10.12. MONTAG DER 2. ADVENTWOCHE

Eigene Messe (97-MB II 13) und Lesungen vom Montag der 2. Adventwoche

 

ERÖFFNUNGSVERS Vgl. Jer 31, 10; Jes 35, 4

Audíte verbum Dómini, gentes, et annuntiáte illud in fínibus terrć: Ecce Salvátor noster advéniet, et iam nolíte timére.

Ihr Völker, hört das Wort des Herrn und verkündet es in aller Welt. Seht, euer Gott wird kommen und euch erretten, fürchtet euch nicht.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Dirigátur, qućsumus, Dómine, in conspéctu tuo nostrć petitiónis orátio, ut ad magnum incarnatiónis Unigéniti tui mystériumnostrć vota servitútis illibáta puritáte pervéniant. Per Dóminum.

Gott, unser Vater, wir bereiten uns in diesen Tagen darauf vor, die Menschwerdung deines Sohnes würdig zu feiern. Lass unser Gebet zu dir dringen und segne unser Bemühen, damit unser Leben sich erneuert und die ursprüngliche Reinheit wiedergewinnt. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesungen vom Montag der 2. Adventwoche

LESUNG Jes 35, 1-10

Lesung aus dem Buch Jesaja

Die Wüste und das trockene Land sollen sich freuen, die Steppe soll jubeln und blühen. Sie soll prächtig blühen wie eine Lilie, jubeln soll sie, jubeln und jauchzen. Die Herrlichkeit des Libanon wird ihr geschenkt, die Pracht des Karmel und der Ebene Scharon. Man wird die Herrlichkeit des Herrn sehen, die Pracht unseres Gottes. Macht die erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Knie wieder fest! Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht! Seht, hier ist euer Gott! Die Rache Gottes wird kommen und seine Vergeltung; er selbst wird kommen und euch erretten. Dann werden die Augen der Blinden geöffnet, auch die Ohren der Tauben sind wieder offen. Dann springt der Lahme wie ein Hirsch, die Zunge des Stummen jauchzt auf. In der Wüste brechen Quellen hervor, und Bäche fließen in der Steppe. Der glühende Sand wird zum Teich und das durstige Land zu sprudelnden Quellen. An dem Ort, wo jetzt die Schakale sich lagern, gibt es dann Gras, Schilfrohr und Binsen. Eine Straße wird es dort geben; man nennt sie den Heiligen Weg. Kein Unreiner darf ihn betreten. Er gehört dem, der auf ihm geht. Unerfahrene gehen nicht mehr in die Irre. Es wird keinen Löwen dort geben, kein Raubtier betritt diesen Weg, keines von ihnen ist hier zu finden. Dort gehen nur die Erlösten. Die vom Herrn Befreiten kehren zurück und kommen voll Jubel nach Zion. Ewige Freude ruht auf ihren Häuptern. Wonne und Freude stellen sich ein, Kummer und Seufzen entfliehen.

 

ANTWORTPSALM Ps 85 (84), 9-10.11-12.13-14 (R: vgl. Jes 35, 4d)

Ecce Deus noster véniet et salvábit nos.

R Seht, unser Gott wird kommen, uns zu erlösen. - (R)

Ich will hören, was Gott redet: Frieden verkündet der Herr seinem Volk und seinen Frommen, den Menschen mit redlichem Herzen. Sein Heil ist denen nahe, die ihn fürchten. Seine Herrlichkeit wohne in unserm Land. - (R)

Es begegnen einander Huld und Treue; Gerechtigkeit und Friede küssen sich. Treue sprosst aus der Erde hervor; Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder. - (R)

Auch spendet der Herr dann Segen, und unser Land gibt seinen Ertrag. Gerechtigkeit geht vor ihm her, und Heil folgt der Spur seiner Schritte. - (R)

Ecce Deus noster véniet et salvábit nos.

R Seht, unser Gott wird kommen, uns zu erlösen. - (R)

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM

Allelúia. Ecce véniet Rex, Dóminus terrć, et ipse áuferet iugum captivitátis nostrć. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Seht der König wird kommen, der Herr der Erde; er selbst wird das Joch der Knechtschaft von uns nehmen. Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 5, 17-26

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

Eines Tages, als Jesus wieder lehrte, saßen unter den Zuhörern auch Pharisäer und Gesetzeslehrer; sie waren aus allen Dörfern Galiläas und Judäas und aus Jerusalem gekommen. Und die Kraft des Herrn drängte ihn dazu, zu heilen. Da brachten einige Männer einen Gelähmten auf einer Tragbahre. Sie wollten ihn ins Haus bringen und vor Jesus hinlegen. Weil es ihnen aber wegen der vielen Leute nicht möglich war, ihn hineinzubringen, stiegen sie aufs Dach, deckten die Ziegel ab und ließen ihn auf seiner Tragbahre in die Mitte des Raumes hinunter, genau vor Jesus hin. Als er ihren Glauben sah, sagte er zu dem Mann: Deine Sünden sind dir vergeben. Da dachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer: Wer ist das, dass er eine solche Gotteslästerung wagt? Wer außer Gott kann Sünden vergeben? Jesus aber merkte, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Was habt ihr für Gedanken im Herzen? Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Und er sagte zu dem Gelähmten: Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause! Im gleichen Augenblick stand der Mann vor aller Augen auf. Er nahm die Tragbahre, auf der er gelegen hatte, und ging heim, Gott lobend und preisend. Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten voller Furcht: Heute haben wir etwas Unglaubliches gesehen.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Súscipe, qućsumus, Dómine, múneraquć de tuis offérimus colláta benefíciis, et, quod nostrć devotióni concédis éffici temporáli, tuć nobis fiat prćmium redemptiónis ćtérnć. Per Christum.

Allmächtiger Gott, alles, was wir haben, kommt von dir. Nimm die Gaben an, die wir darbringen. Mache sie für uns in diesem Leben zum Sakrament der Erlösung und rufe uns an deinen Tisch im kommenden Reich. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VOM ADVENT I

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, ćquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ćtérne Deus: per Christum Dóminum nostrum. Qui, primo advéntu in humilitáte carnis assúmptć, dispositiónis antíquć munus implévit, nobísque salútis perpétuć trámitem reserávit: ut, cum secúndo vénerit in suć glória maiestátis, manifésto demum múnere capiámus, quod vigilántes nunc audémus exspectáre promíssum. Et ídeo cum Angelis et Archángelis, cum Thronis et Dominatiónibus, cumque omni milítia cćléstis exércitus, hymnum glórić tuć cánimus, sine fine dicéntes:

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken durch unseren Herrn Jesus Christus. Denn in seinem ersten Kommen hat er sich entäußert und ist Mensch geworden. So hat er die alte Verheißung erfüllt und den Weg des Heiles erschlossen. Wenn er wiederkommt im Glanz seiner Herrlichkeit, werden wir sichtbar empfangen, was wir jetzt mit wachem Herzen gläubig erwarten. Darum preisen wir dich mit allen Engeln und Heiligen und singen vereint mit ihnen das Lob deiner Herrlichkeit: Heilig...

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Vgl. Ps 106 (105), 4-5; Jes 38, 3

Veni, Dómine, visitáre nos in pace, ut lćtémur coram te corde perfécto.

Komm, Herr, such uns heim mit deinem Erbarmen; dann wird unsere Freude vollendet sein.

 

SCHLUSSGEBET

Prosint nobis, qućsumus, Dómine, frequentáta mystéria, quibus nos, inter prćtereúntia ambulántes, iam nunc instítuis amáre cćléstia et inhćrére mansúris. Per Christum.

Herr, unser Gott du hast uns an deinem Tisch mit neuer Kraft gestärkt. Zeige uns den rechten Weg durch diese vergängliche Welt und lenke unseren Blick auf das Unvergängliche, damit wir in allem dein Reich suchen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.