen Berg! Alle Bewohner des Landes sollen zittern; denn es kommt der Tag des Herrn, ja, er ist nahe, der Tag des Dunkels und der Finsternis, der Tag der Wolken und Wetter. Wie das Morgenrot, das sich über die Berge hinbreitet, kommt ein Volk, groß und gewaltig, wie es vor ihm noch nie eines gab und nach ihm keines mehr geben wird bis zu den fernsten Geschlechtern.

 

ANTWORTPSALM Ps 9, 2-3.6 u. 16.8-9 (R: vgl. 9a)

Dóminus iudicábit orbem terræ in iustítia.

R Der Herr richtet den Erdkreis gerecht. - R

Ich will dir danken, Herr, aus ganzem Herzen, verkünden will ich all deine Wunder. Ich will jauchzen und an dir mich freuen, für dich, du Höchster, will ich singen und spielen. - (R)

Du hast die Völker bedroht, die Frevler vernichtet, ihren Namen gelöscht für immer und ewig. Völker versanken in der Grube, die sie selber gegraben; im Netz, das sie heimlich gelegt, hat ihr Fuß sich verfangen. - (R)

Der Herr thront für ewig; er stellt seinen Thron auf zum Gericht. Er richtet den Erdkreis gerecht, er spricht den Völkern das Urteil, das sie verdienen. - R

Dóminus iudicábit orbem terræ in iustítia.

R Der Herr richtet den Erdkreis gerecht. - R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Joh 12, 31b.32

Allelúia. Nunc princeps huius mundi eiciétur foras, dicit Dóminus; et ego, si exaltátus fúero a terra, ómnia traham ad meípsum. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. (So spricht der Herr:) Jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen, und wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen. Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 11, 14-26

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit trieb Jesus einen Dämon aus, der stumm war. Als der Dämon den Stummen verlassen hatte, konnte der Mann reden. Alle Leute staunten. Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, treibt er die Dämonen aus. Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Doch er wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden, und ein Haus ums andere stürzt ein. Wenn also der Satan mit sich selbst im Streit liegt, wie kann sein Reich dann Bestand haben? Ihr sagt doch, dass ich die Dämonen mit Hilfe von Beelzebul austreibe. Wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil. Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen. Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher; wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere all seine Waffen weg, auf die er sich verlassen hat, und verteilt die Beute. Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. Ein unreiner Geist, der einen Menschen verlassen hat, wandert durch die Wüste und sucht einen Ort, wo er bleiben kann. Wenn er keinen findet, sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe. Und wenn er es bei seiner Rückkehr sauber und geschmückt antrifft, dann geht er und holt sieben andere Geister, die noch schlimmer sind als er selbst. Sie ziehen dort ein und lassen sich nieder. So wird es mit diesem Menschen am Ende schlimmer werden als vorher.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Súscipe, quæsumus, Dómine, hoc sacrifícium pópuli tui, ut, quod tibi in honóre sancti Ioanne offértur ad glóriam, nobis tríbuas ad salútem perpétuam. Per Christum.

Herr, unser Gott, am Gedenktag des heiligen Papstes Johannes bringen wir das Opfer des Lobes dar. Voll Vertrauen rufen wir zu dir: Wende alles Böse von uns ab und rette uns vor dem ewigen Verderben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VON DEN HIRTEN DER KIRCHE

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: per Christum Dóminum nostrum. Quia sic tríbuis Ecclésiam tuam sancti Ioanne festivitáte gaudére, ut eam exémplo piæ conversatiónis corróbores, verbo prædicatiónis erúdias, gratáque tibi supplicatióne tueáris. Et ídeo, cum Angelórum atque Sanctórum turba, hymnum laudis tibi cánimus, sine fine dicéntes:

In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Vater im Himmel, zu danken und am Fest des heiligen Papstes Johannes deine Größe zu rühmen. Sein Leben aus dem Glauben ist uns ein Vorbild, die Botschaft seiner Predigt belehrt uns, seine Fürbitte erwirkt uns Schutz und Hilfe durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Joh 10, 11

Pastor bonus ánimam suam pósuit pro óvibus suis.

Der gute Hirt gibt sein Leben für die Schafe.

 

SCHLUSSGEBET

Sacraménta quæ súmpsimus, Dómine Deus noster, in nobis fóveant caritátis ardórem, quo beátus Ioanne veheménter accénsus pro Ecclésia tua se iúgiter impendébat. Per Christum.

Herr, unser Gott, das Sakrament, das wir empfangen haben, entzünde in uns jene Liebe, die den seligen Papst Johannes drängte, unermüdlich für deine Kirche zu arbeiten. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.

 

Eigene Lesungen

LESUNG Ez 34, 11-16

Lesung aus dem Buch Ezechiel

Denn so spricht Gott, der Herr: Jetzt will ich meine Schafe selber suchen und mich selber um sie kümmern. Wie ein Hirt sich um die Tiere seiner Herde kümmert an dem Tag, an dem er mitten unter den Schafen ist, die sich verirrt haben, so kümmere ich mich um meine Schafe und hole sie zurück von all den Orten, wohin sie sich am dunklen, düsteren Tag zerstreut haben. Ich führe sie aus den Völkern heraus, ich hole sie aus den Ländern zusammen und bringe sie in ihr Land. Ich führe sie in den Bergen Israels auf die Weide, in den Tälern und an allen bewohnten Orten des Landes. Auf gute Weide will ich sie führen, im Bergland Israels werden ihre Weideplätze sein. Dort sollen sie auf guten Weideplätzen lagern, auf den Bergen Israels sollen sie fette Weide finden. Ich werde meine Schafe auf die Weide führen, ich werde sie ruhen lassen - Spruch Gottes, des Herrn. Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen, die fetten und starken behüten. Ich will ihr Hirt sein und für sie sorgen, wie es recht ist.

 

ANTWORTPSALM Ps 23 (22), 1-3.4.5.6 (R: 1)

Dóminus pascit me, et nihil mihi déerit.

R Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. – R

Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. - (R)

Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht. - (R)

Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher. - (R)

Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang, und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit. - R

Dóminus pascit me, et nihil mihi déerit.

R Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: Joh 10, 14

Allelúia. Ego sum pastor bonus, dicit Dóminus; et cognósco oves meas, et cognóscunt me meae. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. (So spricht der Herr:) Ich bin der gute Hirt. Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich. Halleluja.

 

EVANGELIUM Joh 10, 11-16

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht; und der Wolf reißt sie und jagt sie auseinander. Er flieht, weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen, und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten.