12.2. VOTIVMESSE VON DEN ENGLEN

Votivmesse von den Engeln (1084-MB II 1109); Lesungen vom Dienstag der 5. Woche im Jahreskreis (I)

Oder: Messe vom Tag

 

ERÖFFNUNGSVERS Ps 103 (102), 20

Benedícite Dóminum, omnes Angeli eius; poténtes virtúte, qui fácitis verbum eius, ad audiéndam vocem sermónum eius.

Lobt den Herrn, ihr, seine Engel, ihr starken Helden, die seine Befehle vollstrecken, seinen Worten gehorsam.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Deus, qui miro órdineAngelórum ministéria hominúmque dispénsas, concéde propítius, ut, a quibus tibi ministrántibus in cćlo semper assístitur, ab his in terra vita nostra muniátur. Per Dóminum.

Gott, du ordnest alles mit Macht und Weisheit; Engeln und Menschen teilst du ihre Dienste zu. Gib, dass die Macht des Bösen nicht überhandnimmt, sondern sende deine heiligen Engel, die im Himmel vor dir stehen, in diese Welt, damit sie uns vor allem Unheil schützen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesungen vom Dienstag der 5. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG Gen 1, 20 - 2, 4a

Lesung aus dem Buch Genesis

Dann sprach Gott: Das Wasser wimmle von lebendigen Wesen, und Vögel sollen über dem Land am Himmelsgewölbe dahinfliegen. Gott schuf alle Arten von großen Seetieren und anderen Lebewesen, von denen das Wasser wimmelt, und alle Arten von gefiederten Vögeln. Gott sah, dass es gut war. Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, und bevölkert das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich auf dem Land vermehren. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: fünfter Tag. Dann sprach Gott: Das Land bringe alle Arten von lebendigen Wesen hervor, von Vieh, von Kriechtieren und von Tieren des Feldes. So geschah es. Gott machte alle Arten von Tieren des Feldes, alle Arten von Vieh und alle Arten von Kriechtieren auf dem Erdboden. Gott sah, dass es gut war. Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land. Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch, und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen. Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen. Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es. Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag.

So wurden Himmel und Erde vollendet und ihr ganzes Gefüge. Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte, und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk der Schöpfung vollendet hatte. Das ist die Entstehungsgeschichte von Himmel und Erde, als sie erschaffen wurden.

 

ANTWORTPSALM Ps 8, 4-5.6-7.8-9 (R: vgl. 2ab)

Dómine, Dóminus noster, quam admirábile est nomen tuum in univérsa terra!

R Herr, unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde! – R

Seh‘ ich den Himmel, das Werk deiner Finger, Mond und Sterne, die du befestigt: Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? - (R)

Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt. Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände, hast ihm alles zu Füßen gelegt: - (R)

All die Schafe, Ziegen und Rinder und auch die wilden Tiere, die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht. - R

Dómine, Dóminus noster, quam admirábile est nomen tuum in univérsa terra!

R Herr, unser Herrscher, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde! – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: Ps 119 (118), 36a.29b

Allelúia. Inclína cor meum, Deus, in testimónia tua; et legem tuam da mihi benígne. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Deinen Vorschriften neige mein Herz zu, Herr, begnade mich mit deiner Weisung! Halleluja.

 

EVANGELIUM Mk 7, 1-13

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

Die Pharisäer und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, hielten sich bei Jesus auf. Sie sahen, dass einige seiner Jünger ihr Brot mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen. Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Hand voll Wasser die Hände gewaschen haben, wie es die Überlieferung der Alten vorschreibt. Auch wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Kesseln. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen? Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesaja hatte Recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir. Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen. Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen. Und weiter sagte Jesus: Sehr geschickt setzt ihr Gottes Gebot außer Kraft und haltet euch an eure eigene Überlieferung. Mose hat zum Beispiel gesagt: Ehre deinen Vater und deine Mutter!, und: Wer Vater oder Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden. Ihr aber lehrt: Es ist erlaubt, dass einer zu seinem Vater oder seiner Mutter sagt: Was ich dir schulde, ist Korbán, das heißt: eine Opfergabe. Damit hindert ihr ihn daran, noch etwas für Vater oder Mutter zu tun. So setzt ihr durch eure eigene Überlieferung Gottes Wort außer Kraft. Und ähnlich handelt ihr in vielen Fällen.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Hóstias tibi, Dómine, laudis offérimus, supplíciter deprecántes, ut eásdem, angélico ministério in conspéctum tuć maiestátis delátas, et placátus accípias, et ad salútem nostram proveníre concédas. Per Christum.

Herr, unser Gott, wir bringen unsere Gaben dar für das Opfer des Lobes. Lass deine Engel sie vor dein Angesicht tragen, nimm sie gnädig an und schenke uns durch sie dein Heil. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VON DEN ENGELN

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dígnum et íustum est, aequum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens aetérne Deus: Et in Archángelis Angelísque tuis tua proecónia non tacére, quia ad excelléntiam tuam recúrrit et glóriam quod angélica creatúra tibi probábilis honorétur: et, cum illa sit amplo decóre digníssima, tu quam sis imménsus et super omnía proeferéndus osténderis, per Christum Dóminum nostrurn. Per quem multitúdo Angelórum tuam célebrat maiestátem, quibus adorántes in exsultatióne coniúngimur, una cum eis laudis voce clamántes: Sanctus...

In Wahrheit ist es würdig und recht dir, allmächtiger Vater, zu danken und in der Herrlichkeit der Engel deine Macht und Größe zu preisen. Denn dir gereicht es zur Verherrlichung und zum Lob, wenn wir sie ehren, die du erschaffen hast. An ihrem Glanz und ihrer Würde erkennen wir, wie groß und über alle Geschöpfe erhaben du selber bist. Dich, den ewigen Gott, rühmen wir ohne Ende durch unseren Herrn Jesus Christus. Mit ihrem Lobgesang lass auch unsere Stimmen sich vereinen und voll Ehrfurcht rufen: Heilig...

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Ps 138 (137), 1

In conspéctu Angelórum psallam tibi, Deus meus.

Herr, ich will dir danken aus ganzem Herzen, dir vor den Engeln singen und spielen.

 

SCHLUSSGEBET

Pane cćlésti refécti, súpplices te, Dómine, deprecámur, ut, eius fortitúdine roboráti, sub Angelórum fidéli custódia, fortes, salútis progrediámur in via. Per Christum.

Barmherziger Gott, du hast uns mit dem Brot des Himmels gestärkt. Lass uns in der Kraft dieser Speise und unter dem Schutz der heiligen Engel auf dem Weg des Heiles voranschreiten. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.