23.3. SAMSTAG DER 2. FASTENWOCHE

Messe (178-MB II 103) und Lesungen vom Tag;

Heute ist auch der Gedenktag von Hl. Turibio von Mongrovejo

 

ERÖFFNUNGSVERS Ps 144, 8-9

Miserátor et miséricors Dóminus, pátiens et multum miséricors. Suávis Dóminus univérsis, et miseratiónes eius super ómnia ópera eius.

Der Herr ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Gnade. Der Herr ist gütig zu allen; sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Deus, qui nos gloriósis remédiis in terris adhuc pósitosiam cæléstium rerum facis esse consórtes, tu, quæsumus, in ista qua vívimus nos vita gubérna, ut ad illam, in qua ipse es, lucem perdúcas. Per Dóminum.

Gütiger Gott, durch das Wirken deiner Gnade schenkst du uns schon auf Erden den Anfang des ewigen Lebens.

Vollende, was du in uns begonnen hast, und führe uns hin zu jenem Licht, in dem du selber wohnst. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

TAGESGEBET vom Hl. Turibio von Mongrovejo

Deus, qui Ecclésiam tuam beáti Turíbii epíscopi apostólico curis zelóque veritátis auxísti, concéde, ut pópulus tibi sacrátus fídei et sanctitátis nova semper increménta suscípiat. Per Dóminum.

Barmherziger Gott, durch die apostolische Arbeit des heiligen Bischofs Turibio und seinen Eifer für die wahre Lehre hast du in Lateinamerika die Kirche im Glauben gefestigt. Gib auch den Christen unserer Zeit neue Glaubenskraft und den Mut zu einem heiligen Leben. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

LESUNG Mi 7, 14-15.18-20

Lesung aus dem Buch Micha.

Herr, führe mit deinem Stab dein Volk auf die Weide, die Schafe, die dein Erbbesitz sind, die einsam lagern in einer Wildnis mitten im fruchtbaren Land. Sie sollen wieder im Baschan und in Gilead weiden wie in den Tagen der Vorzeit. Wie in den Tagen, als du aus Ägypten auszogst, lass uns deine Wunder schauen!

Wer ist ein Gott wie du, der du Schuld verzeihst und dem Rest deines Erbvolkes das Unrecht vergibst? Gott hält nicht für immer fest an seinem Zorn; denn er liebt es, gnädig zu sein. Er wird wieder Erbarmen haben mit uns und unsere Schuld zertreten. Ja, du wirfst all unsere Sünden in die Tiefe des Meeres hinab. Du wirst Jakob deine Treue beweisen und Abraham deine Huld, wie du unseren Vätern geschworen hast in den Tagen der Vorzeit.

 

ANTWORTPSALM

Miserátor et miséricors Dóminus.

R Gnädig und barmherzig ist der Herr, voll Langmut und reich an Güte. – R

Lobe den Herrn, meine Seele, und alles in mir seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: - (R)

der dir all deine Schuld vergibt und all deine Gebrechen heilt, der dein Leben vor dem Untergang rettet und dich mit Huld und Erbarmen krönt. - (R)

Er wird nicht immer zürnen, nicht ewig im Groll verharren. Er handelt an uns nicht nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld. - (R)

Denn so hoch der Himmel über der Erde ist so hoch ist seine Huld über denen, die ihn fürchten. So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang, so weit entfernt er die Schuld von uns. - R

Miserátor et miséricors Dóminus.

R Gnädig und barmherzig ist der Herr, voll Langmut und reich an Güte. – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: Lk 15, 18

Surgam et ibo ad patrem meum, et dicam illi: Pater, peccávi in cælum et coram te.

Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir! – R Ich will zu meinem Vater gehen und ihm sagen: Vater, ich habe mich versündigt gegen den Himmel und gegen dich. Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!

 

EVANGELIUM Lk 15, 1-3.11-32

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

In jener Zeit kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus, um ihn zu hören. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Er gibt sich mit Sündern ab und isst sogar mit ihnen. Da erzählte er ihnen ein Gleichnis und sagte:

Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen auf. Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen. Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über das Land, und es ging ihm sehr schlecht. Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten. Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon. Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen, und ich komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner. Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand, und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand, und zieht ihm Schuhe an. Bringt das Mastkalb her, und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein. Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wieder gefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches Fest zu feiern. Sein älterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz. Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle. Der Knecht antwortete: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn heil und gesund wiederbekommen hat. Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu. Doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre schon diene ich dir, und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet. Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wieder gefunden worden.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Per hæc véniat, quæsumus, Dómine, sacraménta nostræ redemptiónis efféctus, qui nos et ab humánis rétrahat semper excéssibus, et ad salutária dona perdúcat. Per Christum.

Herr und Gott, lass im Sakrament des Altares die Erlösung an uns wirksam werden. Halte uns zurück, wenn uns falsche Freuden locken, rufe uns heim, wenn wir in die Irre gegangen sind, und führe uns zum Festmahl deiner Liebe. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION FÜR DIE FASTENZEIT II

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: Qui fíliis tuis ad reparándam méntium puritátem, tempus præcípuum salúbriter statuísti, quo, mente ab inordinátis afféctibus expedíta, sic incúmberent transitúris ut rebus pótius perpétuis inhærérent. Et ídeo, cum Sanctis et Angelis univérsis, te collaudámus, sine fine dicéntes: Sanctus...

Wir danken dir, Vater im Himmel, und rühmen deinen heiligen Namen. Denn jetzt ist die Zeit der Gnade, jetzt sind die Tage des Heiles. Du hilfst uns, das Böse zu überwinden, du schenkst uns von neuem die Reinheit des Herzens. Du gibst deinen Kindern die Kraft, in dieser vergänglichen Welt das unvergängliche Heil zu wirken durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig...

 

Oder andere Präfation für die Fastenzeit

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Lc 15, 32

Opórtet te, fili, gaudére, quia frater tuus mórtuus fúerat, et revixit; períerat, et invéntus est.

Freue dich, mein Sohn, denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und wurde wieder gefunden.

 

SCHLUSSGEBET

Sacraménti tui, Dómine, divína percéptio penetrália nostri cordis infúndat, et sui nos partícipes poténter effíciat. Per Christum.

Gütiger Gott, du schenkst uns Anteil an deinem Sakrament. Gib, dass wir das heilige Brot nicht nur mit dem Mund empfangen, sondern ganz von seiner Kraft durchdrungen werden, so dass wir wahrhaft aus deiner Gnade leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Oratio super populum (ad libitum adhibenda)

Præténde, Dómine, fidélibus tuis déxteram cæléstis auxílii, ut te toto corde perquírant, et quæ digne póstulant cónsequi mereántur. Per Christum.