6.1. HOCHFEST DER ERSCHEINUNG DES HERRN

Messe (138-MB II 60) und Lesungen vom Hochfest; Gloria; Credo; Eigene Präfation

 

ERÖFFNUNGSVERS Vgl. Mal 3, 1; 1 Chr 19, 12

Ecce advénit Dominátor Dóminus; et regnum in manu eius et potéstas et impérium.

Seht, gekommen ist der Herrscher, der Herr. In seiner Hand ist die Macht und das Reich.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis

 

TAGESGEBET

Deus, qui hodiérna die Unigénitum tuum géntibus stella duce revelásti, concéde propítius, ut, qui iam te ex fide cognóvimus, usque ad contemplándam spéciem tuć celsitúdinis perducámur. Per Dóminum.

Allherrschender Gott, durch den Stern, dem die Weisen gefolgt sind, hast du am heutigen Tag den Heidenvölkern deinen Sohn geoffenbart. Auch wir haben dich schon im Glauben erkannt. Führe und vom Glauben Zur unverhüllten Anschauung deiner Herrlichkeit. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

ERSTE LESUNG Jes 60, 1-6

Lesung aus dem Buch Jesaja

Auf, werde licht, denn es kommt dein Licht, und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker, doch über dir geht leuchtend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir. Völker wandern zu deinem Licht und Könige zu deinem strahlenden Glanz. Blick auf und schau umher: Sie alle versammeln sich und kommen zu dir. Deine Söhne kommen von fern, deine Töchter trägt man auf den Armen herbei. Du wirst es sehen, und du wirst strahlen, dein Herz bebt vor Freude und öffnet sich weit. Denn der Reichtum des Meeres strömt dir zu, die Schätze der Völker kommen zu dir. Zahllose Kamele bedecken dein Land, Dromedare aus Midian und Efa. Alle kommen von Saba, bringen Weihrauch und Gold und verkünden die ruhmreichen Taten des Herrn.

 

ANTWORTPSALM Ps 72 (71), 1-2.7-8.10-11.12-13 (R: 11)

Adorábunt te, Dómine, omnes gentes terrć.

R Alle Könige müssen ihm huldigen, alle Völker ihm dienen. – R

Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König, dem Königssohn gib dein gerechtes Walten! Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit und deine Armen durch rechtes Urteil. - (R)

Die Gerechtigkeit blühe auf in seinen Tagen und großer Friede, bis der Mond nicht mehr da ist. Er herrsche von Meer zu Meer, vom Strom bis an die Enden der Erde. - (R)

Die Könige von Tarschisch und von den Inseln bringen Geschenke, die Könige von Saba und Seba kommen mit Gaben. Alle Könige müssen ihm huldigen alle Völker ihm dienen. - (R)

Er rettet den Gebeugten, der um Hilfe schreit, den Armen und den, der keinen Helfer hat. Er erbarmt sich des Gebeugten und Schwachen, er rettet das Leben der Armen. - R

Adorábunt te, Dómine, omnes gentes terrć.

R Alle Könige müssen ihm huldigen, alle Völker ihm dienen. – R

 

ZWEITE LESUNG Eph 3, 2-3a.5-6

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser

Brüder! Ihr habt doch gehört, welches Amt die Gnade Gottes mir für euch verliehen hat. Durch eine Offenbarung wurde mir das Geheimnis mitgeteilt.

Den Menschen früherer Generationen war es nicht bekannt; jetzt aber ist es seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist offenbart worden: dass nämlich die Heiden Miterben sind, zu demselben Leib gehören und an derselben Verheißung in Christus Jesus teilhaben durch das Evangelium.

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Mt 2, 2

Allelúia. Vidimus stellam eius in oriénte, et vénimus adoráre Dóminum. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Wir haben seinen Stern gesehen und sind gekommen, dem Herrn zu huldigen. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mt 2, 1-12

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle. Sie antworteten ihm: In Betlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Isrćl. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige. Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.

 

Glaubensbekenntnis: Groß Latein / Groß Deutsch / Apostolisch Deutsch

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Ecclésić tuć, qućsumus, Dómine, dona propítius intuére, quibus non iam aurum, thus et myrrha profértur, sed quod eísdem munéribus declarátur, immolátur et súmitur, Iesus Christus. Qui vivit et regnat in sćcula sćculórum.

Allmächtiger Gott, nimm die Gaben deiner Kirche an. Sie bringt nicht mehr Gold, Weihrauch und Myrrhe dar, sondern er, den diese Gaben bezeichnen, wird für uns geopfert und uns zur Speise gegeben, unser Herr Jesus Christus, der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

PRÄFATION VON DER ERSCHEINUNG DES HERRN

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, ćquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ćtérne Deus: Quia ipsum in Christo salútis nostrć mystérium hódie ad lumen géntium revelásti, et, cum in substántia nostrć mortalitátis appáruit, nova nos immortalitátis eius glória reparásti. Et ídeo cum Angelis et Archángelis, cum Thronis et Dominatiónibus, cumque omni milítia cćléstis exércitus, hymnum glórić tuć cánimus, sine fine dicéntes:

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken. Denn heute enthüllst du das Geheimnis unseres Heiles, heute offenbarst du das Licht der Völker, deinen Sohn Jesus Christus. Er ist als sterblicher Mensch auf Erden erschienen und hat uns neu geschaffen im Glanz seines göttlichen Lebens. Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln, den Thronen und Mächten und mit all den Scharen des himmlischen Heeres den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig...

 

Oder: Präfation von Weihnachten

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Vgl. Mt 2, 2

Vídimus stellam eius in Oriénte, et vénimus cum munéribus adoráre Dóminum.

Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, dem Herrn mit Geschenken zu huldigen.

 

SCHLUSSGEBET

Cćlésti lúmine, qućsumus, Dómine, semper et ubíque nos prćveni, ut mystérium, cuius nos partícipes esse voluísti, et puro cernámus intúitu, et digno percipiámus afféctu. Per Christum.

Wir danken dir, allmächtiger Gott, für die heiligen Gaben und bitten dich: Erhelle unsere Wege mit dem Licht deiner Gnade, damit wir in Glauben und Liebe erfassen, was du uns im Geheimnis der Eucharistie geschenkt hast. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.