4.12. HL. JOHANNES VON DAMASKUS

Commune für Kirchenlehrer (873-MBII 931); Lesungen vom Dienstag der 1. Adventwoche

Oder: Hl. Barbara

Oder: Messe vom Tag

 

ERÖFFNUNGSVERS Vgl. Sir 15, 5

In médio Ecclésiæ apéruit os eius, et implévit eum Dóminus spíritu sapiéntiæ et intelléctus;stolam glóriæ índuit eum.

Inmitten der Kirche öffnete der Herr ihm den Mund. Er hat ihn erfüllt mit dem Geist der Weisheit und des Verstandes; er hat ihn bekleidet mit dem Gewand der Herrlichkeit.

Oder: Ps 37 (36), 30-31

Os iusti meditábitur sapiéntiam, et lingua eius loquétur iudícium; lex Dei eius in corde ipsíus.

Der Mund des Gerechten bewegt Worte der Weisheit, und seine Zunge redet, was recht ist. Er hat die Weisung seines Gottes im Herzen.

 

Allgemeines Schuldbekenntnis 

 

TAGESGEBET

Præsta nobis, quæsumus, Dómine, beáti Ioánnis presbyteri précibus adiuvári, ut vera fides, quam ille excellénter dócuit, sit semper lux et fortitúdo nostra. Per Dóminum.

Herr und Gott, du hast dem heiligen Johannes von Damaskus die Fähigkeit geschenkt, den rechten Glauben überzeugend zu verkünden. Hilf uns auf seine Fürsprache, aus diesem Glauben Licht und Kraft zu schöpfen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Eigene Lesungen

Lesungen vom Dienstag der 1. Adventwoche

LESUNG Jes 11, 1-10

Lesung aus dem Buch Jesaja

An jenem Tag wächst aus dem Baumstumpf Isais ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht. Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht. [Er erfüllt ihn mit dem Geist der Gottesfurcht.] Er richtet nicht nach dem Augenschein, und nicht nur nach dem Hörensagen entscheidet er, sondern er richtet die Hilflosen gerecht und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist. Er schlägt den Gewalttätigen mit dem Stock seines Wortes und tötet den Schuldigen mit dem Hauch seines Mundes. Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften, Treue der Gürtel um seinen Leib. Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten. Kuh und Bärin freunden sich an, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind. Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange. Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist. An jenem Tag wird es der Spross aus der Wurzel Isais sein, der dasteht als Zeichen für die Nationen; die Völker suchen ihn auf; sein Wohnsitz ist prächtig.

 

ANTWORTPSALM Ps 72 (71), 1-2.7-8.12-13.17 (R: vgl. 7)

Florébit in diébus eius iustítia, et abunántia pacis in ætérnum.

R Gerechtigkeit blüht auf in seinen Tagen und Friede ohne Ende. - (R)

Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König, dem Königssohn gib dein gerechtes Walten! Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit und deine Armen durch rechtes Urteil. - (R)

Die Gerechtigkeit blühe auf in seinen Tagen und großer Friede, bis der Mond nicht mehr da ist. Er herrsche von Meer zu Meer, vom Strom bis an die Enden der Erde. - (R)

Er rettet den Gebeugten, der um Hilfe schreit, den Armen und den, der keinen Helfer hat. Er erbarmt sich des Gebeugten und Schwachen, er rettet das Leben der Armen. - (R)

Sein Name soll ewig bestehen; solange die Sonne bleibt, sprosse sein Name. Glücklich preisen sollen ihn alle Völker und in ihm sich segnen. - (R)

Florébit in diébus eius iustítia, et abunántia pacis in ætérnum.

R Gerechtigkeit blüht auf in seinen Tagen und Friede ohne Ende. - (R)

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM

Allelúia. Ecce Dóminus noster cum virtúte véniet, et illuminábit óculos servórum suórum. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. Seht, unser Herr kommt mit Macht; die Augen seiner Knechte schauen das Licht. Halleluja.

 

EVANGELIUM Lk 10, 21-24

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht. Ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

 

Gabenbereitung

 

GABENGEBET

Sacrifícium tibi pláceat, Deus, in festivitáte beáti Ioannis Damasceni libénter exhíbitum, quo monénte, nos étiam totos tibi réddimus collaudántes. Per Christum.

Herr, unser Gott, sieh auf die Gaben, die wir dir am Gedenktag des heiligen Kirchenlehrers Johannes von Damaskus weihen. Da wir getreu seiner Weisung uns selbst dir schenken, nimm mit dem Opfer des Lobes uns alle an. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

PRÄFATION VOM ADVENT I

V.: Dóminus vobíscum.

A.: Et cum spíritu tuo.

V.: Sursum corda.

A.: Habémus ad Dóminum.

V.: Grátias agámus Dómino Deo nostro.

A.: Dignum et iustum est.

P.: Der Herr sei mit Euch.

A.: Und mit Deinem Geiste.

P.: Erhebet die Herzen.

A.: Wir haben sie beim Herrn.

P.: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.

A.: Das ist würdig und recht.

Vere dignum et iustum est, æquum et salutáre, nos tibi semper et ubíque grátias ágere: Dómine, sancte Pater, omnípotens ætérne Deus: per Christum Dóminum nostrum.

Qui, primo advéntu in humilitáte carnis assúmptæ, dispositiónis antíquæ munus implévit, nobísque salútis perpétuæ trámitem reserávit: ut, cum secúndo vénerit in suæ glória maiestátis, manifésto demum múnere capiámus, quod vigilántes nunc audémus exspectáre promíssum.

Et ídeo cum Angelis et Archángelis, cum Thronis et Dominatiónibus, cumque omni milítia cæléstis exércitus, hymnum glóriæ tuæ cánimus, sine fine dicéntes:

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken durch unseren Herrn Jesus Christus. Denn in seinem ersten Kommen hat er sich entäußert und ist Mensch geworden. So hat er die alte Verheißung erfüllt und den Weg des Heiles erschlossen. Wenn er wiederkommt im Glanz seiner Herrlichkeit, werden wir sichtbar empfangen, was wir jetzt mit wachem Herzen gläubig erwarten. Darum preisen wir dich mit allen Engeln und Heiligen und singen vereint mit ihnen das Lob deiner Herrlichkeit: Heilig...

 

Oder: Präfation vom Advent

 

Hochgebet: Erstes Zweites Drittes Viertes

 

KOMMUNIONVERS Lk 12, 42

Fidélis servus et prudens, quem constítuit Dóminus super famíliam suam, ut det illis in témpore trítici mensúram.

Er ist der treue und kluge Verwalter, den der Herr eingesetzt hat, damit er seinen Dienern zur rechten Zeit gibt, was sie zum Leben brauchen.

 

SCHLUSSGEBET

Quos Christo réficis pane vivo, eósdem édoce, Dómine, Christo magístro, ut in festivitáte beáti Ioannis Damasceni tuam discant veritátem, et eam in caritáte operéntur. Per Christum.

Allmächtiger Gott, in diesem Mahl haben wir Christus, das Brot des Lebens, empfangen. Gib, dass wir auf ihn hören, der unser wahrer Lehrer ist. Hilf uns, dass wir nach dem Beispiel des heiligen Johannes von Damaskus allezeit deine Wahrheit suchen und sie in Werken der Liebe bezeugen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Eigene Lesungen

LESUNG 2 Tim 1, 13-14; 2, 1-3

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an Timotheus

Halte dich an die gesunde Lehre, die du von mir gehört hast; nimm sie dir zum Vorbild, und bleibe beim Glauben und bei der Liebe, die uns in Christus Jesus geschenkt ist. Bewahre das dir anvertraute kostbare Gut durch die Kraft des Heiligen Geistes, der in uns wohnt.

Du, mein Sohn, sei stark in der Gnade, die dir in Christus Jesus geschenkt ist. Was du vor vielen Zeugen von mir gehört hast, das vertrau zuverlässigen Menschen an, die fähig sind, auch andere zu lehren. Leide mit mir als guter Soldat Christi Jesu.

 

ANTWORTPSALM Ps 19 (18B), 8.9.10.11-12 (R: 10b oder vgl. Joh 6, 63b)

Iudícia Dómini vera, iusta ómnia simul.

R Die Urteile des Herrn sind wahr, gerecht sind sie alle. - (R)

Oder:

Verba tua, Dómine, Spíritus et vita sunt.

R Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben. - (R)

Die Weisung des Herrn ist vollkommen, sie erquickt den Menschen. Das Gesetz des Herrn ist verlässlich, den Unwissenden macht es weise. - (R)

Die Befehle des Herrn sind richtig, sie erfreuen das Herz; das Gebot des Herrn ist lauter; es erleuchtet die Augen. - (R)

Die Furcht des Herrn ist rein, sie besteht für immer. Die Urteile des Herrn sind wahr, gerecht sind sie alle. - (R)

Sie sind kostbarer als Gold, als Feingold in Menge. Sie sind süßer als Honig, als Honig aus Waben. Auch dein Knecht lässt sich von ihnen warnen; wer sie beachtet, hat reichen Lohn. - (R)

Iudícia Dómini vera, iusta ómnia simul.

R Die Urteile des Herrn sind wahr, gerecht sind sie alle. - (R)

Oder:

Verba tua, Dómine, Spíritus et vita sunt.

R Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben. - (R)

 

RUF VOR DEM EVANGELIUM Vers: vgl. Joh 14, 23

Allelúia. Si quis díliget me, sermónem meum servábit, dicit Dóminus, et Pater meus díliget eum, et ad eum veniémus. Allelúia.

Halleluja. Halleluja. So spricht der Herr: Wer mich liebt, hält fest an meinem Wort. Mein Vater wird ihn lieben, und wir werden bei ihm wohnen. Halleluja.

 

EVANGELIUM Mt 25, 14-30

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

Es ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu. Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu. Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn. Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen. Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder. Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten. Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.