9.1. GEBURTSTAG VON HL. JOSEFMARIA

Votivmesse vom Hl. Josefmaria (819); Eigene Lesungen; Gloria; Credo

Oder: Messe vom Tag

 

ERÖFFNUNGSVERS

Dabo vobis pastóres iuxta cor meum, et pascent vos sciéntia et doctrína.

Ich gebe euch Hirten nach meinem Herzen; mit Einsicht und Klugheit werden sie euch weiden.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis

 

TAGESGEBET

Deus, qui sanctum Iosephmaríam, presbyterum, universális vocatiónis ad sanctitátem et ad apostolátum in Ecclésia præcónem effecísti, eius intercessióne et exémplo concéde, ut, per cotidiánum labórem Iesu Fílio tuo configurémur et redemptiónis óperi ardénti amóre serviámus. Per Dóminum.

Gott, du hast in deiner Kirche den heiligen Josefmaria erwählt, die allgemeine Berufung zur Heiligkeit und zum Apostolat zu verkünden; gewähre uns auf seine Fürsprache und nach seinem Vorbild, dass wir durch unsere tägliche Arbeit Jesus, Deinem Sohn, ähnlich werden und dem Werk der Erlösung mit glühender Liebe dienen. Durch Jesus Christus.

 

ERSTE LESUNG (Gen 2, 4b-9.15)

Lesung aus dem Buch Genesis

Zur Zeit, als Gott, der Herr, Erde und Himmel machte, gab es auf der Erde noch keine Feldsträucher und wuchsen noch keine Feldpflanzen; denn Gott, der Herr, hatte es auf die Erde noch nicht regnen lassen, und es gab noch keinen Menschen, der den Ackerboden bestellte; aber Feuchtigkeit stieg aus der Erde auf und tränkte die ganze Fläche des Ackerbodens. Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen. Dann legte Gott, der Herr, in Eden, im Osten, einen Garten an und setzte dorthin den Menschen, den er geformt hatte. Gott, der Herr, ließ aus dem Ackerboden allerlei Bäume wachsen, verlockend anzusehen und mit köstlichen Früchten, in der Mitte des Gartens aber den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Gott, der Herr, nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte.

 

ANTWORTPSALM

Laudáte Dóminum, omnes gentes.

R. Lobet den Herrn, alle Völker. R.

Den Beschluß des Herrn will ich kundtun. Er sprach zu mir: «Mein Sohn bist du. Heute habe ich dich gezeugt. - (R)

Ford're von mir, und ich gebe dir die Völker zum Erbe, die Enden der Erde zum Eigentum. Du wirst sie zerschlagen mit eiserner Keule, wie Krüge aus Ton wirst du sie zertrümmern.» - (R)

Nun denn, ihr Könige, kommt zur Einsicht, laßt euch warnen, ihr Gebieter der Erde! Dient dem Herrn in Furcht, und küßt ihm mit Beben die Füße, - (R)

damit er nicht zürnt und euer Weg nicht in den Abgrund führt. Denn wenig nur, und sein Zorn ist entbrannt. Wohl allen, die ihm vertrauen! - (R)

Laudáte Dóminum, omnes gentes.

R. Lobet den Herrn, alle Völker. R.

 

ZWEITE LESUNG (Röm 8, 14-17)

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer.

Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer noch fürchten müßtet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater! So bezeugt der Geist selber unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; wir sind Erben Gottes und sind Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden.

 

RUF VOR DEN EVANGELIUM

Allelúia. Venite post me, et faciam vos fíeri piscatores hóminum. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. (So spricht der Herr:) Folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Halleluja.

 

EVANGELIUM (Lk 5, 1-11)

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit, als Jesus am Ufer des Sees Gennesaret stand, drängte sich das Volk um ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Jesus stieg in das Boot, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus. Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus! Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen.

Das taten sie, und sie fingen eine so große Menge Fische, daß ihre Netze zu reißen drohten. Deshalb winkten sie ihren Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen, und gemeinsam füllten sie beide Boote bis zum Rand, so daß sie fast untergingen. Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte: Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder. Denn er und alle seine Begleiter waren erstaunt und erschrocken, weil sie so viele Fische gefangen hatten; ebenso ging es Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten. Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach.

 

Glaubensbekenntnis: Groß Latein / Groß Deutsch / Apostolisch Deutsch

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Súscipe, Sancte Pater, hæc múnera, quæ tibi in commemoratióne sancti Iosephmaríæ offérimus, ut, per sacrifícium a Christo in ara crucis oblátum, quod in sacraménto repræsentátur, cuncta quæ ágimus sanctificáre dignéris. Per Christum.

Himmlischer Vater, nimm die Gaben an, die wir dir beim Gedenken an den heiligen Josefmaria darbringen, und heilige all unser Tun durch das Opfer, das Christus auf dem Altar des Kreuzes vollzogen hat und das in diesem Sakrament gegenwärtig wird. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VON ERSCHEINUNG DES HERRN

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: Quia ipsum in Christo salútis nostræ mystérium hódie ad lumen géntium revelásti, et, cum in substántia nostræ mortalitátis appáruit, nova nos immortalitátis eius glória reparásti. Et ídeo cum Angelis et Archángelis, cum Thronis et Dominatiónibus, cumque omni milítia cæléstis exércitus, hymnum glóriæ tuæ cánimus, sine fine dicéntes:

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken. Denn heute enthüllst du das Geheimnis unseres Heiles, heute offenbarst du das Licht der Völker, deinen Sohn Jesus Christus. Er ist als sterblicher Mensch auf Erden erschienen und hat uns neu geschaffen im Glanz seines göttlichen Lebens. Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln, den Thronen und Mächten und mit all den Scharen des himmlischen Heeres den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig...

 

Oder: PRÄFATION VON DEN HIRTEN DER KIRCHE

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: per Christum Dóminum nostrum. Quia sic tríbuis Ecclésiam tuam sancti Iosephmaríæ festivitáte gaudére, ut eam exémplo piæ conversatiónis corróbores, verbo prædicatiónis erúdias, gratáque tibi supplicatióne tueáris. Et ídeo, cum Angelórum atque Sanctórum turba, hymnum laudis tibi cánimus, sine fine dicéntes:

In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Vater im Himmel, zu danken und am Gedenktag des heiligen Josefmaria deine Größe zu rühmen. Sein Leben aus dem Glauben ist uns ein Vorbild, die Botschaft seiner Predigt belehrt uns, seine Fürbitte erwirkt uns Schutz und Hilfe durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engel und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig ...

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Mt 20, 28

Fílius hóminis non venit ministrári, sed ministráre, et dare ánimam suam redemptiónem pro multis.

Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.

 

SCHLUSSGEBET

Sacraménta, quæ súmpsimus, Dómine Deus noster, in celebratióne sancti Iosephmaríæ, spíritum adoptiónis filiórum in nobis corróborent, ut, voluntáti tuæ fidéliter inhæréntes, in sanctitátis via læti ambulémus. Per Christum.

Herr, unser Gott, das Sakrament, das wir bei der Gedächtnisfeier des heiligen Josefmaria empfangen haben, stärke in uns den Geist der Gotteskindschaft, damit wir, deinem Willen treu ergeben, freudig den Weg der Heiligkeit gehen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.