8.1. HL. SEVERIN

Commune Texte für Hirten der Kirche 10: Für Glaubensboten (869-MB II 926); Lesungen vom 8. Jänner

 

ERÖFFNUNGSVERS

Isti sunt viri sancti facti amíci Dei, divínæ veritátis præcónio gloriósi.

Diese Männer sind Freunde Gottes geworden, Künder der göttlichen Wahrheit.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Deus, qui fámulum tuum beátum Severin ad Christi sequélam benígnus vocásti, eius, quæsumus, intercessióne, concéde, ut, nosmetípsos abnegántes, tibi toto corde adhærére valeámus. Per Dóminum.

Gütiger Gott, du hast den Mönch Severin zu seinen Glaubensbrüdern gesandt, damit er in den Wirren der Zeit ihr Ratgeber und Führer sei. Mache auch uns bereit, Verantwortung zu tragen, und hilf uns, denen beizustehen, die in Not sind. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom 8. Jänner

Lesung 1 Joh 4, 7-10

Lesung aus dem ersten Johannesbrief

Liebe Brüder, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe. Die Liebe Gottes wurde unter uns dadurch offenbart, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben. Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.

 

Antwortpsalm Ps 72 (71), 1-2.3-4b.7-8 (R: 11)

Adorábunt te, Dómine, omnes gentes terræ.

R Alle Könige müssen ihm huldigen, alle Völker ihm dienen. – R

Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König, dem Königssohn gib dein gerechtes Walten! Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit und deine Armen durch rechtes Urteil. - (R)

Dann tragen die Berge Frieden für das Volk und die Höhen Gerechtigkeit. Er wird Recht verschaffen den Gebeugten im Volk, Hilfe bringen den Kindern der Armen. - (R)

Die Gerechtigkeit blühe auf in seinen Tagen und großer Friede, bis der Mond nicht mehr da ist. Er herrsche von Meer zu Meer, vom Strom bis an die Enden der Erde. - R

Adorábunt te, Dómine, omnes gentes terræ.

R Alle Könige müssen ihm huldigen, alle Völker ihm dienen. – R

 

Ruf vor dem Evangelium Vers: vgl. Jes 61, 1 (Lk 4, 18)

Allelúia. Evangelizáre paupéribus misit me Dóminus, praedicáre captívis remissiónem. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Der Herr hat mich gesandt, den Armen die Frohe Botschaft zu bringen und den Gefangenen die Freiheit zu verkünden. Halleluja.

 

Evangelium Mk 6, 34-44

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange. Gegen Abend kamen seine Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen, und es ist schon spät. Schick sie weg, damit sie in die umliegenden Gehöfte und Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können. Er erwiderte: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Sollen wir weggehen, für zweihundert Denare Brot kaufen und es ihnen geben, damit sie zu essen haben? Er sagte zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Geht und seht nach! Sie sahen nach und berichteten: Fünf Brote, und außerdem zwei Fische. Dann befahl er ihnen, den Leuten zu sagen, sie sollten sich in Gruppen ins grüne Gras setzen. Und sie setzten sich in Gruppen zu hundert und zu fünfzig. Darauf nahm er die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern, damit sie sie an die Leute austeilten. Auch die zwei Fische ließ er unter allen verteilen. Und alle aßen und wurden satt. Als die Jünger die Reste der Brote und auch der Fische einsammelten, wurden zwölf Körbe voll. Es waren fünftausend Männer, die von den Broten gegessen hatten.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Réspice quas offérimus hóstias, omnípotens Deus, in beáti Severin festivitáte, et præsta, ut, qui domínicæ passiónis mystéria celebrámus, imitémur quod ágimus. Per Christum.

Allmächtiger Gott, nimm die Gaben an, die wir am Gedenktag des heiligen Severin darbringen. Hilf uns, das Leiden des Herrn, das wir am Altar verkünden, auch in unserem Leben auf uns zu nehmen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VON ERSCHEINUNG DES HERRN

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: Quia ipsum in Christo salútis nostræ mystérium hódie ad lumen géntium revelásti, et, cum in substántia nostræ mortalitátis appáruit, nova nos immortalitátis eius glória reparásti. Et ídeo cum Angelis et Archángelis, cum Thronis et Dominatiónibus, cumque omni milítia cæléstis exércitus, hymnum glóriæ tuæ cánimus, sine fine dicéntes:

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken. Denn heute enthüllst du das Geheimnis unseres Heiles, heute offenbarst du das Licht der Völker, deinen Sohn Jesus Christus. Er ist als sterblicher Mensch auf Erden erschienen und hat uns neu geschaffen im Glanz seines göttlichen Lebens. Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln, den Thronen und Mächten und mit all den Scharen des himmlischen Heeres den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig...

 

Oder: PRÄFATION VON DEN HIRTEN DER KIRCHE

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: per Christum Dóminum nostrum. Quia sic tríbuis Ecclésiam tuam sancti Severinus festivitáte gaudére, ut eam exémplo piæ conversatiónis corróbores, verbo prædicatiónis erúdias, gratáque tibi supplicatióne tueáris. Et ídeo, cum Angelórum atque Sanctórum turba, hymnum laudis tibi cánimus, sine fine dicéntes:

In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Vater im Himmel, zu danken und am Fest des heiligen Severin deine Größe zu rühmen. Sein Leben aus dem Glauben ist uns ein Vorbild, die Botschaft seiner Predigt belehrt uns, seine Fürbitte erwirkt uns Schutz und Hilfe durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn preisen wir dich in deiner Kirche und vereinen uns mit den Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig...

 

Oder: Präfation von den Heiligen; oder: Präfation von den Heiligen Jungfrauen und Ordensleuten

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Ez 34, 15

Ego pascam oves meas, et ego eas accubáre fáciam, dicit Dóminus.

Ich werde meine Schafe auf die Weide führen, und ich werde sie ruhen lassen - so spricht Gott der Herr.

 

SCHLUSSGEBET

Huius mystérii virtúte, confírma, Dómine, fámulos tuos in fide veritátis, ut eam ubíque ore et ópere confiteántur, pro qua beátus Severin laboráre non déstititet vitam suam impéndit. Per Christum.

Herr, unser Gott, durch die Kraft dieses Sakramentes stärke uns in der Wahrheit, damit wir durch Wort und Werk den Glauben bezeugen, den der heilige Severin unermüdlich verkündet und für den er sein Leben eingesetzt hat. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Eigene Lesungen

LESUNG Jak 2, 14-17

Lesung aus dem Jakobusbrief

Meine Brüder, was nützt es, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten? Wenn ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und ohne das tägliche Brot und einer von euch zu ihnen sagt: Geht in Frieden, wärmt und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht, was sie zum Leben brauchen - was nützt das? So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat.

 

ANTWORTPSALM Ps 107 (106), 1-2a u. 3.4-5.6-7.8-9 (R: vgl. Spr 31, 20)

Palmas suas apéruit ínopi et manum suam exténdit ad páuperem.

R Er öffnet seine Hand für den Bedürftigen und reicht seine Hände dem Armen. - (R)(GL 645, 3)

Danket dem Herrn denn er ist gütig, denn seine Huld währt ewig. So sollen alle sprechen, die vom Herrn erlöst sind. Denn er hat sie aus den Ländern gesammelt, vom Aufgang und Niedergang, vom Norden und Süden. - (R)

Sie, die umherirrten in der Wüste, im Ödland, und den Weg zur wohnlichen Stadt nicht fanden, die Hunger litten und Durst, denen das Leben dahinschwand, - (R)

die dann in ihrer Bedrängnis schrien zum Herrn, die er ihren Ängsten entriss und die er führte auf geraden Wegen, so dass sie zur wohnlichen Stadt gelangten: - (R)

sie alle sollen dem Herrn danken für seine Huld, für sein wunderbares Tun an den Menschen, weil er die lechzende Seele gesättigt, die hungernde Seele mit seinen Gaben erfüllt hat. - (R)

Palmas suas apéruit ínopi et manum suam exténdit ad páuperem.

R Er öffnet seine Hand für den Bedürftigen und reicht seine Hände dem Armen. - (R)(GL 645, 3)

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: Joh 15, 9b.5b

Allelúia. Manéte in dilectióne mea, dicit Dóminus: qui manet in me et ego in eo, hic fert fructum multum. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. So spricht der Herr: Bleibt in meiner Liebe! Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reicht Frucht. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mt 25, 31-46

oder: Kurzfassung Mt 25, 31-40

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. <Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis, und ihr habt mich nicht besucht. Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.>