14.12. HL. JOHANNES VOM KREUZ

Eigene Messe (813); Lesungen vom Freitag der 2. Adventwoche

 

ERÖFFNUNGSVERS Gal 6, 14

Mihi autem absit gloriári, nisi in cruce Dómini nostri Iesu Christi, per quem mihi mundus crucifíxus est, et ego mundo.

Ich will mich allein des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus rühmen, durch das die Welt mir gekreuzigt ist und ich der Welt.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Deus, qui beátum Ioánnem presbyterum perféctć sui abnegatiónis et crucis amatórem exímium effecísti, concéde ut, eius imitatióni iúgiter inhćréntes, ad contemplatiónem glórić tuć perveniámus ćtérnam. Per Dóminum.

Allmächtiger Gott, du hast dem heiligen Johannes vom Kreuz ein großes Verlangen geschenkt, sich selbst zu verleugnen und Christus nachzufolgen. Gib, dass auch wir im Kreuz unser Heil erkennen und durch das Kreuz die Gnade erlangen, deine Herrlichkeit zu schauen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Freitag der 2. Adventwoche

LESUNG Jes 48, 17-19

Lesung aus dem Buch Jesaja

So spricht der Herr, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was Nutzen bringt, und der dich auf den Weg führt, den du gehen sollst. Hättest du doch auf meine Gebote geachtet! Dein Glück wäre wie ein Strom und dein Heil wie die Wogen des Meeres. Deine Nachkommen wären zahlreich wie der Sand und deine leiblichen Kinder wie seine Körner. Ihr Name wäre in meinen Augen nicht getilgt und gelöscht.

 

ANTWORTPSALM Ps 1, 1-2.3.4 u. 6 (R: vgl. Joh 8, 12)

Qui séquitur te, Dómine, habébit lucem vitć.

R Herr, wer dir nachfolgt, hat das Licht des Lebens. - (R)

Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt, nicht auf dem Weg der Sünder geht, nicht im Kreis der Spötter sitzt, sondern Freude hat an der Weisung des Herrn, über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht. - (R)

Er ist wie ein Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist, der zur rechten Zeit seine Frucht bringt und dessen Blätter nicht welken. Alles, was er tut, wird ihm gut gelingen. - (R)

Nicht so die Frevler: Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht. Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten, der Weg der Frevler aber führt in den Abgrund. - (R)

Qui séquitur te, Dómine, habébit lucem vitć.

R Herr, wer dir nachfolgt, hat das Licht des Lebens. - (R)

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM

Allelúia. Dóminus véniet, occúrrite illi; ipse est princeps pacis. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Der Herr wird kommen, eilt ihm entgegen; er ist es, der Friedensfürst. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mt 11, 16-19

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit wem soll ich diese Generation vergleichen? Sie gleicht Kindern, die auf dem Marktplatz sitzen und anderen Kindern zurufen: Wir haben für euch auf der Flöte (Hochzeitslieder) gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen. Johannes ist gekommen, er isst nicht und trinkt nicht, und sie sagen: Er ist von einem Dämon besessen. Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt; darauf sagen sie: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder! Und doch hat die Weisheit durch die Taten, die sie bewirkt hat, Recht bekommen.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Réspice quas offérimus hóstias, omnípotens Deus, in commemoratióne beáti Ioánnis, et prćsta, ut, qui domínicć passiónis mystéria celebrámus, imitémur quod ágimus. Per Christum.

Allmächtiger Gott, nimm die Gaben an, die wir dir am Gedenktag des heiligen Johannes vom Kreuz darbringen. Hilf uns, das Leiden des Herrn, das wir am Altar verkünden, auch in unserem Leben auf uns zu nehmen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VOM ADVENT II

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, ćquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ćtérne Deus: per Christum Dóminum nostrum.

Quem prćdixérunt cunctórum prćcónia prophetárum, Virgo Mater ineffábili dilectióne sustínuit, Ioánnes cécinit affutúrum et adésse monstrávit. Qui suć nativitátis mystérium tríbuit nos prćveníre gaudéntes, ut et in oratióne pervígiles et in suis invéniat láudibus exsultántes.

Et ídeo cum Angelis et Archángelis, cum Thronis et Dominatiónibus, cumque omni milítia cćléstis exércitus, hymnum glórić tuć cánimus, sine fine dicéntes:

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken durch unseren Herrn Jesus Christus. Von ihm redet die Botschaft aller Propheten, die jungfräuliche Mutter trug ihn voll Liebe in ihrem Schoß, seine Ankunft verkündete Johannes der Täufer und zeigte auf ihn, der unerkannt mitten unter den Menschen war. Er schenkt uns in diesen Tagen die Freude, uns für das Fest seiner Geburt zu bereiten, damit wir ihn wachend und betend erwarten und bei seinem Kommen mit Liedern des Lobes empfangen. Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln, den Thronen und Mächten und mit all den Scharen des himmlischen Heeres den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig...

 

Oder: Präfation vom Advent

 

HochgebetErstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Mt 16, 24

Qui vult veníre post me, ábneget semetípsum, et tollat crucem suam, et sequátur me, dicit Dóminus.

So spricht der Herr: Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich; so folge er mir nach.

 

SCHLUSSGEBET

Deus, qui crucis mystérium in beáto Ioánne mirabíliter illustrásti, concéde propítius, ut, ex hoc sacrifício roboráti, Christo fidéles hćreámus, et in Ecclésia ad salútem ómnium operémur. Per Christum.

Herr, unser Gott, du hast im Leben des heiligen Johannes das Geheimnis des Kreuzes aufleuchten lassen. Stärke uns durch das Opfer, das wir gefeiert haben, damit wir in der Nachfolge Christi ausharren und in deiner Kirche zum Heil der Menschen wirken. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Eigene Lesungen

LESUNG 1 Kor 2, 1-10a

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

Als ich zu euch kam, Brüder, kam ich nicht, um glänzende Reden oder gelehrte Weisheit vorzutragen, sondern um euch das Zeugnis Gottes zu verkündigen. Denn ich hatte mich entschlossen, bei euch nichts zu wissen außer Jesus Christus, und zwar als den Gekreuzigten. Zudem kam ich in Schwäche und in Furcht, zitternd und bebend zu euch. Meine Botschaft und Verkündigung war nicht Überredung durch gewandte und kluge Worte, sondern war mit dem Erweis von Geist und Kraft verbunden, damit sich euer Glaube nicht auf Menschenweisheit stützte, sondern auf die Kraft Gottes. Und doch verkündigen wir Weisheit unter den Vollkommenen, aber nicht Weisheit dieser Welt oder der Machthaber dieser Welt, die einst entmachtet werden. Vielmehr verkündigen wir das Geheimnis der verborgenen Weisheit Gottes, die Gott vor allen Zeiten vorausbestimmt hat zu unserer Verherrlichung. Keiner der Machthaber dieser Welt hat sie erkannt; denn hätten sie die Weisheit Gottes erkannt, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. Nein, wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. Denn uns hat es Gott enthüllt durch den Geist.

 

ANTWORTPSALM Ps 37 (36), 3-4.5-6.30-31 (R: vgl. 30a)

Os iusti meditábitur sapiéntiam.

R Der Mund des Gerechten spricht Worte der Weisheit. - (R)

Vertrau auf den Herrn und tu das Gute, bleib wohnen im Land und bewahre Treue! Freu dich innig am Herrn! Dann gibt er dir, was dein Herz begehrt. - (R)

Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertrau ihm; er wird es fügen. Er bringt deine Gerechtigkeit heraus wie das Licht und dein Recht so hell wie den Mittag. - (R)

Der Mund des Gerechten bewegt Worte der Weisheit, und seine Zunge redet, was recht ist. Er hat die Weisung seines Gottes im Herzen, seine Schritte wanken nicht. - (R)

Os iusti meditábitur sapiéntiam.

R Der Mund des Gerechten spricht Worte der Weisheit. - (R)

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: Mt 5, 3

Allelúia. Beáti páuperes spíritu, quóniam ipsórum est regnum cćlórum. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Selig. die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 14, 25-33

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit als viele Menschen Jesus begleiteten, wandte er sich an sie und sagte: Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein. Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein. Wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und rechnet, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen? Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertig stellen kann. Und alle, die es sehen, würden ihn verspotten und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen. Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden. Darum kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.