3.9. HL. GREGOR DER GROSSE

Eigene Messe (750-MB II 765); Lesungen vom Dienstag der 22. Woche im Jahreskreis (I)

 

ERÖFFNUNGSVERS

Beátus Gregórius, in cáthedra Petri sublimátus, semper spéciem Dómini quærébat, atque in solemnitáte illíus amóris habitábat.

(Der Herr machte ihn zum Vorsteher seiner Gemeinde, zum Diener seines Bundes, dass er Priester sei in Ewigkeit.)

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Deus, qui pópulis tuis indulgéntia cónsulis et amóre domináris, da spíritum sapiéntiæ, intercedénte beáto Gregório papa, quibus dedísti régimen disciplínæ, ut de proféctu sanctárum óvium fiant gáudia ætérna pastórum. Per Dóminum.

Gott, du bist deinem Volk gnädig und leitest es in Liebe. Höre auf die Fürsprache des heiligen Papstes Gregor und schenke allen, die in der Kirche am Amt der Leitung teilhaben, den Geist der Weisheit, damit dein Volk wachse und seinen Hirten zur ewigen Freude werde. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Dienstag der 22. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG 1 Thess 5, 1-6.9-11

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher

Über Zeit und Stunde, Brüder, brauche ich euch nicht zu schreiben. Ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht. Während die Menschen sagen: Friede und Sicherheit!, kommt plötzlich Verderben über sie wie die Wehen über eine schwangere Frau, und es gibt kein Entrinnen. Ihr aber, Brüder, lebt nicht im Finstern, so dass euch der Tag nicht wie ein Dieb überraschen kann. Ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören nicht der Nacht und nicht der Finsternis. Darum wollen wir nicht schlafen wie die anderen, sondern wach und nüchtern sein. Denn wer schläft, schläft bei Nacht, und wer sich betrinkt, betrinkt sich bei Nacht. Wir aber, die dem Tag gehören, wollen nüchtern sein und uns rüsten mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil. Denn Gott hat uns nicht für das Gericht seines Zorns bestimmt, sondern dafür, dass wir durch Jesus Christus, unseren Herrn, das Heil erlangen. Er ist für uns gestorben, damit wir vereint mit ihm leben, ob wir nun wachen oder schlafen. Darum tröstet und ermahnt einander, und einer richte den andern auf, wie ihr es schon tut.

 

ANTWORTPSALM Ps 27 (26), 1.4.13-14 (R: 13)

Credo vidére bona Dómini in terra vivéntium.

R Ich bin gewiss, zu schauen die Güte des Herrn im Land der Lebenden. - R

Der Herr ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchtend. Der Herr ist die Kraft meines Lebens: Vor wem sollte mir bangen? - (R)

Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich: Im Haus des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens, die Freundlichkeit des Herrn zu schauen und nachzusinnen in seinem Tempel. - (R)

Ich bin gewiss, zu schauen die Güte des Herrn im Land der Lebenden. Hoffe auf den Herrn, und sei stark! Hab festen Mut, und hoffe auf den Herrn! - R

Credo vidére bona Dómini in terra vivéntium.

R Ich bin gewiss, zu schauen die Güte des Herrn im Land der Lebenden. - R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Lk 7, 16

Allelúia. Prophéta magnus surréxit in nobis et Deus visitávit plebem suam. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Ein großer Prophet trat unter uns auf: Gott nahm sich seines Volkes an. Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 4, 31-37

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit ging Jesus hinab nach Kafarnaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte die Menschen am Sabbat. Sie waren sehr betroffen von seiner Lehre, denn er redete mit (göttlicher) Vollmacht. In der Synagoge saß ein Mann, der von einem Dämon, einem unreinen Geist, besessen war. Der begann laut zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der Dämon warf den Mann mitten in der Synagoge zu Boden und verließ ihn, ohne ihn jedoch zu verletzen. Da waren alle erstaunt und erschrocken, und einer fragte den andern: Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern, und sie fliehen. Und sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Annue nobis, quæsumus, Domine, ut, in celebratióne beáti Gregórii, hæc nobis prosit oblátio, quam immolándo totíus mundi tribuísti relaxári delícta.

Barmherziger Gott, am Gedenktag des heiligen Papstes Gregor bringen wir unsere Gaben dar für die Feier des Opfers, durch das du der Welt alle Sünden vergeben hast. Schau gnädig auf uns und gib, dass dieses Geheimnis uns Heil und Segen bringt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VON DEN HIRTEN DER KIRCHE

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: per Christum Dóminum nostrum. Quia sic tríbuis Ecclésiam tuam sancti Gregórii festivitáte gaudére, ut eam exémplo piæ conversatiónis corróbores, verbo prædicatiónis erúdias, gratáque tibi supplicatióne tueáris. Et ídeo, cum Angelórum atque Sanctórum turba, hymnum laudis tibi cánimus, sine fine dicéntes:

In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Vater im Himmel, zu danken und am Fest des heiligen Papstes Georg des Großen deine Größe zu rühmen. Sein Leben aus dem Glauben ist uns ein Vorbild, die Botschaft seiner Predigt belehrt uns, seine Fürbitte erwirkt uns Schutz und Hilfe durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit, Heilig

 

HochgebetErstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Joh 21, 17

Fidélis servus et prudens, quem constítuit Dóminus super famíliam suam, ut det illis in témpore trítici mensuram.

(Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich liebe.)

 

SCHLUSSGEBET

Quos Christo réficis pane vivo, eósdem édoce, Dómine, Christo magístro, ut in festivitáte beáti Gregórii tuam discant veritátem, et eam in caritáte operéntur. Per Christum.

Allmächtiger Gott, in diesem Mahl haben wir Christus, das Brot des Lebens, empfangen. Gib, dass wir auf ihn hören, der unser wahrer Lehrer ist. Hilf uns, dass wir nach dem Beispiel des heiligen Gregor allezeit deine Wahrheit suchen und sie in Werken der Liebe bezeugen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

3. September Hl. Gregor der Grosse Papst, Kirchenlehrer

 

Eigene Lesungen

LESUNG 2 Kor 4, 1-2.5-7

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Daher erlahmt unser Eifer nicht in dem Dienst, der uns durch Gottes Erbarmen übertragen wurde. Wir haben uns von aller schimpflichen Arglist losgesagt; wir handeln nicht hinterhältig und verfälschen das Wort Gottes nicht, sondern lehren offen die Wahrheit. So empfehlen wir uns vor dem Angesicht Gottes jedem menschlichen Gewissen.

Wir verkündigen nämlich nicht uns selbst, sondern Jesus Christus als den Herrn, uns aber als eure Knechte um Jesu willen. Denn Gott, der sprach: Aus Finsternis soll Licht aufleuchten!, er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet, damit wir erleuchtet werden zur Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi. Diesen Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen; so wird deutlich, dass das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt.

 

ANTWORTPSALM Ps 96 (95), 1-2.3 u. 7.8 u. 10 (R: vgl. 3a)

Annuntiáte in ómnibus pópulis mirabília Dómini.

R Kündet den Völkern die Herrlichkeit des Herrn! – R

Singet dem Herrn ein neues Lied, singt dem Herrn, alle Länder der Erde! Singt dem Herrn und preist seinen Namen, verkündet sein Heil von Tag zu Tag! - (R)

Erzählt bei den Völkern von seiner Herrlichkeit, bei allen Nationen von seinen Wundern! Bringt dar dem Herrn, ihr Stämme der Völker, bringt dar dem Herrn Lob und Ehre! - (R)

Bringt dar dem Herrn die Ehre seines Namens, spendet Opfergaben, und tretet ein in sein Heiligtum! Verkündet bei den Völkern: Der Herr ist König. Den Erdkreis hat er gegründet, so dass er nicht wankt. Er richtet die Nationen so, wie es recht ist. - R

Annuntiáte in ómnibus pópulis mirabília Dómini.

R Kündet den Völkern die Herrlichkeit des Herrn! – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: Joh 15, 15b

Allelúia. Vos dixi amícos, dicit Dóminus, quia ómnia quaecúmque audívi a Patre meo, nota feci vobis. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. (So spricht der Herr:) Ich habe euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich gehört habe von meinem Vater. Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 22, 24-30

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

Es entstand unter ihnen ein Streit darüber, wer von ihnen wohl der Größte sei. Da sagte Jesus: Die Könige herrschen über ihre Völker, und die Mächtigen lassen sich Wohltäter nennen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern der Größte unter euch soll werden wie der Kleinste, und der Führende soll werden wie der Dienende. Welcher von beiden ist größer: wer bei Tisch sitzt oder wer bedient? Natürlich der, der bei Tisch sitzt. Ich aber bin unter euch wie der, der bedient. In allen meinen Prüfungen habt ihr bei mir ausgeharrt. Darum vermache ich euch das Reich, wie es mein Vater mir vermacht hat: Ihr sollt in meinem Reich mit mir an meinem Tisch essen und trinken, und ihr sollt auf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.