8.9. 23. SONNTAG IM JAHRESKREIS C

Eigene Messe (395-MB II 235) und Lesungen; Gloria; Credo

Das Fest Mariä Geburt entfällt in diesem Jahr.

 

ERÖFFNUNGSVERS Ps 118, 137. 124

Iustus es, Dómine, et rectum iudícium tuum; fac cum servo tuo secúndum misericórdiam tuam.

Herr, du bist gerecht, und deine Entscheide sind richtig. Handle an deinem Knecht nach deiner Huld.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis

 

TAGESGEBET

Deus, per quem nobis et redémptio venit et prćstátur adóptio, fílios dilectiónis tuć benígnus inténde, ut in Christo credéntibus et vera tribuátur libértas, et heréditas ćtérna. Per Dóminum.

Gütiger Gott, du hast uns durch deinen Sohn erlöst und als deine geliebten Kinder angenommen. Sieh voll Güte auf alle, die an Christus glauben, und schenke ihnen die wahre Freiheit und das ewige Erbe. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

C ERSTE LESUNG Weish 9, 13-19

Lesung aus dem Buch der Weisheit.

Welcher Mensch kann Gottes Plan erkennen oder wer begreift, was der Herr will? Unsicher sind die Überlegungen der Sterblichen und einfältig unsere Gedanken; denn ein vergänglicher Leib beschwert die Seele und das irdische Zelt belastet den um vieles besorgten Verstand.

Wir erraten kaum, was auf der Erde vorgeht, und finden nur mit Mühe, was auf der Hand liegt; wer ergründet, was im Himmel ist? Wer hat je deinen Plan erkannt, wenn du ihm nicht Weisheit gegeben und deinen heiligen Geist aus der Höhe gesandt hast? So wurden die Pfade der Erdenbewohner gerade gemacht und die Menschen lernten, was dir gefällt; durch die Weisheit wurden sie gerettet.

 

Wort des lebendigen Gottes.

 

ANTWORTPSALM Ps 90 (89), 3-4.5-6.12-13.14 u. 17 (R: 1)

Dómine, refúgium factus es nobis, a generatióne in generatiónem.

R Herr, du bist uns Wohnung von Geschlecht zu Geschlecht. - R

Zum Staub zurückkehren lässt du den Menschen, du sprichst: Ihr Menschenkinder, kehrt zurück!

Denn tausend Jahre sind in deinen Augen wie der Tag, der gestern vergangen ist, wie eine Wache in der Nacht. - (R)

Du raffst sie dahin, sie werden wie Schlafende. Sie gleichen dem Gras, das am Morgen wächst:

Am Morgen blüht es auf und wächst empor, am Abend wird es welk und verdorrt. - (R)

Unsere Tage zu zählen, lehre uns! Dann gewinnen wir ein weises Herz.

Kehre doch um, HERR! - Wie lange noch? Um deiner Knechte willen lass es dich reuen! - (R)

Sättige uns am Morgen mit deiner Huld! Dann wollen wir jubeln und uns freuen all unsre Tage.

Güte und Schönheit des Herrn, unseres Gottes, sei über uns! Lass gedeihen das Werk unserer Hände, ja, das Werk unserer Hände lass gedeihen! - R

Dómine, refúgium factus es nobis, a generatióne in generatiónem.

R Herr, du bist uns Wohnung von Geschlecht zu Geschlecht. - R

 

ZWEITE LESUNG Phlm 9b-10.12-17

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an Philémon.

Lieber Bruder!

Ich, Paulus, ein alter Mann, jetzt auch Gefangener Christi Jesu, ich bitte dich für mein Kind Onesimus, dem ich im Gefängnis zum Vater geworden bin.

Ich schicke ihn zu dir zurück, ihn, das bedeutet mein Innerstes. Ich wollte ihn bei mir behalten, damit er mir an deiner Stelle dient in den Fesseln des Evangeliums.

Aber ohne deine Zustimmung wollte ich nichts tun. Deine gute Tat soll nicht erzwungen, sondern freiwillig sein. Denn vielleicht wurde er deshalb eine Weile von dir getrennt, damit du ihn für ewig zurückerhältst, nicht mehr als Sklaven, sondern als weit mehr: als geliebten Bruder. Das ist er jedenfalls für mich, um wie viel mehr dann für dich, als Mensch und auch vor dem Herrn.

Wenn du also mit mir Gemeinschaft hast, nimm ihn auf wie mich!

 

Wort des lebendigen Gottes.

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: Ps 119 (118), 135

Allelúia. Fáciem tuam illúmina super servum tuum, et doce me iustificatiónes tuas. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht, und lehre mich deine Gesetze. Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 14, 25-33

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit begleiteten viele Menschen Jesus; da wandte er sich an sie und sagte: Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein.

Wer nicht sein Kreuz trägt und hinter mir hergeht, der kann nicht mein Jünger sein. Denn wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und berechnet die Kosten, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen? Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertigstellen kann. Und alle, die es sehen, würden ihn verspotten und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen.

Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden.

Ebenso kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.

 

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

 

Glaubensbekenntnis: Groß Latein / Groß Deutsch / Apostolisch Deutsch

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Deus, auctor sincérć devotiónis et pacis, da, qućsumus, ut et maiestátem tuam conveniénter hoc múnere venerémur, et sacri participatióne mystérii fidéliter sénsibus uniámur. Per Christum.

Herr, unser Gott, du schenkst uns den Frieden und gibst uns die Kraft, dir aufrichtig zu dienen. Lass uns dich mit unseren Gaben ehren und durch die Teilnahme an dem einen Brot und dem einen Kelch eines Sinnes werden. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION FÜR DIE SONNTAGE IM JAHRESKREIS VII

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, ćquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ćtérne Deus: Quia sic mundum misericórditer dilexísti, ut ipsum nobis mítteres Redemptórem, quem absque peccáto in nostra voluísti similitúdine conversári, ut amáres in nobis quod diligébas in Fílio, cuius obœdiéntia sumus ad tua dona reparáti, quć per inobœdiéntiam amiserámus peccándo. Unde et nos, Dómine, cum Angelis et Sanctis univérsis tibi confitémur, in exsultatióne dicéntes: Sanctus…

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Vater im Himmel, zu danken und deine Gnade zu rühmen. So sehr hast du die Welt geliebt, dass du deinen Sohn als Erlöser gesandt hast. Er ist uns Menschen gleichgeworden in allem, außer der Sünde, damit du in uns lieben kannst, was du in deinem eigenen Sohne geliebt hast. Durch den Ungehorsam der Sünde haben wir deinen Bund gebrochen, durch den Gehorsam deines Sohnes hast du ihn erneuert. Darum preisen wir das Werk deiner Liebe und vereinen uns mit den Chören der Engel zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig...

 

Oder andere Präfation für die Sonntage im Jahreskreis

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Ps 42 (41), 2-3

Quemádmodum desíderat cervus ad fontes aquárum, ita desíderat ánima mea ad te, Deus: sitívit ánima mea ad Deum fortem vivum.

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, Gott, nach dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.

Oder: Joh 8, 12

Ego sum lux mundi, dicit Dóminus; qui séquitur me, non ámbulat in ténebris, sed habébit lumen vitć.

So spricht der Herr:

Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis gehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.

 

SCHLUSSGEBET

Da fidélibus tuis, Dómine, quos et verbi tui et cćléstis sacraménti pábulo nutris et vivíficas, ita dilécti Fílii tui tantis munéribus profícere, ut eius vitć semper consórtes éffici mereámur. Qui vivit et regnat in sćcula sćculórum.

Herr, unser Gott, in deinem Wort und Sakrament gibst du uns Nahrung und Leben. Lass uns durch diese großen Gaben in der Liebe wachsen und zur ewigen Gemeinschaft mit deinem Sohn gelangen, der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.