16.9. HL. KORNELIUS UND HL. CYPRIAN

Commune für Märtyrer 1 (841-MB II 897); Lesungen vom Montag der 24. Woche im Jahreskreis (I)

 

ERÖFFNUNGSVERS

Gaudent in cælis ánimæ Sanctórum, qui Christi vestígia sunt secúti; et quia pro eius amóre sánguinem suum fudérunt, ídeo cum Christo exsúltant sine fine.

Im Himmel freuen sich die Heiligen, die Christus nachgefolgt sind bis in den Tod. Aus Liebe zu Christus haben sie ihr Blut vergossen; nun herrschen sie mit ihm in Ewigkeit.

Oder:

Schreien die Gerechten, so hört sie der Herr; er entreißt sie all ihren Ängsten. (MB 901)

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Deus, qui pópulo tuo beátos Cornélium et Cypriánum sédulos pastóres et invíctos mártyres præstitísti, concéde ut, eórum intercessióne, fide et constántia roborémur, et pro Ecclésiæ unitáte óperam tribuámus impénse. Per Dóminum.

Ewiger Gott, du hast deiner Kirche in den heiligen Bischöfen Kornelius und Cyprian eifrige Hirten geschenkt und ihnen die Kraft gegeben, treu bis in den Tod ihren Glauben zu bekennen. Höre auf ihre Fürsprache und festige unseren Glauben, damit wir bereit sind, für die Einheit der Kirche zu beten und zu arbeiten. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Montag der 24. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG 1 Tim 2, 1-8

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an Timotheus

Vor allem fordere ich zu Bitten und Gebeten, zu Fürbitte und Danksagung auf, und zwar für alle Menschen, für die Herrscher und für alle, die Macht ausüben, damit wir in aller Frömmigkeit und Rechtschaffenheit ungestört und ruhig leben können. Das ist recht und gefällt Gott, unserem Retter; er will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Denn: Einer ist Gott, Einer auch Mittler zwischen Gott und den Menschen: der Mensch Christus Jesus, der sich als Lösegeld hingegeben hat für alle, ein Zeugnis zur vorherbestimmten Zeit, als dessen Verkünder und Apostel ich eingesetzt wurde - ich sage die Wahrheit und lüge nicht -, als Lehrer der Heiden im Glauben und in der Wahrheit. Ich will, dass die Männer überall beim Gebet ihre Hände in Reinheit erheben, frei von Zorn und Streit.

 

ANTWORTPSALM Ps 28 (27), 1ab u. 2.7.8-9 (R: 6)

Benedíctus Dóminus, quóniam exaudívit vocem deprecatiónis meæ.

R Der Herr sei gepriesen, er hat mein lautes Flehen erhört. - R

Zu dir rufe ich, Herr, mein Fels. Wende dich nicht schweigend ab von mir! Höre mein lautes Flehen, wenn ich zu dir schreie, wenn ich die Hände zu deinem Allerheiligsten erhebe. - (R)

Der Herr ist meine Kraft und mein Schild, mein Herz vertraut ihm. Mir wurde geholfen. Da jubelte mein Herz; ich will ihm danken mit meinem Lied. - (R)

Der Herr ist die Stärke seines Volkes, er ist Schutz und Heil für seinen Gesalbten. Hilf deinem Volk, und segne dein Erbe, führe und trage es in Ewigkeit! - R

Benedíctus Dóminus, quóniam exaudívit vocem deprecatiónis meæ.

R Der Herr sei gepriesen, er hat mein lautes Flehen erhört. - R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Joh 3, 16a.15

Allelúia. Sic Deus diléxit mundum, ut Fílium suum unigénitum daret; omnis qui credit in eum habet vitam ætérnam. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat. Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 7, 1-10

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit, als Jesus diese Rede vor dem Volk beendet hatte, ging er nach Kafarnaum hinein. Ein Hauptmann hatte einen Diener, der todkrank war und den er sehr schätzte. Als der Hauptmann von Jesus hörte, schickte er einige von den jüdischen Ältesten zu ihm mit der Bitte, zu kommen und seinen Diener zu retten. Sie gingen zu Jesus und baten ihn inständig. Sie sagten: Er verdient es, dass du seine Bitte erfüllst; denn er liebt unser Volk und hat uns die Synagoge gebaut. Da ging Jesus mit ihnen. Als er nicht mehr weit von dem Haus entfernt war, schickte der Hauptmann Freunde und ließ ihm sagen: Herr, bemüh dich nicht! Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst. Deshalb habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen. Sprich nur ein Wort, dann muss mein Diener gesund werden. Auch ich muss Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es. Jesus war erstaunt über ihn, als er das hörte. Und er wandte sich um und sagte zu den Leuten, die ihm folgten: Ich sage euch: Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden. Und als die Männer, die der Hauptmann geschickt hatte, in das Haus zurückkehrten, stellten sie fest, dass der Diener gesund war.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Súscipe, quæsumus, Dómine, múnera pópuli tui pro mártyrum tuórum passiónibus dicáta sanctórum, et quæ beátis Cornélio et Cypriáno in persecutióne fortitúdinem ministrárunt, nobis quoque præbeant inter advérsa constántiam. Per Christum.

Allmächtiger Gott, um das Martyrium deiner Heiligen zu feiern, bringen wir die Gaben zu deinem Altar. Aus der Feier der Eucharistie schöpften Kornelius und Cyprian Kraft in der Zeit ihrer Prüfung. Das heilige Sakrament schenke auch uns Standhaftigkeit in der Bedrängnis. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VON DEN MÄRTYRERN I

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: Quóniam beáti mártyris N. pro confessióne nóminis tui, ad imitatiónem Christi, sanguis effúsus tua mirabília maniféstat, quibus pérficis in fragilitáte virtútem, et vires infírmas ad testimónium róboras, per Christum Dóminum nostrum. Et ídeo, cum cælórum Virtútibus, in terris te iúgiter celebrámus, maiestáti tuæ sine fine clamántes: Sanctus…

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und in den Heiligen deine Größe zu rühmen. Im Martyrium der heiligen Kornelius und Cyprian offenbarst du das Wunder deiner Gnade, denn in der menschlichen Schwachheit bringst du deine göttliche Kraft zur Vollendung. Sie sind Christus nachgefolgt auf dem Weg des Leidens und haben ihr Blut vergossen als Zeugen des Glaubens. Darum preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig...

 

Oder: Präfation von den Märtyrern II

 

HochgebetErstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Lk 22, 28-30

Vos estis qui permansístis mecum in tentatiónibus meis, et ego dispóno vobis regnum, dicit Dóminus, ut edátis et bibátis super mensam meam in regno meo.

So spricht der Herr: In allen meinen Prüfungen seid ihr bei mir geblieben. Darum vererbe ich euch das Reich. Ihr sollt in meinem Reich mit mir an meinem Tisch essen und trinken.

Oder:

Immer werden wir, obgleich wir leben, um Jesu willen dem Tod ausgeliefert, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Leib offenbar wird. (MB 902)

 

SCHLUSSGEBET

Per hæc mystéria quæ súmpsimus, Dómine, súpplices exorámus, ut, beatórum mártyrum Cornélii et Cypriáni exémplo, spíritus tui fortitúdine confirmáti, evangélicæ veritáti possímus testimónium perhibére. Per Christum.

Herr, unser Gott, gib uns durch die heiligen Geheimnisse, die wir empfangen haben, den Geist der Stärke, damit wir wie deine Märtyrer Kornelius und Cyprian unerschrocken für die Wahrheit des Evangeliums eintreten. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

16. September Hl. Kornelius, Papst und Hl. Cyprian, Bischof, Märtyrer

 

Eigene Lesungen

 

LESUNG 2 Kor 4, 7-15

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Diesen Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen; so wird deutlich, dass das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt. Von allen Seiten werden wir in die Enge getrieben und finden doch noch Raum; wir wissen weder aus noch ein und verzweifeln dennoch nicht; wir werden gehetzt und sind doch nicht verlassen; wir werden niedergestreckt und doch nicht vernichtet. Wohin wir auch kommen, immer tragen wir das Todesleiden Jesu an unserem Leib, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib sichtbar wird. Denn immer werden wir, obgleich wir leben, um Jesu willen dem Tod ausgeliefert, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleisch offenbar wird. So erweist an uns der Tod, an euch aber das Leben seine Macht. Doch haben wir den gleichen Geist des Glaubens, von dem es in der Schrift heißt: Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet. Auch wir glauben, und darum reden wir. Denn wir wissen, dass der, welcher Jesus, den Herrn, auferweckt hat, auch uns mit Jesus auferwecken und uns zusammen mit euch (vor sein Angesicht) stellen wird. Alles tun wir euretwegen, damit immer mehr Menschen aufgrund der überreich gewordenen Gnade den Dank vervielfachen, Gott zur Ehre.

 

ANTWORTPSALM Ps 126 (125), 1-2b.2c-3.4-5.6 (R: 5)

Qui séminant in lácrimis, in exsultatióne metent.

R Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten. – R

Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete, da waren wir alle wie Träumende. Da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel. - (R)

Da sagte man unter den andern Völkern: „Der Herr hat an ihnen Großes getan.“ Ja, Großes hat der Herr an uns getan. Da waren wir fröhlich. - (R)

Wende doch, Herr, unser Geschick, wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland. Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten. - (R)

Sie gehen hin unter Tränen und tragen den Samen zur Aussaat. Sie kommen wieder mit Jubel und bringen ihre Garben ein. - R

Qui séminant in lácrimis, in exsultatióne metent.

R Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten. – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: 2 Kor 1, 3b-4a

Allelúia. Benedíctus Pater misericordiárum et Deus totíus consolatiónis, qui consolátur nos in omni tribulatióne nostra. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Gepriesen sei der Vater des Erbarmens und der Gott allen Trostes. Er tröstet uns in all unserer Not. Halleluja.

 

EVANGELIUM Joh 17, 6a.11b-19

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast.

Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir. Solange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Und ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ging verloren, außer dem Sohn des Verderbens, damit sich die Schrift erfüllt. Aber jetzt gehe ich zu dir. Doch dies rede ich noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben. Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst. Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit. Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt. Und ich heilige mich für sie, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.