17.9. HL. ROBERT BELLARMIN

Commune Kirchenlehrer 1 (873-MB II 931); Lesungen vom Dienstag der 24. Woche im Jahreskreis (I)

Oder: Sel. Anton Maria Schwartz

Oder: Messe vom Tag

Oder: Hl. Hildegard von Bingen

Oder: Andere Messen

 

ERÖFFNUNGSVERS Vgl. Sir 15, 5

In médio Ecclésiæ apéruit os eius, et implévit eum Dóminus spíritu sapiéntiæ et intelléctus;stolam glóriæ índuit eum.

Inmitten der Kirche öffnete der Herr ihm den Mund. Er hat ihn erfüllt mit dem Geist der Weisheit und des Verstandes; er hat ihn bekleidet mit dem Gewand der Herrlichkeit.

Oder: Ps 37 (36), 30-31

Os iusti meditábitur sapiéntiam, et lingua eius loquétur iudícium; lex Dei eius in corde ipsíus.

Der Mund des Gerechten bewegt Worte der Weisheit, und seine Zunge redet, was recht ist. Er hat die Weisung seines Gottes im Herzen.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Deus, qui ad tuæ fidem Ecclésiæ vindicándam beátum Robértum epíscopum mira eruditióne et virtúte decorásti, eius intercessióne concéde, ut pópulus tuus eiúsdem fídei semper integritáte lætétur. Per Dóminum.

Ewiger Gott, du hast uns im heiligen Robert Bellarmin einen Bischof und Gelehrten geschenkt, der durch seine Schriften den Glauben der Kirche gefestigt hat. Höre auf seine Fürsprache und hilf deinem Volk, diesen Glauben in seiner ganzen Fülle zu bewahren und weiterzugeben. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Dienstag der 24. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG 1 Tim 3, 1-13

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an Timotheus

Mein Sohn! Das Wort ist glaubwürdig: Wer das Amt eines Bischofs anstrebt, der strebt nach einer großen Aufgabe. Deshalb soll der Bischof ein Mann ohne Tadel sein, nur einmal verheiratet, nüchtern, besonnen, von würdiger Haltung, gastfreundlich, fähig zu lehren; er sei kein Trinker und kein gewalttätiger Mensch, sondern rücksichtsvoll; er sei nicht streitsüchtig und nicht geldgierig. Er soll ein guter Familienvater sein und seine Kinder zu Gehorsam und allem Anstand erziehen. Wer seinem eigenen Hauswesen nicht vorstehen kann, wie soll der für die Kirche Gottes sorgen? Er darf kein Neubekehrter sein, sonst könnte er hochmütig werden und dem Gericht des Teufels verfallen. Er muss auch bei den Außenstehenden einen guten Ruf haben, damit er nicht in üble Nachrede kommt und in die Falle des Teufels gerät. Ebenso sollen die Diakone sein: achtbar, nicht doppelzüngig, nicht dem Wein ergeben und nicht gewinnsüchtig; sie sollen mit reinem Gewissen am Geheimnis des Glaubens festhalten. Auch sie soll man vorher prüfen, und nur wenn sie unbescholten sind, sollen sie ihren Dienst ausüben. Ebenso sollen die Frauen ehrbar sein, nicht verleumderisch, sondern nüchtern und in allem zuverlässig. Die Diakone sollen nur einmal verheiratet sein und ihren Kindern und ihrer Familie gut vorstehen. Denn wer seinen Dienst gut versieht, erlangt einen hohen Rang und große Zuversicht im Glauben an Christus Jesus.

 

ANTWORTPSALM Ps 101 (100), 1-2b.2c-3.4-5b.5c-6 (R: vgl. 6c)

Perambulábam in innocéntia cordis mei.

R Wer auf rechten Wegen geht, der darf dir dienen, Herr. – R

Von Gnade und Recht will ich singen; dir, o Herr, will ich spielen. Ich will auf den Weg der Bewährten achten. Wann kommst du zu mir? - (R)

Ich lebe in der Stille meines Hauses mit lauterem Herzen. Ich richte mein Auge nicht auf Schändliches; ich hasse es, Unrecht zu tun, es soll nicht an mir haften. - (R)

Falschheit sei meinem Herzen fern; ich will das Böse nicht kennen. Wer den Nächsten heimlich verleumdet, den bring‘ ich zum Schweigen. - (R)

Stolze Augen und hochmütige Herzen kann ich nicht ertragen. Meine Augen suchen die Treuen im Land; sie sollen bei mir wohnen. Wer auf rechten Wegen geht, der darf mir dienen. - R

Perambulábam in innocéntia cordis mei.

R Wer auf rechten Wegen geht, der darf dir dienen, Herr. – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers : vgl. Lk 7, 16

Allelúia. Prophéta magnus surréxit in nobis, et Dóminus visitávit plebem suam. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Ein großer Prophet trat unter uns auf: Gott nahm sich seines Volkes an. Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 7, 11-17

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit ging Jesus in eine Stadt namens Naïn; seine Jünger und eine große Menschenmenge folgten ihm. Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. Es war der einzige Sohn seiner Mutter, einer Witwe. Und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie. Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht! Dann ging er zu der Bahre hin und fasste sie an. Die Träger blieben stehen, und er sagte: Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf! Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen, und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück. Alle wurden von Furcht ergriffen; sie priesen Gott und sagten: Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen. Und die Kunde davon verbreitete sich überall in Judäa und im ganzen Gebiet ringsum.

 

 Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Sacrifícium tibi pláceat, Deus, in festivitáte beáti Robérti epíscopi libénter exhíbitum, quo monénte, nos étiam totos tibi réddimus collaudántes. Per Christum.

Herr, unser Gott, sieh auf die Gaben, die wir dir am Gedenktag des heiligen Kirchenlehrers Robert Bellarmin weihen. Da wir getreu seiner Weisung uns selbst dir schenken, nimm mit dem Opfer des Lobes uns alle an. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VON DEN HIRTEN DER KIRCHE

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: per Christum Dóminum nostrum. Quia sic tríbuis Ecclésiam tuam sancti Roberti festivitáte gaudére, ut eam exémplo piæ conversatiónis corróbores, verbo prædicatiónis erúdias, gratáque tibi supplicatióne tueáris. Et ídeo, cum Angelórum atque Sanctórum turba, hymnum laudis tibi cánimus, sine fine dicéntes:

In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Vater im Himmel, zu danken und am Fest des heiligen Robert Bellarmin deine Größe zu rühmen. Sein Leben aus dem Glauben ist uns ein Vorbild, die Botschaft seiner Predigt belehrt uns, seine Fürbitte erwirkt uns Schutz und Hilfe durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit, Heilig

 

HochgebetErstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Lk 12, 42

Fidélis servus et prudens, quem constítuit Dóminus super famíliam suam, ut det illis in témpore trítici mensúram.

Er ist der treue und kluge Verwalter, den der Herr eingesetzt hat, damit er seinen Dienern zur rechten Zeit gibt, was sie zum Leben brauchen.

 

SCHLUSSGEBET

Quos Christo réficis pane vivo, eósdem édoce, Dómine, Christo magístro, ut in festivitáte beáti Robérti epíscopi tuam discant veritátem, et eam in caritáte operéntur. Per Christum.

Allmächtiger Gott, in diesem Mahl haben wir Christus, das Brot des Lebens, empfangen. Gib, dass wir auf ihn hören, der unser wahrer Lehrer ist. Hilf uns, dass wir nach dem Beispiel des heiligen Robert Bellarmin allezeit deine Wahrheit suchen und sie in Werken der Liebe bezeugen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Eigene Lesungen

LESUNG Weish 7, 7-10.15-16

Lesung aus dem Buch der Weisheit

Daher betete ich, und es wurde mir Klugheit gegeben; ich flehte, und der Geist der Weisheit kam zu mir. Ich zog sie Zeptern und Thronen vor, Reichtum achtete ich für nichts im Vergleich mit ihr. Keinen Edelstein stellte ich ihr gleich; denn alles Gold erscheint neben ihr wie ein wenig Sand, und Silber gilt ihr gegenüber so viel wie Lehm. Ich liebte sie mehr als Gesundheit und Schönheit und zog ihren Besitz dem Lichte vor; denn niemals erlischt der Glanz, der von ihr ausstrahlt.

Mir aber gewähre Gott, nach meiner Einsicht zu sprechen und zu denken, wie die empfangenen Gaben es wert sind; denn er ist der Führer der Weisheit und hält die Weisen auf dem rechten Weg. Wir und unsere Worte sind in seiner Hand, auch alle Klugheit und praktische Erfahrung.

 

ANTWORTPSALM Ps 19 (18B), 8.9.10.11-12 (R: 10b oder vgl. Joh 6, 63b)

Iudícia Dómini vera, iusta ómnia simul.

R Die Urteile des Herrn sind wahr, gerecht sind sie alle. - R

Oder:

Verba tua, Dómine, spíritus et vita.

R Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben. - R

Die Weisung des Herrn ist vollkommen, sie erquickt den Menschen. Das Gesetz des Herrn ist verlässlich, den Unwissenden macht es weise. - (R)

Die Befehle des Herrn sind richtig, sie erfreuen das Herz; das Gebot des Herrn ist lauter, es erleuchtet die Augen. - (R)

Die Furcht des Herrn ist rein, sie besteht für immer. Die Urteile des Herrn sind wahr, gerecht sind sie alle. - (R)

Sie sind kostbarer als Gold, als Feingold in Menge. Sie sind süßer als Honig, als Honig aus Waben. Auch dein Knecht lässt sich von ihnen warnen; wer sie beachtet, hat reichen Lohn. - R

Iudícia Dómini vera, iusta ómnia simul.

R Die Urteile des Herrn sind wahr, gerecht sind sie alle. - R

Oder:

Verba tua, Dómine, spíritus et vita.

R Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben. - R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Joh 6, 63b.68c

Allelúia. Verba tua, Dómine, spíritus et vita; verba vitae aetérnae habes. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben. Du hast Worte des ewigen Lebens. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mt 7, 21-29

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten, und haben wir nicht mit deinem Namen Dämonen ausgetrieben und mit deinem Namen viele Wunder vollbracht? Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Übertreter des Gesetzes! Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut. Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört. Als Jesus diese Rede beendet hatte, war die Menge sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der (göttliche) Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.