8.2. HL. JOSEFINA BAKHITA

Commune Texte für Jungfrauen 2 (877-MB II 935); Lesungen vom Freitag der 4. Woche im Jahreskreis (I)

Oder: Messe vom Hl. Hieronymus Ämiliani

Oder: Messe vom Tag

 

ERÖFFNUNGSVERS

Gaudeámus et exsultémus, quia Dóminus ómnium diléxit vírginem sanctam atque gloriósam.

Freuen wir uns: Christus, der Herr, hat eine aus uns erwählt.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

(PR) Deus, qui beátam Iosephínam a servitúte abiécta ad dignitátem fíliae tuae et Christi sponsae adduxísti, da nobis, quaesumus, eius exémplo, Dóminum Iesum crucifíxum constánti dilectióne proséqui et in caritáte ad misericórdiam propénsos perseveráre. Per Dóminum.

Dómine Deus, qui beátam Iosephínam vírginem cæléstibus donis cumulásti, tríbue, quæsumus, ut, eius virtútes æmulántes in terris, gáudiis cum ipsa perfruámur ætérnis. Per Dóminum.

Herr, unser Gott, du hast die heilige Jungfrau Josefina Bakhita mit deiner reichen Gnade beschenkt. Lass uns nach ihrem Beispiel im Glauben und in der Liebe wachsen, damit wir einst an ihrer Freude teilhaben in deiner Herrlichkeit. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Vel, pro virgine fundatrice:

Fac, Dómine Deus noster, ut beáta virgo Iosephína, sponsa tibi fidélis, divínæ caritátis flammam éxcitet in córdibus nostris, quam, ad perénnem Ecclésiæ tuæ glóriam, áliis virgínibus inséruit. Per Dóminum.

Oder (für eine heilige Gründerin)

Herr, unser Gott, du hast die heilige Jungfrau Josefina Bakhita zu deiner getreuen Braut erwählt. Entflamme auch in unseren Herzen das Feuer der göttlichen Liebe, das sie ihren Gefährtinnen weitergegeben hat zum Ruhm deiner Kirche. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Freitag der 4. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG Hebr 13, 1-8

Lesung aus dem Hebräerbrief

Die Bruderliebe soll bleiben. Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt. Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leib. Die Ehe soll von allen in Ehren gehalten werden, und das Ehebett bleibe unbefleckt; denn Unzüchtige und Ehebrecher wird Gott richten. Euer Leben sei frei von Habgier; seid zufrieden mit dem, was ihr habt; denn Gott hat versprochen: Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht. Darum dürfen wir zuversichtlich sagen: Der Herr ist mein Helfer, ich fürchte mich nicht. Was können Menschen mir antun? Denkt an eure Vorsteher, die euch das Wort Gottes verkündet haben; schaut auf das Ende ihres Lebens, und ahmt ihren Glauben nach! Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.

 

ANTWORTPSALM Ps 27 (26), 1.3.5.7-8 (R: 1a)

Dóminus illuminátio mea et salus mea.

R Der Herr ist mein Licht und mein Heil. – R

Der Herr ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist die Kraft meines Lebens. Vor wem sollte mir bangen? - (R)

Mag ein Heer mich belagern: Mein Herz wird nicht verzagen. Mag Krieg gegen mich toben: Ich bleibe dennoch voll Zuversicht. - (R)

Denn er birgt mich in seinem Haus am Tage des Unheils; er beschirmt mich im Schutz seines Zeltes, er hebt mich auf einen Felsen empor. - (R)

Vernimm, o Herr, mein lautes Rufen; sei mir gnädig, und erhöre mich! Mein Herz denkt an dein Wort: „Sucht mein Angesicht!“ Dein Angesicht, Herr, will ich suchen. - R

Dóminus illuminátio mea et salus mea.

R Der Herr ist mein Licht und mein Heil. – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Lk 8, 15

Allelúia. Beáti qui in corde bono et óptimo verbum Dei rétinent, et fructum áfferunt in patiéntia. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Selig, die das Wort mit aufrichtigem Herzen hören und Frucht bringen in Geduld. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mk 6, 14-29

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

Der König Herodes hörte von Jesus; denn sein Name war bekannt geworden, und man sagte: Johannes der Täufer ist von den Toten auferstanden; deshalb wirken solche Kräfte in ihm. Andere sagten: Er ist Elija. Wieder andere: Er ist ein Prophet, wie einer von den alten Propheten. Als aber Herodes von ihm hörte, sagte er: Johannes, den ich enthaupten ließ, ist auferstanden. Herodes hatte nämlich Johannes festnehmen und ins Gefängnis werfen lassen. Schuld daran war Herodias, die Frau seines Bruders Philippus, die er geheiratet hatte. Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Du hattest nicht das Recht, die Frau deines Bruders zur Frau zu nehmen. Herodias verzieh ihm das nicht und wollte ihn töten lassen. Sie konnte ihren Plan aber nicht durchsetzen, denn Herodes fürchtete sich vor Johannes, weil er wusste, dass dieser ein gerechter und heiliger Mann war. Darum schützte er ihn. Sooft er mit ihm sprach, wurde er unruhig und ratlos, und doch hörte er ihm gern zu. Eines Tages ergab sich für Herodias eine günstige Gelegenheit. An seinem Geburtstag lud Herodes seine Hofbeamten und Offiziere zusammen mit den vornehmsten Bürgern von Galiläa zu einem Festmahl ein. Da kam die Tochter der Herodias und tanzte, und sie gefiel dem Herodes und seinen Gästen so sehr, dass der König zu ihr sagte: Wünsch dir, was du willst; ich werde es dir geben. Er schwor ihr sogar: Was du auch von mir verlangst, ich will es dir geben, und wenn es die Hälfte meines Reiches wäre. Sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: Was soll ich mir wünschen? Herodias antwortete: Den Kopf des Täufers Johannes. Da lief das Mädchen zum König hinein und sagte: Ich will, dass du mir sofort auf einer Schale den Kopf des Täufers Johannes bringen lässt. Da wurde der König sehr traurig, aber weil er vor allen Gästen einen Schwur geleistet hatte, wollte er ihren Wunsch nicht ablehnen. Deshalb befahl er einem Scharfrichter, sofort ins Gefängnis zu gehen und den Kopf des Täufers herzubringen. Der Scharfrichter ging und enthauptete Johannes. Dann brachte er den Kopf auf einer Schale, gab ihn dem Mädchen, und das Mädchen gab ihn seiner Mutter. Als die Jünger des Johannes das hörten, kamen sie, holten seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Dicátæ, quæsumus, Dómine, capiámus oblatiónis efféctum, ut, beátæ Iosephínæ exémplo, terrénæ vetustátis conversatióne mundáti, cæléstis vitæ proféctibus innovémur. Per Christum.

Herr, unser Gott, nimmt die Gaben an, die wir darbringen, und mache das heilige Opfer in uns wirksam. Befreie uns, gleich der heiligen Josefina Bakhita, von der alten Anhänglichkeit an das Böse und lass das neue Leben der Gnade in uns wachsen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VON DEN HEILIGEN JUNGFRAUEN UND ORDENSLEUTEN

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: In Sanctis enim, qui Christo se dedicavérunt propter regnum cælórum, tuam decet providéntiam celebráre mirábilem, qua humánam substántiam et ad primæ oríginis révocas sanctitátem, et perdúcis ad experiénda dona, quæ in novo sæculo sunt habénda. Et ídeo, cum Sanctis et Angelis univérsis, te collaudámus, sine fine dicéntes: Sanctus…

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und in den Heiligen deine Gnade zu rühmen. Inmitten der Kirche berufst du Menschen, sich Christus zu weihen und mit ganzer Hingabe das Himmelreich zu suchen. In ihnen offenbarst du deinen Ratschluss, uns Menschen die ursprüngliche Heiligkeit neu zu schenken und uns schon jetzt mit Freude an den Gütern der kommenden Welt zu erfüllen durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn preisen dich Himmel und Erde, Engel und Menschen und singen wie aus einem Munde das Lob deiner Herrlichkeit: Heilig...

 

HochgebetErstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Mt 25, 4. 6

Quinque prudéntes vírgines accepérunt óleum in vasis suis cum lampádibus. Média autem nocte clamor factus est: Ecce sponsus venit, exíte óbviam Christo Dómino.

Die fünf klugen Jungfrauen nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Mitten in der Nacht wurde laut gerufen: Der Bräutigam kommt! Geht Christus, dem Herrn, entgegen!

 

SCHLUSSGEBET

Córporis et Sánguinis Unigéniti tui sacra percéptio, Dómine, ab ómnibus nos cadúcis rebus avértat, ut exémplo beátæ Iosephínæ valeámustui et sincéra in terris caritáte profícere, et perpétua in cælis visióne gaudére. Per Christum.

Ewiger Gott, der Empfang des Leibes und Blutes Christi lenke unseren Sinn von den vergänglichen Dingen auf das, was bleibt. Gib, dass wir nach dem Beispiel der heiligen Josefina Bakhita in aufrichtiger Liebe unsere Lebensaufgabe erfüllen und einst zur Anschauung deiner Herrlichkeit gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Eigene Lesungen

LESUNG 1 Kor 7, 25-35

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Was die Frage der Ehelosigkeit angeht, so habe ich kein Gebot vom Herrn. Ich gebe euch nur einen Rat als einer, den der Herr durch sein Erbarmen vertrauenswürdig gemacht hat. Ich meine, es ist gut wegen der bevorstehenden Not, ja, es ist gut für den Menschen, so zu sein. Bist du an eine Frau gebunden, suche dich nicht zu lösen; bist du ohne Frau, dann suche keine. Heiratest du aber, so sündigst du nicht; und heiratet eine Jungfrau, sündigt auch sie nicht. Freilich werden solche Leute irdischen Nöten nicht entgehen; ich aber möchte sie euch ersparen. Denn ich sage euch, Brüder: Die Zeit ist kurz. Daher soll, wer eine Frau hat, sich in Zukunft so verhalten, als habe er keine, wer weint, als weine er nicht, wer sich freut, als freue er sich nicht, wer kauft, als würde er nicht Eigentümer, wer sich die Welt zunutze macht, als nutze er sie nicht; denn die Gestalt dieser Welt vergeht. Ich wünschte aber, ihr wäret ohne Sorgen. Der Unverheiratete sorgt sich um die Sache des Herrn; er will dem Herrn gefallen. Der Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt; er will seiner Frau gefallen. So ist er geteilt. Die unverheiratete Frau aber und die Jungfrau sorgen sich um die Sache des Herrn, um heilig zu sein an Leib und Geist. Die Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt; sie will ihrem Mann gefallen. Das sage ich zu eurem Nutzen: nicht um euch eine Fessel anzulegen, vielmehr, damit ihr in rechter Weise und ungestört immer dem Herrn dienen könnt.

 

ANTWORTPSALM Ps 45 (44), 11-12.14-15.16-17 (R: 11a oder vgl. Mt 25, 6b)

Audi, fília, et vide, et inclína aurem tuam.

R Höre, Tochter, sieh her und neige dein Ohr! - R

Oder:

Ecce Sponsus venit: exíte óbviam Christo Dómino

R Der Bräutigam kommt! Geht Christus, dem Herrn, entgegen! – R

Höre, Tochter, sieh her und neige dein Ohr, vergiss dein Volk und dein Vaterhaus! Der König verlangt nach deiner Schönheit; er ist ja dein Herr, verneig dich vor ihm! - (R)

Die Königstochter ist herrlich geschmückt, ihr Gewand ist durchwirkt mit Gold und Perlen. Man geleitet sie in buntgestickten Kleidern zum König, Jungfrauen sind ihr Gefolge,

ihre Freundinnen führt man zu dir. - (R)

Man geleitet sie mit Freude und Jubel, sie ziehen ein in den Palast des Königs. An die Stelle deiner Väter treten einst deine Söhne; du bestellst sie zu Fürsten im ganzen Land. - R

Audi, fília, et vide, et inclína aurem tuam.

R Höre, Tochter, sieh her und neige dein Ohr! - R

Oder:

Ecce Sponsus venit: exíte óbviam Christo Dómino

R Der Bräutigam kommt! Geht Christus, dem Herrn, entgegen! – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM

Allelúia. Haec est virgo sapiens, quam Dóminus vigilántem ínvenit; veniénte Dómino, introívit cum eo ad núptias. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Sie ist die kluge Jungfrau, die der Herr wachend antraf, als er kam; sie trat mit ihm ein in den Hochzeitssaal. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mt 25, 1-13

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

Dann wird es mit dem Himmelreich sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht. Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen. Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf! Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.