19.12. MESSE VOM 19.12.

Eigene Messe (112-MB II 29) und Lesungen

 

ERÖFFNUNGSVERS Vgl. Hebr 10, 37

Qui ventúrus est véniet et non tardábit, et iam non erit timor in fínibus nostris, quóniam ipse est Salvátor noster.

Der Herr wird kommen, er lässt nicht auf sich warten. Es wird keine Angst mehr sein in der Welt, denn er ist unser Heiland.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Deus, qui splendórem glóriæ tuæ per sacræ Vírginis partum mundo dignátus es reveláre, tríbue, quæsumus, ut tantæ incarnatiónis mystérium et fídei integritáte colámus, et devóto semper obséquio frequentémus. Per Dóminum.

Ewiger Gott, durch die Geburt deines Sohnes aus der Jungfrau Maria hast du vor der Welt deine Herrlichkeit offenbar gemacht. Lass uns das unfassbare Geheimnis der Menschwerdung in unverfälschtem Glauben bewahren und in liebender Hingabe feiern. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

LESUNG Ri 13, 2-7.24-25a

Lesung aus dem Buch der Richter

In jenen Tagen lebte in Zora ein Mann namens Manoach, aus der Sippe der Daniter; seine Frau war unfruchtbar und hatte keine Kinder. Der Engel des Herrn erschien der Frau und sagte zu ihr: Gewiss, du bist unfruchtbar und hast keine Kinder; aber du sollst schwanger werden und einen Sohn gebären. Nimm dich jedoch in acht, und trink weder Wein noch Bier, und iss nichts Unreines! Denn siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Es darf kein Schermesser an seine Haare kommen; denn der Knabe wird von Geburt an ein Gott geweihter Nasiräer sein. Er wird damit beginnen, Israel aus der Gewalt der Philister zu befreien. Die Frau ging und sagte zu ihrem Mann: Ein Gottesmann ist zu mir gekommen; er sah aus, wie der Engel Gottes aussieht, überaus Furcht erregend. Ich habe ihn nicht gefragt, woher er kam, und er hat mir auch seinen Namen nicht genannt. Er sagte zu mir: Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Trink jedoch keinen Wein und kein Bier, und iss nichts Unreines; denn der Knabe wird von Geburt an ein Gott geweihter Nasiräer sein, bis zum Tag seines Todes.

Die Frau gebar einen Sohn und nannte ihn Simson; der Knabe wuchs heran, und der Herr segnete ihn. Dann aber begann der Geist des Herrn, ihn umherzutreiben.

 

ANTWORTPSALM Ps 71 (70), 3ab u. 3d-4a.5-6b.16-17 (R: 8a)

Repleátur os meum laude, ut cantem glóriam tuam.

R Mein Mund ist erfüllt von deinem Lob. - (R)

Sei mir ein sicherer Hort, zu dem ich allzeit kommen darf. Denn du bist mein Fels und meine Burg. Mein Gott, rette mich aus der Hand des Frevlers. - (R)

Herr, mein Gott, du bist ja meine Zuversicht, meine Hoffnung von Jugend auf. Vom Mutterleib an stütze ich mich auf dich, vom Mutterschoß an bist du mein Beschützer. - (R)

Ich will kommen in den Tempel Gottes, des Herrn, deine großen und gerechten Taten allein will ich rühmen. Gott, du hast mich gelehrt von Jugend auf, und noch heute verkünde ich dein wunderbares Walten. - (R)

Repleátur os meum laude, ut cantem glóriam tuam.

R Mein Mund ist erfüllt von deinem Lob. - (R)

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM

Allelúia. Radix Iesse, stans in signum populórum: veni ad liebrándum nos, iam noli tardáre. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Du Spross aus Isais Wurzel, gesetzt zum Zeichen für die Völker komm und errette uns, erhebe dich, säume nicht länger! Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 1, 5-25

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

Zur Zeit des Herodes, des Königs von Judäa, lebte ein Priester namens Zacharias, der zur Priesterklasse Abija gehörte. Seine Frau stammte aus dem Geschlecht Aarons; sie hieß Elisabeth. Beide lebten so, wie es in den Augen Gottes recht ist, und hielten sich in allem streng an die Gebote und Vorschriften des Herrn. Sie hatten keine Kinder, denn Elisabet war unfruchtbar, und beide waren schon in vorgerücktem Alter. Eines Tages, als seine Priesterklasse wieder an der Reihe war und er beim Gottesdienst mitzuwirken hatte, wurde, wie nach der Priesterordnung üblich, das Los geworfen, und Zacharias fiel die Aufgabe zu, im Tempel des Herrn das Rauchopfer darzubringen. Während er nun zur festgelegten Zeit das Opfer darbrachte, stand das ganze Volk draußen und betete. Da erschien dem Zacharias ein Engel des Herrn; er stand auf der rechten Seite des Rauchopferaltars. Als Zacharias ihn sah, erschrak er, und es befiel ihn Furcht. Der Engel aber sagte zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Dein Gebet ist erhört worden. Deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Johannes geben. Große Freude wird dich erfüllen, und auch viele andere werden sich über seine Geburt freuen. Denn er wird groß sein vor dem Herrn. Wein und andere berauschende Getränke wird er nicht trinken, und schon im Mutterleib wird er vom Heiligen Geist erfüllt sein. Viele Israeliten wird er zum Herrn, ihrem Gott, bekehren. Er wird mit dem Geist und mit der Kraft des Elija dem Herrn vorangehen, um das Herz der Väter wieder den Kindern zuzuwenden und die Ungehorsamen zur Gerechtigkeit zu führen und so das Volk für den Herrn bereit zu machen. Zacharias sagte zu dem Engel: woran soll ich erkennen, daß das wahr ist? Ich bin ein alter Mann, und auch meine Frau ist in vorgerücktem Alter. Der Engel erwiderte ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und ich bin gesandt worden, um mit dir zu reden und dir diese frohe Botschaft zu bringen. Aber weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die in Erfüllung gehen, wenn die Zeit dafür da ist, sollst du stumm sein und nicht mehr reden können, bis zu dem Tag, an dem all das eintrifft. Inzwischen wartete das Volk auf Zacharias und wunderte sich, dass er so lange im Tempel blieb. Als er dann herauskam, konnte er nicht mit ihnen sprechen. Da merkten sie, dass er im Tempel eine Erscheinung gehabt hatte. Er gab ihnen nur Zeichen mit der Hand und blieb stumm. Als die Tage seines Dienstes (im Tempel) zu Ende waren, kehrte er nach Hause zurück. Bald darauf empfing seine Frau Elisabet einen Sohn und lebte fünf Monate lang zurückgezogen. Sie sagte: Der Herr hat mir geholfen; er hat in diesen Tagen gnädig auf mich geschaut und mich von der Schande befreit, mit der ich in den Augen der Menschen beladen war.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Propítius intuére múnera, Dómine, quæsumus, quæ tuis altáribus exhibémus, ut, quod nostra fragilitáte defértur, tua virtúte sacrétur. Per Christum.

Herr, unser Gott schau gütig auf die Gaben, die wir auf deinen Altar legen. Wir schwache Menschen bringen sie dar; heilige du sie durch deine Kraft. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VOM ADVENT II

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: per Christum Dóminum nostrum.

Quem prædixérunt cunctórum præcónia prophetárum, Virgo Mater ineffábili dilectióne sustínuit, Ioánnes cécinit affutúrum et adésse monstrávit. Qui suæ nativitátis mystérium tríbuit nos præveníre gaudéntes, ut et in oratióne pervígiles et in suis invéniat láudibus exsultántes.

Et ídeo cum Angelis et Archángelis, cum Thronis et Dominatiónibus, cumque omni milítia cæléstis exércitus, hymnum glóriæ tuæ cánimus, sine fine dicéntes:

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken durch unseren Herrn Jesus Christus. Von ihm redet die Botschaft aller Propheten, die jungfräuliche Mutter trug ihn voll Liebe in ihrem Schoß, seine Ankunft verkündete Johannes der Täufer und zeigte auf ihn, der unerkannt mitten unter den Menschen war. Er schenkt uns in diesen Tagen die Freude, uns für das Fest seiner Geburt zu bereiten, damit wir ihn wachend und betend erwarten und bei seinem Kommen mit Liedern des Lobes empfangen. Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln, den Thronen und Mächten und mit all den Scharen des himmlischen Heeres den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig...

 

Oder: Präfation vom Advent

 

HochgebetErstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Lk 1, 78-79

Visitábit nos Oriens ex alto, ad dirigéndos pedes nostros in viam pacis.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes und uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe, um unsere Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

 

SCHLUSSGEBET

Grátias de collátis munéribus referéntes, fac nobis propítius, omnípotens Deus, quæ ventúra sunt desideráre præstánda, ut nativitátem Salvatóris nostri purificátis suscipiámus méntibus honorándam. Per Christum.

Allmächtiger Gott, wir danken dir für die empfangenen Gaben und bitten dich: Reinige unser Herz und schenke uns Verlangen nach dem kommenden Heil, damit wir in der rechten Weise das Fest der Geburt unseres Erlösers begehen, der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.