20.8. HL. BERNHARD VON CLAIRVAUX

Eigene Messe (741-MB II 754); Lesungen vom Dienstag der 20. Woche im Jahreskreis (I)

 

ERÖFFNUNGSVERS

Replévit beátum Bernárdum Dominus spíritu intelligéntiæ, et ipse fluénta doctrínæ ministrávit pópulo Dei.

Oder eigene Texte auf Deutsch:

Státuit ei Dóminus testaméntum pacis, et príncipem fecit eum, ut sit illi sacerdótii dígnitas in ætérnum.

Die Menschen erfahren von der Weisheit der Heiligen, die Kirche lobt sie. Sie werden leben in Ewigkeit.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Deus, qui beátum Bernárdum abbátem, zelo domus tuæ succénsum, in Ecclésia tua lucére simul et ardére fecísti, eius nobis intercessióne concéde, ut, eódem spíritu fervéntes, tamquam fílii lucis iúgiter ambulémus. Per Dóminum.

Allmächtiger Gott, du hast den heiligen Abt Bernhard mit brennender Sorge für deine Kirche erfüllt und ihn in den Wirren seiner Zeit zu einem hellen Licht gemacht. Erwecke auch heute Menschen, die vom Geist Christi ergriffen sind und als Kinder des Lichtes leben. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Dienstag der 20. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG Ri 6, 11-24a

Lesung aus dem Buch der Richter

In jenen Tagen kam der Engel des Herrn und setzte sich unter die Eiche bei Ofra, die dem Abiësriter Joasch gehörte. Sein Sohn Gideon war gerade dabei, in der Kelter Weizen zu dreschen, um ihn vor Midian in Sicherheit zu bringen. Da erschien ihm der Engel des Herrn und sagte zu ihm: Der Herr sei mit dir, starker Held. Doch Gideon sagte zu ihm: Ach, mein Herr, ist der Herr wirklich mit uns? Warum hat uns dann all das getroffen? Wo sind alle seine wunderbaren Taten, von denen uns unsere Väter erzählt haben? Sie sagten doch: Wirklich, der Herr hat uns aus Ägypten heraufgeführt. Jetzt aber hat uns der Herr verstoßen und uns der Faust Midians preisgegeben. Da wandte sich der Herr ihm zu und sagte: Geh und befrei mit der Kraft, die du hast, Israel aus der Faust Midians! Ja, ich sende dich. Er entgegnete ihm: Ach, mein Herr, womit soll ich Israel befreien? Sieh doch, meine Sippe ist die schwächste in Manasse, und ich bin der Jüngste im Haus meines Vaters. Doch der Herr sagte zu ihm: Weil ich mit dir bin, wirst du Midian schlagen, als wäre es nur ein Mann. Gideon erwiderte ihm: Wenn ich dein Wohlwollen gefunden habe, dann gib mir ein Zeichen dafür, dass du selbst es bist, der mit mir redet. Entfern dich doch nicht von hier, bis ich zu dir zurückkomme; ich will eine Gabe für dich holen und sie vor dich hinlegen. Er sagte: Ich werde bleiben, bis du zurückkommst. Gideon ging (ins Haus) hinein und bereitete ein Ziegenböckchen zu sowie ungesäuerte Brote von einem Efa Mehl. Er legte das Fleisch in einen Korb, tat die Brühe in einen Topf, brachte beides zu ihm hinaus unter die Eiche und setzte es ihm vor. Da sagte der Engel Gottes zu ihm: Nimm das Fleisch und die Brote, und leg sie hier auf den Felsen, die Brühe aber gieß weg! Gideon tat es. Der Engel des Herrn streckte den Stab aus, den er in der Hand hatte, und berührte mit seiner Spitze das Fleisch und die Brote. Da stieg Feuer von dem Felsblock auf und verzehrte das Fleisch und die Brote. Der Engel des Herrn aber war Gideons Augen entschwunden. Als nun Gideon sah, dass es der Engel des Herrn gewesen war, sagte er: Weh mir, Herr und Gott, ich habe den Engel des Herrn von Angesicht zu Angesicht gesehen. Der Herr erwiderte ihm: Friede sei mit dir! Fürchte dich nicht, du wirst nicht sterben. Gideon errichtete an jener Stelle einen Altar für den Herrn und nannte ihn: Der Herr ist Friede.

 

ANTWORTPSALM Ps 85 (84), 9.11-12.13-14 (R: 9b)

Lóquitur pacem Dóminus ad plebem suam.

R Frieden verkündet der Herr seinem Volk. – R

Ich will hören, was Gott redet: Frieden verkündet der Herr seinem Volk und seinen Frommen, den Menschen mit redlichem Herzen. - (R)

Es begegnen einander Huld und Treue; Gerechtigkeit und Friede küssen sich. Treue sprosst aus der Erde hervor; Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder. - (R)

Auch spendet der Herr dann Segen, und unser Land gibt seinen Ertrag. Gerechtigkeit geht vor ihm her, und Heil folgt der Spur seiner Schritte. - R

Lóquitur pacem Dóminus ad plebem suam.

R Frieden verkündet der Herr seinem Volk. – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. 2 Kor 8, 9

Allelúia. Iesus Christus egénus factus est, cum esset dives, ut illíus inópia vos dívites essétis. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Jesus Christus, der reich war, wurde aus Liebe arm. Und durch seine Armut hat er uns reich gemacht. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mt 19, 23-30

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Amen, das sage ich euch: Ein Reicher wird nur schwer in das Himmelreich kommen. Nochmals sage ich euch: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. Als die Jünger das hörten, erschraken sie sehr und sagten: Wer kann dann noch gerettet werden? Jesus sah sie an und sagte zu ihnen: Für Menschen ist das unmöglich, für Gott aber ist alles möglich. Da antwortete Petrus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen? Jesus erwiderte ihnen: Amen, ich sage euch: Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt, werdet ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen. Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Maiestáti tuæ, Dómine, unitátis et pacis offérimus sacraméntum, sancti Bernárdi abbátis memóriam recoléntes, qui, verbo et ópere præclárus, Ecclésiæ tuæ órdinis concórdiam strénue procurávit. Per Christum.

Allmächtiger Gott, am Gedenktag des heiligen Abtes Bernhard, der sich um Ordnung und Eintracht in deiner Kirche bemüht hat, feiern wir das Geheimnis der Einheit und des Friedens. Nimm unsere Gaben an und überwinde alle Spaltung durch die Liebe deines Sohnes, der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

PRÄFATION VON DEN HIRTEN DER KIRCHE

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: per Christum Dóminum nostrum. Quia sic tríbuis Ecclésiam tuam sancti Bernárdi festivitáte gaudére, ut eam exémplo piæ conversatiónis corróbores, verbo prædicatiónis erúdias, gratáque tibi supplicatióne tueáris. Et ídeo, cum Angelórum atque Sanctórum turba, hymnum laudis tibi cánimus, sine fine dicéntes:

In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Vater im Himmel, zu danken und am Fest des heiligen Abtes Bernhard deine Größe zu rühmen. Sein Leben aus dem Glauben ist uns ein Vorbild, die Botschaft seiner Predigt belehrt uns, seine Fürbitte erwirkt uns Schutz und Hilfe durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit.

 

Oder: Präfation von den Heiligen oder: Präfation von den Ordensleuten

 

HochgebetErstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Io 15, 9

Sicut diléxit me Pater, et ego diléxi vos, dicit Dóminus; manéte in dilectióne mea.

Oder:

Nos prædicámus Christum crucifíxum, Christum, Dei virtútem et Dei sapiéntiam.

Wir verkündigen Christus als Gekreuzigten; Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

 

SCHLUSSGEBET

Cibus, quem súmpsimus, Dómine, in celebratióne beáti Bernárdi, suum in nobis operétur efféctum, ut, eius exémplis roboráti et mónitis erudíti, Verbi tui incarnáti rapiámur amóre. Qui vivit et regnat in sæcula sæculórum.

Herr und Gott, das Sakrament, das wir am Fest des heiligen Bernhard empfangen haben, bringe in uns reiche Frucht. Hilf uns, nach dem Vorbild und den Mahnungen dieses Heiligen zu leben und Jesus, dein Fleisch gewordenes Wort, aus ganzem Herzen zu lieben, der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

20. August Hl. Bernhard von Clairvaux Abt, Kirchenlehrer

 

Eigene Lesungen

 

LESUNG Sir 15, 1-6

Lesung aus dem Buch Jesus Sirach

Wer den Herrn fürchtet, handelt so, und wer am Gesetz festhält, erlangt die Weisheit. Sie geht ihm entgegen wie eine Mutter, wie eine junge Gattin nimmt sie ihn auf. Sie nährt ihn mit dem Brot der Klugheit und tränkt ihn mit dem Wasser der Einsicht. Er stützt sich auf sie und kommt nicht zu Fall, er vertraut auf sie und wird nicht enttäuscht. Sie erhöht ihn über seine Gefährten, sie öffnet ihm den Mund in der Versammlung. Sie lässt ihn Jubel und Freude finden, unvergänglichen Ruhm wird sie ihm verleihen.

 

ANTWORTPSALM Ps 119 (118), 9-10.11-12.13-14 (R: 12b)

Doce me, Dómine, iustificatiónes tuas.

R Herr, lehre mich deine Gesetze! - R (GL 465)

Wie geht ein junger Mann seinen Pfad ohne Tadel? Wenn er sich hält an dein Wort. Ich suche dich von ganzem Herzen. Lass mich nicht abirren von deinen Geboten! - (R)

Ich berge deinen Spruch im Herzen, damit ich gegen dich nicht sündige. Gepriesen seist du, Herr. Lehre mich deine Gesetze! - (R)

Mit meinen Lippen verkünde ich alle Urteile deines Mundes. Nach deinen Vorschriften zu leben freut mich mehr als großer Besitz. – R

Doce me, Dómine, iustificatiónes tuas.

R Herr, lehre mich deine Gesetze! - R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: Joh 15, 9b.5b

Allelúia. Manéte in dilectióne mea, dicit Dóminus; qui manet in me et ego in eo, hic fert fructum multum. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. (So spricht der Herr:) Bleibt in meiner Liebe! Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht. Halleluja.

 

EVANGELIUM Joh 17, 20-26

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

Aber ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast; denn sie sollen eins sein, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich. Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil du mich schon geliebt hast vor der Erschaffung der Welt. Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt, und sie haben erkannt, dass du mich gesandt hast. Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht und werde ihn bekannt machen, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und damit ich in ihnen bin.