9.10. HL. DIONYSIUS UND GEFÄHRTEN

Commune Märtyrer 4 (844-MB II 901); Lesungen vom Mittwoch der 27. Woche im Jahreskreis (I)

Oder: Hl. Johannes Leonardi

Oder: Messe vom Tag

Oder: Andere Messen

 

ERÖFFNUNGSVERS Vgl. Ps 34 (33), 18

Clamavérunt iusti, et Dóminus exaudívit eos, et ex ómnibus tribulatiónibus eórum liberávit eos.

Schreien die Gerechten, so hört sie der Herr; er entreißt sie all ihren Ängsten.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Deus, qui beátum Dionýsium eiúsque sócios ad prædicándam géntibus glóriam tuam misísti, eósque virtúte constántiæ in passióne roborásti, tríbue nobis, quæsumus, ex eórum imitatióne próspera mundi despícere, et nulla eius advérsa formidáre. Per Dóminum.

Gott, du hast den heiligen Dionysius und seine Gefährten gesandt, in Gallien deine Macht und Größe zu verkünden, und ihnen die Kraft zum Martyrium gegeben. Gib, dass wir über dem Irdischen stehen und keine Verfolgung fürchten, sondern im Leben und Sterben auf dich schauen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Mittwoch der 27. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG Jona 3, 10b; 4, 1-11

Lesung aus dem Buch Jona

Gott reute das Unheil, das er ihnen angedroht hatte, und er führte die Drohung nicht aus.

Das missfiel Jona ganz und gar, und er wurde zornig. Er betete zum Herrn und sagte: Ach Herr, habe ich das nicht schon gesagt, als ich noch daheim war? Eben darum wollte ich ja nach Tarschisch fliehen; denn ich wusste, dass du ein gnädiger und barmherziger Gott bist, langmütig und reich an Huld und dass deine Drohungen dich reuen. Darum nimm mir jetzt lieber das Leben, Herr! Denn es ist für mich besser zu sterben als zu leben. Da erwiderte der Herr: Ist es recht von dir, zornig zu sein? Da verließ Jona die Stadt und setzte sich östlich vor der Stadt nieder. Er machte sich dort ein Laubdach und setzte sich in seinen Schatten, um abzuwarten, was mit der Stadt geschah. Da ließ Gott, der Herr, einen Rizinusstrauch über Jona emporwachsen, der seinem Kopf Schatten geben und seinen Ärger vertreiben sollte. Jona freute sich sehr über den Rizinusstrauch. Als aber am nächsten Tag die Morgenröte heraufzog, schickte Gott einen Wurm, der den Rizinusstrauch annagte, so dass er verdorrte. Und als die Sonne aufging, schickte Gott einen heißen Ostwind. Die Sonne stach Jona auf den Kopf, so dass er fast ohnmächtig wurde. Da wünschte er sich den Tod und sagte: Es ist besser für mich zu sterben als zu leben. Gott aber fragte Jona: Ist es recht von dir, wegen des Rizinusstrauches zornig zu sein? Er antwortete: Ja, es ist recht, dass ich zornig bin und mir den Tod wünsche. Darauf sagte der Herr: Dir ist es leid um den Rizinusstrauch, für den du nicht gearbeitet und den du nicht großgezogen hast. Über Nacht war er da, über Nacht ist er eingegangen. Mir aber sollte es nicht leid sein um Ninive, die große Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen leben, die nicht einmal rechts und links unterscheiden können - und außerdem so viel Vieh?

 

ANTWORTPSALM Ps 86 (85), 3-4.5-6.9-10 (R: vgl. 15b)

Tu es, Dómine, pátiens et multæ misericórdiæ.

R Voll Langmut bist du, Herr, und reich an Huld und Treue. - R

Du bist mein Gott. Sei mir gnädig, o Herr! Den ganzen Tag rufe ich zu dir. Herr, erfreue deinen Knecht; denn ich erhebe meine Seele zu dir. - (R)

Herr, du bist gütig und bereit zu verzeihen, für alle, die zu dir rufen, reich an Gnade. Herr, vernimm mein Beten, achte auf mein lautes Flehen! - (R)

Alle Völker kommen und beten dich an, sie geben, Herr, deinem Namen die Ehre. Denn du bist groß und tust Wunder; du allein bist Gott. - R

Tu es, Dómine, pátiens et multæ misericórdiæ.

R Voll Langmut bist du, Herr, und reich an Huld und Treue. - R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: Röm 8, 15bc

Allelúia. Accepístis spíritum adoptiónis filiórum, in eo clamámus: Abba, Pater. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater! Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 11, 1-4

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

Jesus betete einmal an einem Ort; und als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie schon Johannes seine Jünger beten gelehrt hat. Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen. Und erlass uns unsere Sünden; denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Hóstias tibi, Dómine, pro commemoratióne beatórum Dionýsii et sóciórum offérimus, supplíciter deprecántes, ut, sicut illis præbuísti sacræ fídei claritátem, sic nobis indulgéntiam largiáris et pacem. Per Christum.

Herr, unser Gott, wir bringen unsere Gaben dar am Gedenktag der Heiligen Dionysius und seine Gefährten. Um ihres Glaubens und ihrer Treue willen hast du sie zur Anschauung deiner Herrlichkeit geführt. Gib, dass auch wir festhalten am Bekenntnis unserer Hoffnung, damit wir die Verzeihung der Sünden erlangen und bei dir den Frieden finden. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VON DEN MÄRTYRERN I

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: Quóniam beáti mártyris N. pro confessióne nóminis tui, ad imitatiónem Christi, sanguis effúsus tua mirabília maniféstat, quibus pérficis in fragilitáte virtútem, et vires infírmas ad testimónium róboras, per Christum Dóminum nostrum. Et ídeo, cum cælórum Virtútibus, in terris te iúgiter celebrámus, maiestáti tuæ sine fine clamántes: Sanctus…

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und in den Heiligen deine Größe zu rühmen. Im Martyrium der heiligen Märtyrern Dionysius und seine Gefährten offenbarst du das Wunder deiner Gnade, denn in der menschlichen Schwachheit bringst du deine göttliche Kraft zur Vollendung. Sie sind Christus nachgefolgt auf dem Weg des Leidens und haben ihr Blut vergossen als Zeugen des Glaubens. Darum preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig...

 

Präfation von den Märtyrern

 

HochgebetErstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS 2 Kor 4, 11

In mortem trádimur propter Iesum, ut et vita Iesu manifestétur in carne nostra mortáli.

Immer werden wir, obgleich wir leben, um Jesu willen dem Tod ausgeliefert, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Leib offenbar wird.

 

SCHLUSSGEBET

Concéde nobis, Dómine, per hæc sacraménta cæléstia, grátiam in beatórum mártyrum Dionýsii et sociórum celebritáte multíplicem, ut de tanti agóne certáminis discámus et firma solidári patiéntia, et pia exsultáre victória. Per Christum.

Herr, unser Gott, gewähre uns durch das heilige Sakrament deine reiche Gnade und lehre uns durch das Beispiel der Märtyrer in Geduld und Standhaftigkeit das Böse zu besiegen, damit wir in der Gemeinschaft der Heiligen die Krone des Lebens erlangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Eigene Lesungen

LESUNG 2 Kor 6, 4-10

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

In allem erweisen wir uns als Gottes Diener: durch große Standhaftigkeit, in Bedrängnis, in Not, in Angst, unter Schlägen, in Gefängnissen, in Zeiten der Unruhe, unter der Last der Arbeit, in durchwachten Nächten, durch Fasten, durch lautere Gesinnung, durch Erkenntnis, durch Langmut, durch Güte, durch den Heiligen Geist, durch ungeheuchelte Liebe, durch das Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der Gerechtigkeit in der Rechten und in der Linken, bei Ehrung und Schmähung, bei übler Nachrede und bei Lob. Wir gelten als Betrüger und sind doch wahrhaftig; wir werden verkannt und doch anerkannt; wir sind wie Sterbende, und seht: wir leben; wir werden gezüchtigt und doch nicht getötet; uns wird Leid zugefügt, und doch sind wir jederzeit fröhlich; wir sind arm und machen doch viele reich; wir haben nichts und haben doch alles.

 

ANTWORTPSALM Ps 126 (125), 1-2b.2c-3.4-5.6 (R: 5)

Qui séminant in lácrimis, in exsultatióne metent.

R Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten. - R

Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete, da waren wir alle wie Träumende. Da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel. - (R)

Da sagte man unter den andern Völkern: „Der Herr hat an ihnen Großes getan.“ Ja, Großes hat der Herr an uns getan. Da waren wir fröhlich. - (R)

Wende doch, Herr, unser Geschick, wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland. Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten. - (R)

Sie gehen hin unter Tränen und tragen den Samen zur Aussaat. Sie kommen wieder mit Jubel und bringen ihre Garben ein. - R

Qui séminant in lácrimis, in exsultatióne metent.

R Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten. - R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Joh 8, 12

Allelúia. Ego sum lux mundi, dicit Dóminus; qui séquitur me, habébit lucem vitæ. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. (So spricht der Herr:) Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, hat das Licht des Lebens. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mt 5, 13-16

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.