22.1. HL. VINZENZ

Commune Märtyrer 7 (848-MB II 906); Lesungen vom Dienstag der 2. Woche im Jahreskreis (I)

Vom 18. bis 25. Jänner wird die Gebetswoche für die Einheit der Christen begangen (Thema: „Gerechtigkeit: Gerechtigkeit - ihr sollst du nachjagen“ Dtn 16,20a). In den Gottesdiensten soll für die Wiedervereinigung der Christen gebetet werden (Fürbitten). Die Messe um die Einheit der Christen kann an allen Tagen (auch am Sonntag) (Messen für die Einheit der Christen B-1023 oder Einheit der Christen C-1024) gefeiert werden.

Oder: Hl. Ladislaus Batthyàny-Strattmann

Oder: Messe vom Tag

 

ERÖFFNUNGSVERS

Hic est vere martyr, qui pro Christi nómine sánguinem suum fudit, qui minas iúdicum non tímuit, sed ad cæléstia regna pervénit.

Dieser Märtyrer hat für Christus sein Blut vergossen. Er hat sich nicht gefürchtet vor den Drohungen der Richter. Dann durfte er eingehen in die Herrlichkeit des Herrn.

Vel: Cf. Phil 3, 8. 10

Omnia detriméntum fecit ad cognoscéndum Christum, et communiónem passiónum illíus, confórmans se morti eius.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Omnípotens sempitérne Deus, tuum in nobis Spíritum cleménter infúnde, ut corda nostra ea dilectióne válida potiántur, per quam sanctus martyr Vincéntius ómnia córporis torménta devícit. Per Dóminum.

Allmächtiger, ewiger Gott, im Vertrauen auf deine Barmherzigkeit rufen wir zu dir: Erfülle uns mit deinem Geist und gib uns jene Liebe, die den heiligen Diakon Vinzenz fähig machte, die Qualen des Martyriums zu bestehen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Dienstag der 2. Woche im Jahreskreis (I)

LESUNG Hebr 6, 10-20

Lesung aus dem Hebräerbrief

Brüder! Gott ist nicht so ungerecht, euer Tun zu vergessen und die Liebe, die ihr seinem Namen bewiesen habt, indem ihr den Heiligen gedient habt und noch dient. Wir wünschen aber, dass jeder von euch im Blick auf den Reichtum unserer Hoffnung bis zum Ende den gleichen Eifer zeigt, damit ihr nicht müde werdet, sondern Nachahmer derer seid, die aufgrund ihres Glaubens und ihrer Ausdauer Erben der Verheißungen sind. Als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er bei sich selbst, da er bei keinem Höheren schwören konnte, und sprach: Fürwahr, ich will dir Segen schenken in Fülle und deine Nachkommen überaus zahlreich machen. So erlangte Abraham durch seine Ausdauer das Verheißene. Menschen nämlich schwören bei dem Höheren; der Eid dient ihnen zur Bekräftigung und schließt jeden weiteren Einwand aus; deshalb hat Gott, weil er den Erben der Verheißung ausdrücklich zeigen wollte, wie unabänderlich sein Entschluss ist, sich mit einem Eid verbürgt. So sollten wir durch zwei unwiderrufliche Taten, bei denen Gott unmöglich täuschen konnte, einen kräftigen Ansporn haben, wir, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, die dargebotene Hoffnung zu ergreifen. In ihr haben wir einen sicheren und festen Anker der Seele, der hineinreicht in das Innere hinter dem Vorhang; dorthin ist Jesus für uns als unser Vorläufer hineingegangen, er, der nach der Ordnung Melchisedeks Hoherpriester ist auf ewig.

 

ANTWORTPSALM Ps 111 (110), 1-2.4-5.9 u. 10c (R: Ps 105 [104], 7a.8a)

Memor erit Dóminus in sæculum testaménti sui.

R Der Herr ist unser Gott; ewig denkt er an seinen Bund. – R

Den Herrn will ich preisen von ganzem Herzen im Kreis der Frommen, inmitten der Gemeinde. Groß sind die Werke des Herrn, kostbar allen, die sich an ihnen freuen. - (R)

Er hat ein Gedächtnis an seine Wunder gestiftet, der Herr ist gnädig und barmherzig. Er gibt denen Speise, die ihn fürchten, an seinen Bund denkt er auf ewig. - (R)

Er gewährte seinem Volk Erlösung und bestimmte seinen Bund für ewige Zeiten. Furchtgebietend ist sein Name und heilig, sein Ruhm hat Bestand für immer. - R

Memor erit Dóminus in sæculum testaménti sui.

R Der Herr ist unser Gott; ewig denkt er an seinen Bund. – R

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Eph 1, 17-18

Allelúia. Pater Dómini nostri Iesu Christi illúminet óculos cordis nostri, ut sciámus quæ sit spes vocatiónis nostræ. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Der Vater unseres Herrn Jesus Christus erleuchte die Augen unseres Herzens, damit wir verstehen, zu welcher Hoffnung wir berufen sind. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mk 2, 23-28

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

An einem Sabbat ging er durch die Kornfelder, und unterwegs rissen seine Jünger Ähren ab. Da sagten die Pharisäer zu ihm: Sieh dir an, was sie tun! Das ist doch am Sabbat verboten. Er antwortete: Habt ihr nie gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren und nichts zu essen hatten - wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar in das Haus Gottes ging und die heiligen Brote aß, die außer den Priestern niemand essen darf, und auch seinen Begleitern davon gab? Und Jesus fügte hinzu: Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat. Deshalb ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Clementíssime Deus, múnera hæc tua benedictióne perfúnde et nos in fide confírma, quam beátus Vincéntius effúso sánguine asséruit. Per Christum.

Gütiger Gott, erfülle diese Gaben mit deinem Segen und mache uns treu im Glauben, den der heiligen Vinzenz mit seinem Blut bezeugt hat. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Oder:

Hóstias tibi, Dómine, pro commemoratióne beáti mártyris tui Vincénti offérimus, quem a Christi córporis unitáte nulla tentátio separávit. Per Christum.

Herr, unser Gott, wir bringen diese Gaben dar am Gedenktag des heiligen Vinzenz, den weder Verfolgung noch Tod von der Einheit deiner Kirche trennen konnten. Erhalte auch uns in dieser Treue. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Präfation von den Märtyrern

 

HochgebetErstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Vgl. Joh 15, 5

Ego sum vitis vera et vos pálmites, dicit Dóminus; qui manet in me et ego in eo, hic fert fructum multum.

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Rebzweige. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.

Vel: Io 8, 12

Qui séquitur me, non ámbulat in ténebris, sed habébit lumen vitæ, dicit Dóminus.

 

SCHLUSSGEBET

Sacris, Dómine, recreáti mystériis, quæsumus, ut, miram beáti Vincénti constántiam æmulántes, patiéntiæ præmium cónsequi mereámur ætérnum. Per Christum.

Herr, unser Gott, du hast uns mit den heiligen Gaben gestärkt. Gib, dass wir standhaft bleiben wie der heilige Vinzenz, und mach uns bereit, Trägheit und Feigheit abzulegen, damit wir am Lohn deiner Märtyrer Anteil erlangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Eigene Lesungen

LESUNG 2 Kor 4, 7-15

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Brüder! Den Schatz der Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen; so wird deutlich, dass das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt. Von allen Seiten werden wir in die Enge getrieben und finden doch noch Raum; wir wissen weder aus noch ein und verzweifeln dennoch nicht; wir werden gehetzt und sind doch nicht verlassen; wir werden niedergestreckt und doch nicht vernichtet. Wohin wir auch kommen, immer tragen wir das Todesleiden Jesu an unserem Leib, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib sichtbar wird. Denn immer werden wir, obgleich wir leben, um Jesu willen dem Tod ausgeliefert, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleisch offenbar wird. So erweist an uns der Tod, an euch aber das Leben seine Macht. Doch haben wir den gleichen Geist des Glaubens, von dem es in der Schrift heißt: Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet. Auch wir glauben, und darum reden wir. Denn wir wissen, dass der, welcher Jesus, den Herrn, auferweckt hat, auch uns mit Jesus auferwecken und uns zusammen mit euch (vor sein Angesicht) stellen wird. Alles tun wir euretwegen, damit immer mehr Menschen aufgrund der überreich gewordenen Gnade den Dank vervielfachen, Gott zur Ehre.

 

ANTWORTPSALM Ps 34 (33), 2-3.4-5.6-7.8-9 (R: vgl. 5b)

Ex ómnibus terróribus meis erípuit me Dóminus.

R All meinen Ängsten hat mich der Herr entrissen. - (R)

Ich will den Herrn allezeit preisen; immer sei sein Lob in meinem Mund. Meine Seele rühme sich des Herrn; die Armen sollen es hören und sich freuen. - (R)

Verherrlicht mit mir den Herrn, lasst uns gemeinsam seinen Namen rühmen. Ich suchte den Herrn, und er hat mich erhört, er hat mich all meinen Ängsten entrissen. - (R)

Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht leuchten, und ihr braucht nicht zu erröten. Da ist ein Armer; er rief, und der Herr erhörte ihn. Er half ihm aus all seinen Nöten. - (R)

Der Engel des Herrn umschirmt alle, die ihn fürchten und ehren, und er befreit sie. Kostet und seht, wie gütig der Herr ist; wohl dem, der zu ihm sich flüchtet! - (R)

Ex ómnibus terróribus meis erípuit me Dóminus.

R All meinen Ängsten hat mich der Herr entrissen. - (R)

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Mt 5, 10

Allelúia. Beáti qui persecutiónem patiúntur propter iustítiam, quóniam ipsórum est regnum cælórum. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Selig, die um der Gerechtigkeit willen Verfolgung leiden; denn ihnen gehört das Himmelreich. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mt 10, 17-22

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Nehmt euch aber vor den Menschen in acht! Denn sie werden euch vor die Gerichte bringen und in ihren Synagogen auspeitschen. Ihr werdet um meinetwillen vor Statthalter und Könige geführt, damit ihr vor ihnen und den Heiden Zeugnis ablegt. Wenn man euch vor Gericht stellt, macht euch keine Sorgen, wie und was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde eingegeben, was ihr sagen sollt. Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden. Brüder werden einander dem Tod ausliefern und Väter ihre Kinder, und die Kinder werden sich gegen ihre Eltern auflehnen und sie in den Tod schicken. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.