29.9. 26. SONNTAG IM JAHRESKREIS C

Eigene Messe (398-MB II 238) und Lesungen; Gloria; Credo

Das Fest des hl. Michael, des hl. Gabriel und des hl. Rafael entfällt in diesem Jahr.

Jahrestag der Bischofsweihe von Erzbischof Kardinal Dr. Christoph Schönborn (1991)

 

ERÖFFNUNGSVERS Dan 3, 31. 29. 30. 43. 42

Omnia, quæ fecísti nobis, Dómine, in vero iudício fecísti, quia peccávimus tibi, et mandátis tuis non oboedívimus; sed da glóriam nómini tuo, et fac nobíscum secúndum multitúdinem misericórdiæ tuæ.

Alles, was du uns getan hast, o Herr, das hast du nach deiner gerechten Entscheidung getan, denn wir haben gesündigt, wir haben dein Gesetz übertreten. Verherrliche deinen Namen und rette uns nach der Fülle deines Erbarmens.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Deus, qui omnipoténtiam tuam parcéndo máxime et miserándo maniféstas, multíplica super nos grátiam tuam, ut, ad tua promíssa curréntes, cæléstium bonórum fácias esse consórtes. Per Dóminum.

Großer Gott, du offenbarst deine Macht vor allem im Erbarmen und im Verschonen. Darum nimm uns in Gnaden auf, wenn uns auch Schuld belastet. Gib, dass wir unseren Lauf vollenden und zur Herrlichkeit des Himmels gelangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

C ERSTE LESUNG Am 6, 1a.4-7

Lesung aus dem Buch Amos.

Weh den Sorglosen auf dem Zion und den Selbstsicheren auf dem Berg von Samaria!

Ihr liegt auf Betten aus Elfenbein und faulenzt auf euren Polstern. Zum Essen holt ihr euch Lämmer aus der Herde und Mastkälber aus dem Stall. Ihr grölt zum Klang der Harfe, ihr wollt Musikinstrumente erfinden wie David. Ihr trinkt den Wein aus Opferschalen, ihr salbt euch mit feinsten Ölen, aber über den Untergang Josefs sorgt ihr euch nicht. Darum müssen sie jetzt in die Verbannung, allen Verbannten voran. Das Fest der Faulenzer ist vorbei.

 

Wort des lebendigen Gottes.

 

ANTWORTPSALM Ps 146 (145), 6-7.8-9b.9c-10 (R:1a)

Lauda, ánima mea, Dóminum!

R Lobe den HERRN, meine Seele! - R

Der HERR ist es, der Himmel und Erde erschafft, das Meer und alles, was in ihm ist. Er hält die Treue auf ewig.

Recht schafft er den Unterdrückten, Brot gibt er den Hungernden, der HERR befreit die Gefangenen. - (R)

Der HERR öffnet die Augen der Blinden, der HERR richtet auf die Gebeugten, der HERR liebt die Gerechten.

Der HERR beschützt die Fremden. - (R)

Er hilft auf den Waisen und Witwen, doch den Weg der Frevler krümmt er.

Der HERR ist König auf ewig, dein Gott, Zion, durch alle Geschlechter. - R

Lauda, ánima mea, Dóminum!

R Lobe den HERRN, meine Seele! - R

 

ZWEITE LESUNG 1 Tim 6, 11-16

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an Timótheus

Du, ein Mann Gottes, strebe vielmehr nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Sanftmut! Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen worden bist und für das du vor vielen Zeugen das gute Bekenntnis abgelegt hast!

Ich gebiete dir bei Gott, von dem alles Leben kommt, und bei Christus Jesus, der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis abgelegt hat und als Zeuge dafür eingetreten ist: Erfülle deinen Auftrag rein und ohne Tadel, bis zum Erscheinen Jesu Christi, unseres Herrn, das zur vorherbestimmten Zeit herbeiführen wird der selige und einzige Herrscher, der König der Könige und Herr der Herren, der allein die Unsterblichkeit besitzt, der in unzugänglichem Licht wohnt, den kein Mensch gesehen hat noch je zu sehen vermag: Ihm gebührt Ehre und ewige Macht. Amen.

 

Wort des lebendigen Gottes.

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. 2 Kor 8, 9

Allelúia. Iesus Christus egénus factus est, cum esset dives, ut illíus inópia vos dívites essétis. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Jesus Christus, der reich war, wurde aus Liebe arm. Und durch seine Armut hat er uns reich gemacht. Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 16, 19-31

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

In jener Zeit sprach Jesus zu den Pharisäern:

Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag für Tag glanzvolle Feste feierte. Vor der Tür des Reichen aber lag ein armer Mann namens Lazarus, dessen Leib voller Geschwüre war. Er hätte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen herunterfiel. Stattdessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren.

Es geschah aber: Der Arme starb und wurde von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben. In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von Weitem Abraham und Lazarus in seinem Schoß.

Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir und schick Lazarus; er soll die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge kühlen, denn ich leide große Qual in diesem Feuer. Abraham erwiderte: Mein Kind, erinnere dich daran, dass du schon zu Lebzeiten deine Wohltaten erhalten hast, Lazarus dagegen nur Schlechtes. Jetzt wird er hier getröstet, du aber leidest große Qual.

Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund, sodass niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte.

Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines Vaters! Denn ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen.

Abraham aber sagte: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie hören. Er erwiderte: Nein, Vater Abraham, aber wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren.

Darauf sagte Abraham zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.

 

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

 

Glaubensbekenntnis: Groß Latein / Groß Deutsch / Apostolisch Deutsch

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Concéde nobis, miséricors Deus, ut hæc nostra oblátio tibi sit accépta, et per eam nobis fons omnis benedictiónis aperiátur. Per Christum.

Barmherziger Gott, nimm unsere Gaben an und öffne uns in dieser Feier die Quelle, aus der aller Segen strömt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION FÜR DIE SONNTAGE IM JAHRESKREIS II

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: per Christum Dóminum nostrum. Qui, humánis miserátus erróribus, de Vírgine nasci dignátus est. Qui, crucem passus, a perpétua morte nos liberávit et, a mórtuis resúrgens, vitam nobis donávit ætérnam. Et ídeo cum Angelis et Archángelis, cum Thronis et Dominatiónibus, cumque omni milítia cæléstis exércitus, hymnum glóriæ tuæ cánimus, sine fine dicéntes: Sanctus…

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und das Werk deiner Gnade zu rühmen durch unseren Herrn Jesus Christus. Denn aus Erbarmen mit uns sündigen Menschen ist er Mensch geworden aus Maria, der Jungfrau. Durch sein Leiden am Kreuz hat er uns vom ewigen Tod befreit und durch seine Auferstehung uns das unvergängliche Leben erworben. Darum preisen dich deine Erlösten und singen mit den Chören der Engel das Lob deiner Herrlichkeit: Heilig...

 

Oder andere Präfation für die Sonntage im Jahreskreis

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Ps 119 (118), 49-50

Meménto verbi tui servo tuo, Dómine, in quo mihi spem dedísti; hæc me consoláta est in humilitáte mea.

Herr, denk an das Wort für deinen Knecht, durch das du mir Hoffnung gabst! Sie ist mein Trost im Elend.

Oder: Vgl. 1 Joh 3, 16

In hoc cognóvimus caritátem Dei: quóniam ille ánimam suam pro nobis pósuit; et nos debémus pro frátribus ánimas pónere.

Die Liebe Gottes haben wir daran erkannt, dass Christus sein Leben für uns gegeben hat. So müssen auch wir das Leben hingeben für die Brüder.

 

SCHLUSSGEBET

Sit nobis, Dómine, reparátio mentis et córporis cæléste mystérium, ut simus eius in glória coherédes, cui, mortem ipsíus annuntiándo, compátimur. Qui vivit et regnat in sæcula sæculórum.

Allmächtiger Gott, in der Feier der Eucharistie haben wir den Tod des Herrn verkündet. Dieses Sakrament stärke uns an Leib und Seele und mache uns bereit, mit Christus zu leiden, damit wir auch mit ihm zur Herrlichkeit gelangen, der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.