20.2. VOTIVMESSE DES HL. JOSEF

Votivmesse (1088-MB II 1110); Lesungen vom Mittwoch der 6. Woche im Jahreskreis (I)

Oder: Messe vom Tag

 

ERÖFFNUNGSVERS Lc 12, 42

Ecce fidélis servus et prudens, quem constítuit Dóminus super famíliam suam.

Seht, das ist der treue und kluge Hausvater, dem der Herr seine Familie anvertraut, damit er für sie sorge.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis

 

TAGESGEBET

Deus, qui ineffábili providéntia beátum Ioseph sanctíssimæ Genetrícis Fílii tui sponsum elígere dignátus es, præsta, quæsumus, ut, quem protectórem venerámur in terris, intercessórem habére mereámur in cælis. Per Dóminum.

Allmächtiger Gott, in deiner Vorsehung hast du den heiligen Josef zum Bräutigam der seligsten Jungfrau Maria erwählt. Höre auf seine Fürsprache und mache ihn, den wir auf Erden als unseren Beschützer verehren, zu unserem Anwalt im Himmel. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesungen vom Mittwoch der 6. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG Gen 8, 6-13.15-16a.18a.20-22

Lesung aus dem Buch Genesis

Nach vierzig Tagen öffnete Noach das Fenster der Arche, das er gemacht hatte, und ließ einen Raben hinaus. Der flog aus und ein, bis das Wasser auf der Erde vertrocknet war. Dann ließ er eine Taube hinaus, um zu sehen, ob das Wasser auf der Erde abgenommen habe. Die Taube fand keinen Halt für ihre Füße und kehrte zu ihm in die Arche zurück, weil über der ganzen Erde noch Wasser stand. Er streckte seine Hand aus und nahm die Taube wieder zu sich in die Arche. Dann wartete er noch weitere sieben Tage und ließ wieder die Taube aus der Arche. Gegen Abend kam die Taube zu ihm zurück, und siehe da: In ihrem Schnabel hatte sie einen frischen Olivenzweig. Jetzt wusste Noach, dass nur noch wenig Wasser auf der Erde stand. Er wartete weitere sieben Tage und ließ die Taube noch einmal hinaus. Nun kehrte sie nicht mehr zu ihm zurück. Im sechshundertersten Jahr Noachs, am ersten Tag des ersten Monats, hatte sich das Wasser verlaufen. Da entfernte Noach das Verdeck der Arche, blickte hinaus, und siehe: Die Erdoberfläche war trocken.

Da sprach Gott zu Noach: Komm heraus aus der Arche!

Da kam Noach heraus.

Dann baute Noach dem Herrn einen Altar, nahm von allen reinen Tieren und von allen reinen Vögeln und brachte auf dem Altar Brandopfer dar. Der Herr roch den beruhigenden Duft, und der Herr sprach bei sich: Ich will die Erde wegen des Menschen nicht noch einmal verfluchen; denn das Trachten des Menschen ist böse von Jugend an. Ich will künftig nicht mehr alles Lebendige vernichten, wie ich es getan habe. So lange die Erde besteht, sollen nicht aufhören Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

 

ANTWORTPSALM Ps 116 (115), 12-13.14-15.18-19 (R: vgl. 17a)

Tibi, Dómine, sacrificábo hóstiam laudis.

R Ein Opfer des Dankes will ich dir bringen. – R

Wie kann ich dem Herrn all das vergelten, was er mir Gutes getan hat? Ich will den Kelch des Heils erheben und anrufen den Namen des Herrn. - (R)

Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen offen vor seinem ganzen Volk. Kostbar ist in den Augen des Herrn das Sterben seiner Frommen. - (R)

Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen offen vor seinem ganzen Volk, den Vorhöfen am Hause des Herrn, in deiner Mitte, Jerusalem. - R

Tibi, Dómine, sacrificábo hóstiam laudis.

R Ein Opfer des Dankes will ich dir bringen. – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Eph 1, 17-18

Allelúia. Pater Dómininostri Iesu Christi illúminet óculos cordis nostri, ut sciámus quæ sit spes vocatiónis nostræ. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Der Vater unseres Herrn Jesus Christus erleuchte die Augen unseres Herzens damit wir verstehen, zu welcher Hoffnung wir berufen sind. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mk 8, 22-26

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

Sie kamen nach Betsaida. Da brachte man einen Blinden zu Jesus und bat ihn, er möge ihn berühren. Er nahm den Blinden bei der Hand, führte ihn vor das Dorf hinaus, bestrich seine Augen mit Speichel, legte ihm die Hände auf und fragte ihn: Siehst du etwas? Der Mann blickte auf und sagte: Ich sehe Menschen; denn ich sehe etwas, das wie Bäume aussieht und umhergeht. Da legte er ihm nochmals die Hände auf die Augen; nun sah der Mann deutlich. Er war geheilt und konnte alles ganz genau sehen. Jesus schickte ihn nach Hause und sagte: Geh aber nicht in das Dorf hinein!

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Laudis hóstiam immolatúri, Pater sancte, supplíciter postulámus, ut in ministério nostro beáti Ioseph précibus foveámur, cui dedísti Unigénitum tuum vice in terris custodíre patérna. Qui vivit et regnat in sæcula sæculórum.

Allmächtiger Gott, du hast den heiligen Josef dazu bestellt, deinen Sohn auf Erden an Vaters Statt zu behüten. Sein Gebet begleite unseren Dienst und mache das Opfer des Lobes, das wir darbringen, dir wohlgefällig.

 

PRÄFATION VOM HEILIGEN JOSEF

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, aequum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens aetérne Deus: Et te in ... beáti loseph débitis magnificáre praecóniis, benedícere et predicáre. Qui et vir iustus, a te Deíparae Vírgini Sponsus est datus, et fidélis servus ac prudens, super Famíliam tuam est constitútus, ut Unigénitum tuum, Sancti Spiritus obumbratione conceptum, paterna vice custodiret, um Christum Döminum nostrum. Per quem maiestátem tuam laudant Angeli, adorant Dominatiónes, tremunt Potestátes. Caeli caelorúmque Virtútes, ac beáta Seraphim, socia exsultatióne concelebrant. Cum quibus et nostras voces ut admítti iúbeas, deprecámur, súpplici confessióne dicentes: Sanctus...

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und am Fest (bei der Verehrung) des heiligen Josef die Wege deiner Weisheit zu rühmen. Denn ihm, dem Gerechten, hast du die jungfräuliche Gottesmutter anvertraut, ihn, deinen treuen und klugen Knecht, bestellt zum Haupt der Heiligen Familie. An Vaters Statt sollte er deinen eingeborenen Sohn beschützen, der durch die Überschattung des Heiligen Geistes empfangen war, unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn loben die Engel deine Herrlichkeit, beten dich an die Mächte, erbeben die Gewalten. Die Himmel und die himmlischen Kräfte und die seligen Serafim feiern dich jubelnd im Chore. Mit ihrem Lobgesang lass auch unsere Stimmen sich vereinen und voll Ehrfurcht rufen: Heilig...

 

HochgebetErstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Mt 25, 21

Euge, serve bone et fidélis: intra in gáudium Dómini tui.

So spricht der Herr: Du bist ein guter und treuer Diener. Komm, nimm teil am Festmahl deines Herrn.

 

SCHLUSSGEBET

His recreáti, Dómine, vivíficis sacraméntis, in iustítia tibi semper et sanctitáte vivámus, beáti Ioseph exémplo et intercessióne, qui magnis tuis perficiéndis mystériis vir iustus et obœdiens ministrávit. Per Christum.

Herr, unser Gott, als dein Sohn in die Welt kam, hat der heilige Josef dem Werk der Erlösung treu gedient. Höre auf seine Fürsprache und gib, dass auch wir in der Kraft dieses Sakramentes gerecht und heilig vor dir leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.