7.8. HL. XYSTUS UND GEFÄHRTEN

Commune Texte für Märtyrer 1: Für mehrere Märtyrer außerhalb der Osterzeit (841-MB II 897); Lesungen vom Mittwoch der 18. Woche im Jahreskreis (I)

Oder: Hl. Kajetan

Oder: Messe vom Tag

Oder: Hl. Altmann

 

ERÖFFNUNGSVERS

Gaudent in cælis ánimæ Sanctórum, qui Christi vestígia sunt secúti; et quia pro eius amóre sánguinem suum fudérunt, ídeo cum Christo exsúltant sine fine.

Im Himmel freuen sich die Heiligen, die Christus nachgefolgt sind bis in den Tod. Aus Liebe zu Christus haben sie ihr Blut vergossen; nun herrschen sie mit ihm in Ewigkeit.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis

 

TAGESGEBET

Quaesumus, omnípotens Deus, ut nos, virtúte Spíritus Sancti, et ad credéndum dóciles et ad confiténdum fortes effícias, qui beáto Xysto eiúsque sóciis propter verbum tuum et testimónium Iesu ánimas suas pónere tribuísti. Per Dóminum.

Allmächtiger Gott, du hast dem heiligen Xystus und seinen Gefährten die Kraft geschenkt, für dein Wort und das Zeugnis von Jesus ihr Leben dahinzugeben. Stärke uns mit dem Heiligen Geist, damit auch wir deine Botschaft gläubig hören und standhaft bekennen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Mittwoch der 18. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG Num 13,1-2.25 - 14, 1.26-29.34-35

Lesung aus dem Buch Numeri

In jenen Tagen sprach der Herr in der Wüste Paran zu Mose: Schick einige Männer aus, die das Land Kanaan erkunden, das ich den Israeliten geben will. Aus jedem Väterstamm sollt ihr einen Mann aussenden, und zwar jeweils einen der führenden Männer.

Vierzig Tage, nachdem man sie zur Erkundung des Landes ausgeschickt hatte, machten sie sich auf den Rückweg. Sie kamen zu Mose und Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Israeliten in die Wüste Paran nach Kadesch. Sie berichteten ihnen und der ganzen Gemeinde und zeigten ihnen die Früchte des Landes. Sie erzählten Mose: Wir kamen in das Land, in das du uns geschickt hast: Es ist wirklich ein Land, in dem Milch und Honig fließen; das hier sind seine Früchte. Aber das Volk, das im Land wohnt, ist stark, und die Städte sind befestigt und sehr groß. Auch haben wir die Söhne des Anak dort gesehen. Amalek wohnt im Gebiet des Negeb, die Hetiter, die Jebusiter und Amoriter wohnen im Gebirge, und die Kanaaniter wohnen am Meer und am Ufer des Jordan. Kaleb beruhigte das Volk, das über Mose aufgebracht war, und sagte: Wir können trotzdem hinaufziehen und das Land in Besitz nehmen; wir werden es gewiss bezwingen. Die Männer aber, die mit Kaleb zusammen nach Kanaan hinaufgezogen waren, sagten: Wir können nichts gegen dieses Volk ausrichten; es ist stärker als wir. Und sie verbreiteten bei den Israeliten falsche Gerüchte über das Land, das sie erkundet hatten, und sagten: Das Land, das wir durchwandert und erkundet haben, ist ein Land, das seine Bewohner auffrisst; alle Leute, die wir dort gesehen haben, sind hoch gewachsen Sogar die Riesen haben wir dort gesehen - die Anakiter gehören nämlich zu den Riesen. Wir kamen uns selbst klein wie Heuschrecken vor, und auch ihnen erschienen wir so.

Da erhob die ganze Gemeinde ein lautes Geschrei, und das Volk weinte die ganze Nacht.

Der Herr sprach zu Mose und Aaron: Wie lange soll das mit dieser bösen Gemeinde so weitergehen, die immer über mich murrt? Ich habe mir das Murren der Israeliten jetzt lange genug angehört. Sag ihnen: So wahr ich lebe - Spruch des Herrn -, ich will euch das antun, womit ihr mir die Ohren vollgeschrien habt: Hier in der Wüste sollen eure Leichen liegen bleiben, alle ohne Ausnahme; jeder von euch, der gemustert worden ist, wird sterben, alle Männer von zwanzig Jahren und darüber, die über mich gemurrt haben.

So viele Tage, wie ihr gebraucht habt, um das Land zu erkunden, nämlich vierzig Tage, so viele Jahre lang - für jeden Tag ein Jahr - müsst ihr die Folgen eurer Schuld tragen, also vierzig Jahre lang; dann werdet ihr erkennen, was es heißt, mir Widerstand zu leisten. Ich, der Herr, habe gesprochen. Unwiderruflich werde ich es mit dieser ganzen bösen Gemeinde so machen, die sich gegen mich zusammengerottet hat: In dieser Wüste finden sie ihr Ende, hier müssen sie sterben.

 

ANTWORTPSALM Ps 106 (105), 6-7b.13-14.21-22.23-24 (R: vgl. 4a)

Meménto nostri, Dómine, in beneplácito pópuli tui.

R Denk an uns, Herr, aus Liebe zu deinem Volk! - R

Wir haben zusammen mit unsern Vätern gesündigt, wir haben unrecht getan und gefrevelt. Unsre Väter in Ägypten begriffen deine Wunder nicht, dachten nicht an deine reiche Huld. - (R)

Sie vergaßen schnell seine Taten, wollten auf seinen Ratschluss nicht warten. Sie wurden in der Wüste begehrlich und versuchten Gott in der Öde. - (R)

Sie vergaßen Gott ihren Retter, der einst in Ägypten Großes vollbrachte, Wunder im Lande Hams, Furcht erregende Taten am Schilfmeer. - (R)

Da fasste er einen Plan, und er hätte sie vernichtet, wäre nicht Mose, sein Erwählter, für sie in die Bresche gesprungen, so dass Gott sie im Zorn nicht vertilgte. Sie verschmähten das köstliche Land; sie glaubten seinen Verheißungen nicht. - R

Meménto nostri, Dómine, in beneplácito pópuli tui.

R Denk an uns, Herr, aus Liebe zu deinem Volk! - R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Lk 7, 16

Allelúia. Prophéta magnus surréxit in nobis, et Deus visitávit plebem suam. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Ein großer Prophet trat unter uns auf: Gott nahm sich seines Volkes an. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mt 15, 21-28

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Befrei sie (von ihrer Sorge), denn sie schreit hinter uns her. Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen. Da entgegnete sie: Ja, du hast Recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Súscipe, sancte Pater, múneraquæ in sanctórum mártyrum commemoratióne deférimus, et nobis fámulis tuis concéde, ut in confessióne tui nóminis inveníri stábiles mereámur. Per Christum.

Gott, unser Vater, am Gedenktag deiner heiligen Märtyrer Xystus und seinen Gefährten rufen wir zu dir: Gewähre uns jene Treue im Bekenntnis zu deinem Namen, die du ihnen geschenkt hast, und nimm unsere Gaben an, wie du das Opfer ihres Lebens angenommen hast. Darum bitten wir durch Christus, unserem Herrn.

 

PRÄFATION VON DEN MÄRTYRERN I

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: Quóniam beáti mártyris Xysto eiúsque sóciis pro confessióne nóminis tui, ad imitatiónem Christi, sanguis effúsus tua mirabília maniféstat, quibus pérficis in fragilitáte virtútem, et vires infírmas ad testimónium róboras, per Christum Dóminum nostrum. Et ídeo, cum cælórum Virtútibus, in terris te iúgiter celebrámus, maiestáti tuæ sine fine clamántes: Sanctus…

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und in den Heiligen deine Größe zu rühmen. Im Martyrium des heiligen Xystus und seinen Gefährten offenbarst du das Wunder deiner Gnade, denn in der menschlichen Schwachheit bringst du deine göttliche Kraft zur Vollendung. Sie sind Christus nachgefolgt auf dem Weg des Leidens und haben ihr Blut vergossen als Zeugen des Glaubens. Darum preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig...

 

Oder Präfation von den Märtyrern II

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Lk 22, 28-30

Vos estis qui permansístis mecum in tentatiónibus meis, et ego dispóno vobis regnum, dicit Dóminus, ut edátis et bibátis super mensam meam in regno meo.

So spricht der Herr: In allen meinen Prüfungen seid ihr bei mir geblieben. Darum vererbe ich euch das Reich. Ihr sollt in meinem Reich mit mir an meinem Tisch essen und trinken.

 

SCHLUSSGEBET

Deus, qui crucis mystériumin sanctis martyribus tuis mirabíliter illustrásti, concéde propítius, ut, ex hoc sacrifício roboráti, Christo fidéliter hæreámus, et in Ecclésia ad salútem ómnium operémur. Per Christum.

Herr, unser Gott, du hast im Leben deiner heiligen Märtyrer das Geheimnis des Kreuzes aufleuchten lassen. Stärke uns durch das Opfer, das wir gefeiert haben, damit wir in der Nachfolge Christi ausharren und in deiner Kirche zum Heil der Menschen wirken. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Eigene Lesungen

LESUNG Weish 3, 1-9

Lesung aus dem Buch der Weisheit

Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand, und keine Qual kann sie berühren. In den Augen der Toren sind sie gestorben, ihr Heimgang gilt als Unglück, ihr Scheiden von uns als Vernichtung; sie aber sind in Frieden. In den Augen der Menschen wurden sie gestraft; doch ihre Hoffnung ist voll Unsterblichkeit. Ein wenig nur werden sie gezüchtigt; doch sie empfangen große Wohltat. Denn Gott hat sie geprüft und fand sie seiner würdig. Wie Gold im Schmelzofen hat er sie erprobt und sie angenommen als ein vollgültiges Opfer. Beim Endgericht werden sie aufleuchten wie Funken, die durch ein Stoppelfeld sprühen. Sie werden Völker richten und über Nationen herrschen, und der Herr wird ihr König sein in Ewigkeit. Alle, die auf ihn vertrauen, werden die Wahrheit erkennen, und die Treuen werden bei ihm bleiben in Liebe. Denn Gnade und Erbarmen wird seinen Erwählten zuteil.

 

ANTWORTPSALM Ps 126 (125), 1-2b.2c-3.4-5.6 (R: 5)

Qui séminant in lácrimis, in exsultatióne metent.

R Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten. - R (GL 528, 2)

Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete,

da waren wir alle wie Träumende.

Da war unser Mund voll Lachen

und unsere Zunge voll Jubel. - (R)

Da sagte man unter den andern Völkern:

„Der Herr hat an ihnen Großes getan.“

Ja, Großes hat der Herr an uns getan.

Da waren wir fröhlich. - (R)

Wende doch, Herr, unser Geschick,

wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland.

Die mit Tränen säen,

werden mit Jubel ernten. - (R)

Sie gehen hin unter Tränen

und tragen den Samen zur Aussaat.

Die kommen wieder mit Jubel

und bringen ihre Garben ein. - R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: Jak 1, 12

Beátus vir, qui suffet tentatiónem, quóniam, cum probátus fúerit, accípiet corónam vitæ.

Halleluja. Halleluja.

Selig der Mann, der in der Versuchung standhält. Denn wenn er sich bewährt, wird er den Kranz des Lebens erhalten

Halleluja.

 

EVANGELIUM Mt 10, 28-33

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann. Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen. Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.